Gewalt im Alter: Das verborgene Leid der Generation 60+
09.02.2026 - 18:32:12Gewalt in Paarbeziehungen macht auch vor älteren Menschen nicht halt. Experten fordern mehr Prävention, um die psychische Gesundheit der Betroffenen zu schützen. Neue Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) belegen die Dringlichkeit.
Scham und Abhängigkeit halten Betroffene stumm
Das Leid spielt sich oft im Verborgenen ab. Scham, finanzielle Abhängigkeit oder die Angst vor Einsamkeit im Alter führen dazu, dass viele Senioren schweigen. Eine europäische Studie zeigt das Ausmaß:
* Über 9 % der Frauen zwischen 60 und 74 Jahren erleben körperliche oder sexualisierte Gewalt in ihrer aktuellen Partnerschaft.
* Noch verbreiteter ist psychische Gewalt durch Demütigungen, Kontrolle oder Isolation – davon sind 17,6 % betroffen.
Die Folgen für die seelische Gesundheit sind schwerwiegend und reichen von Depressionen bis hin zu posttraumatischen Belastungsstörungen.
Soziale Kontakte als Schutzschild
Prävention beginnt im Alltag. Ein stabiles soziales Netzwerk wirkt wie ein Schutzschild. Regelmäßige Kontakte zu Familie, Freunden oder in der Nachbarschaft durchbrechen die soziale Isolation, die Täter oft gezielt herbeiführen.
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„Eine aktive Lebensgestaltung stärkt das Selbstbewusstsein und kann potenzielle Täter abschrecken“, betonen Experten. Auch Ärzte, Pflegekräfte oder Apotheker müssen für Warnsignale sensibilisiert werden, um frühzeitig helfen zu können.
Hilfsangebote stoßen an ihre Grenzen
Für Betroffene gibt es etablierte Anlaufstellen. Das bundesweite Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ bietet rund um die Uhr anonyme Beratung. Es vermittelt an Frauenhäuser oder spezialisierte Beratungsstellen.
Doch diese Systeme stoßen oft an ihre Kapazitätsgrenzen. Die Polizeiliche Kriminalprävention bietet zwar umfassende Informationen, doch der Bedarf an Unterstützung bleibt hoch. Häusliche Gewalt zählt zu den häufigsten Beratungsthemen.
Ein gesellschaftliches Tabu
Gewalt im Alter ist tief in Stereotypen und Altersdiskriminierung verwurzelt. Der jährliche World Elder Abuse Awareness Day (WEAAD) am 15. Juni soll das weltweite Bewusstsein schärfen. Er macht auf eine oft verschwiegene Realität aufmerksam.
Die seit 2015 veröffentlichten BKA-Statistiken zur Partnerschaftsgewalt liefern eine wichtige Datengrundlage. Sie zeigen: Frauen sind überproportional häufig Opfer, aber auch Männer sind betroffen. Die Bekämpfung erfordert ein gesamtgesellschaftliches Umdenken.
Was muss sich ändern?
Experten fordern stärkere Präventionsketten auf kommunaler Ebene. Dazu gehören:
* Die Schulung von Fachkräften, die regelmäßig Kontakt zu Senioren haben.
* Den Ausbau von Nachbarschaftshilfen und sozialen Treffpunkten.
* Eine bedarfsgerechte Stärkung der Hilfsangebote.
Langfristig kann nur dieses Zusammenspiel aus Aufklärung, niedrigschwelligen Angeboten und einem funktionierenden sozialen Netz die Gewaltspirale durchbrechen. Es geht um die Würde und seelische Gesundheit einer wachsenden Bevölkerungsgruppe.
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