Gleichgewichtstraining steigert beruhigenden Botenstoff GABA
09.02.2026 - 18:33:12Gezieltes Gleichgewichtstraining kann die Konzentration des Neurotransmitters Gamma-Aminobuttersäure (GABA) im Gehirn erhöhen. Dieser Botenstoff wirkt wie eine natürliche Bremse und reduziert Stress sowie Angstzustände. Die Forschung eröffnet damit neue, nicht-medikamentöse Wege für die mentale Gesundheitsvorsorge.
GABA: Die natürliche Bremse im Gehirn
Gamma-Aminobuttersäure (GABA) ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im zentralen Nervensystem. Er sorgt für Entspannung, verhindert übermäßige neuronale Aktivität und ist entscheidend für emotionale Stabilität und erholsamen Schlaf. Ein niedriger GABA-Spiegel wird häufig mit Angststörungen und Depressionen in Verbindung gebracht. Während Medikamente oft an diesem System ansetzen, zeigen Studien nun: Auch gezielte körperliche Aktivität kann die GABA-Produktion ankurbeln.
Wie Balancieren das Gehirn verändert
Die positive Wirkung basiert auf den Prinzipien der Neuroathletik. Jede Bewegung ist eine Informationsverarbeitung für das Gehirn. Gleichgewichtsübungen fordern dabei drei Systeme gleichzeitig heraus:
* Das visuelle System (Augen)
* Das propriozeptive System (Körperwahrnehmung)
* Das vestibuläre System (Gleichgewichtsorgan im Innenohr)
Eine Studie der Universität Freiburg belegt den Effekt: Ältere Erwachsene, die sechs Monate lang regelmäßig anspruchsvolle Balance-Übungen wie Slacklinen absolvierten, verbesserten ihre GABA-vermittelte Bremsfunktion im Gehirn um 16,5 Prozent.
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Mehr Ruhe und Konzentration im Alltag
Die neuronalen Anpassungen wirken sich praktisch aus. Eine erhöhte GABA-Aktivität kann direkt Stress und Angstgefühle lindern. Anwender berichten von einer besseren Fähigkeit, in hektischen Situationen ruhig zu bleiben. Disziplinen wie Yoga, die stark auf Balance setzen, führen nachweislich zu weniger Angst und besserer Stimmung. Eine einzige Yoga-Einheit kann den GABA-Spiegel Studien zufolge um bis zu 27 Prozent steigern.
Einfache Übungen für den Einstieg
Das Training lässt sich leicht in den Alltag integrieren und erfordert keine besondere Ausrüstung. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit.
* Einbeinstand: Beim Zähneputzen oder Warten einfach 30 Sekunden auf einem Bein stehen.
* Linie balancieren: Auf einer imaginären oder markierten Linie vor- und rückwärts gehen.
* Yoga-Posen: Der „Baum“ (Vrksasana) schult körperliche und geistige Balance.
* Instabile Untergründe: Stehen auf einem Balance-Pad oder einem gefalteten Kissen fordert das Gleichgewichtsorgan heraus.
Ein Baustein für die integrative Gesundheit
Die Erkenntnisse unterstreichen die untrennbare Verbindung von Körper und Geist. Während die Wirkung von GABA als Nahrungsergänzungsmittel umstritten ist, bietet das körperliche Training einen Weg, bei dem der Körper den Botenstoff selbst produziert. Die Forschung positioniert Gleichgewichtstraining so als einfachen, risikoarmen und präventiven Baustein für die mentale Gesundheit.


