Glimmers: Kleine Momente als Schlüssel zur mentalen Resilienz
19.01.2026 - 16:15:12Kleine Momente der Freude stärken die psychische Widerstandskraft. Das Konzept der „Glimmers“ verschiebt den Fokus von der Vermeidung negativer Auslöser hin zum aktiven Suchen positiver Mikroerlebnisse.
Der Begriff stammt von der amerikanischen Sozialarbeiterin Deb Dana und ist in der Polyvagal-Theorie verwurzelt. Während „Trigger“ das Nervensystem in Alarmbereitschaft versetzen, signalisieren Glimmers Sicherheit und Entspannung. Sie aktivieren den ventralen Vagusnerv, der für Beruhigung und soziale Interaktion zuständig ist. Das bewusste Wahrnehmen dieser Momente hilft, das Nervensystem zu regulieren.
Mehr als nur positives Denken
Die Wirkung von Glimmers erklärt sich durch die Neurozeption – den unbewussten Scan des Nervensystems nach Sicherheit oder Gefahr. Glimmers sind Reize, die „alles in Ordnung“ melden. Experten betonen: Es geht nicht darum, negative Gefühle zu unterdrücken. Stattdessen trainiert die wiederholte Wahrnehmung positiver Augenblicke das Gehirn, seinen angeborenen Negativitätsbias auszugleichen. Dieser neuroplastische Effekt stärkt die neuronalen Pfade für Gelassenheit.
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So finden Sie Ihre Glimmers im Alltag
Glimmers sind individuell und oft subtil. Sie können sein:
* Ein sensorischer Eindruck: Der Duft von Kaffee, Sonne auf der Haut.
* Ein Moment der Verbundenheit: Ein Lächeln, die Umarmung eines Kindes.
* Ein Erfolgserlebnis: Stolz auf eine eigene Leistung.
Um sie bewusster wahrzunehmen, empfehlen Fachleute kurze Achtsamkeitspausen: Was sehe, höre oder fühle ich gerade Angenehmes? Ein „Glimmer-Tagebuch“ kann helfen, den Fokus zu schärfen und Dankbarkeit zu fördern.
Vom Moment zur dauerhaften Stärke
Die regelmäßige Praxis baut langfristig Resilienz auf. Jeder bewusst registrierte Glimmer führt das Nervensystem in einen Zustand der Sicherheit zurück. Diese Wiederholung stärkt die Fähigkeit, flexibel zwischen Anspannung und Entspannung zu wechseln – ein Kernmerkmal psychischer Widerstandskraft. Das Sammeln von Glimmers wirkt wie ein innerer Ressourcenspeicher für stressige Zeiten.
Ein Werkzeug für moderne Stressbewältigung
Das Konzept passt in den Trend, mentale Gesundheit präventiv zu stärken. Im Gegensatz zu formelleren Achtsamkeitsübungen sind Glimmers spontan und alltagstauglich. Sie bieten eine körperorientierte Erklärung für die Wirkung positiver Psychologie. Für viele Menschen können sie ein niederschwelliges Werkzeug sein, um die allgemeine Stressresistenz zu erhöhen. In der Traumatherapie helfen sie bereits, ein Gefühl von Sicherheit im eigenen Körper wiederzufinden.
Die wachsende Popularität deutet auf ein Bedürfnis nach praktischen Methoden hin. Der Ansatz könnte künftig stärker in betrieblichen Gesundheitsprogrammen oder der pädagogischen Arbeit Einzug halten. Letztlich zeigt er: Resilienz entsteht nicht ohne Schwierigkeiten, sondern durch das bewusste Kultivieren kleiner Anker der Freude und Sicherheit.


