Gigabyte, KI-Monitoren

Gigabyte setzt mit KI-Monitoren neue Maßstäbe für OLED-Gaming

17.01.2026 - 01:36:12

Gigabyte stellt auf der CES 2026 vier neue OLED-Monitore vor, deren Bildqualität und Komfort durch KI-Algorithmen dynamisch optimiert werden. Die Modelle adressieren Schwächen der OLED-Technologie und setzen auf Software als Wettbewerbsvorteil.

Gigabyte revolutioniert den Gaming-Monitor-Markt mit vier neuen OLED-Modellen, die durch künstliche Intelligenz Bildqualität und Komfort dynamisch optimieren. Die auf der CES 2026 vorgestellten Displays adressieren gezielt Schwachstellen aktueller OLED-Technologie und setzen auf intelligente Software als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Damit positioniert sich der Hersteller im hart umkämpften Premium-Segment gegen Rivalen wie ASUS, MSI und Alienware.

Vier Modelle, eine Mission: Perfektes Bild

Das neue Portfolio deckt verschiedene Anforderungen ab. Das Flaggschiff ist der 34-Zoll-ultrawide QD-OLED MO34WQC36 mit curved Display. Sein großer Bruder, der 31,5-Zoll-4K QD-OLED MO32U24, richtet sich an Nutzer, die maximale Schärfe schätzen. Beide Modelle verfügen über eine neuartige Obsidian Shield-Folie. Sie soll die Wahrnehmung von Schwarzwerten um bis zu 40 Prozent verbessern und ist zudem kratzfester. Der Ultra-Wide-Monitor nutzt zudem eine V-stripe Subpixel-Struktur, die die oft kritisierte Textschärfe auf OLED-Displays deutlich verbessert.

Für helle Räume präsentiert Gigabyte den 27-Zoll QHD MO27Q28GR mit glänzender WOLED-Technologie der vierten Generation. Er ist UL-zertifiziert für herausragende Schwarzdarstellung auch bei Umgebungslicht. Als ästhetisches Highlight rundet die weiße Sonderedition MO27Q2A ICE das Angebot ab – eine stylische Variante des 27-Zoll QHD QD-OLED. Technisch liegen alle Modelle mit bis zu 360 Hz Bildwiederholrate und 0,03 ms Grauton-Reaktionszeit (GTG) ganz vorne.

Die KI als unsichtbarer Bildregisseur

Der eigentliche Clou der neuen Serie steckt in der Software. Zwei KI-Features sollen das Seherlebnis revolutionieren. HyperNits löst ein typisches OLED-Problem: In sehr hellen HDR-Szenen wirken viele Displays zu dunkel. Der intelligente Algorithmus formt die Helligkeitskurve (EOTF) neu und kann so die Leuchtkraft um bis zu 30 Prozent steigern – ohne dass Details in den Lichtern ausfressen.

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Noch bedeutender könnte AI Picture Mode werden, der den Großteil des Alltagsinhalts optimiert: SDR. Die KI analysiert in Echtzeit, was auf dem Bildschirm passiert, und passt die Einstellungen automatisch an. Bei der Büroarbeit dämpft sie Helligkeit und Blaulichtanteil. Bei Filmen erhöht sie Kontrast und Gamma für Kino-Feeling. Im Spiel aktiviert sie einen KI-Black-Equalizer, der Gegner in dunklen Ecken sichtbarer macht. Im Hintergrund arbeitet zudem das OLED-Care-System, um Einbrenneffekte (Burn-in) proaktiv zu verhindern.

Strategischer Schachzug in gesättigtem Markt

Gigabytes Vorstoß markiert einen Branchentrend. Wo Hardware-Innovationen wie höhere Auflösungen oder Refresh-Raten an Grenzen stoßen, wird intelligente Software zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal. Der Fokus liegt nicht mehr nur auf puren Leistungsdaten, sondern auf einem ganzheitlichen Nutzererlebnis.

Die Messlatte für die Konkurrenz liegt nun hoch. Gigabyte adressiert mit der KI nicht nur Nischenprobleme, sondern den kompletten Workflow vom Spielen über Medienkonsum bis zur Arbeit. Kombiniert mit Hardware-Verbesserungen bei Haltbarkeit und Textschärfe zeigt das eine ausgereifte Produktphilosophie. Ob sich der Ansatz durchsetzt, hängt nun von zwei Faktoren: vom realen Leistungsversprechen der KI im Alltagstest und von einem wettbewerbsfähigen Preis. Verfügbarkeit und konkrete Preise will Gigabyte in den kommenden Monaten bekanntgeben.

@ boerse-global.de