Gehirntraining, Demenzrisiko

Gehirntraining senkt Demenzrisiko über Jahrzehnte

16.02.2026 - 07:10:11

Eine Langzeitstudie belegt, dass gezieltes Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit das Demenzrisiko langfristig reduzieren kann. Die WHO empfiehlt es als Teil der Vorsorge.

Eine Langzeitstudie zeigt: Spezielles Computertraining kann das Demenzrisiko 20 Jahre lang reduzieren. Die Ergebnisse der ACTIVE-Studie liefern neue Hoffnung für eine nicht-medikamentöse Prävention.

Forscher fanden heraus, dass ein Training der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit besonders wirksam ist. Dabei müssen Nutzer visuelle Informationen unter Zeitdruck erkennen. Schon ein sechswöchiger Kurs mit gelegentlichen Auffrischungen reicht für den langfristigen Schutz.

Was die ACTIVE-Studie so besonders macht

Die Studie startete bereits in den 1990er Jahren mit über 2.800 gesunden Senioren. Sie wurden in vier Gruppen eingeteilt: Drei absolvierten spezifisches Training für Gedächtnis, Logik oder Verarbeitungsgeschwindigkeit, eine Kontrollgruppe blieb ohne Übungen.

Nun liegen die Langzeitergebnisse vor. Sie belegen: Das adaptive Geschwindigkeitstraining am Computer zeigte die stärkste Schutzwirkung vor Demenz. Forscher der Johns Hopkins Medicine sprechen von einem bemerkenswerten Ergebnis.

Gehirnjogging ist mehr als Rätsellösen

Die Studie unterstreicht den Unterschied zwischen allgemeiner geistiger Aktivität und gezieltem Training. Während Lesen oder Kreuzworträtsel das Gehirn beschäftigen, stärken spezialisierte Programme konkrete neuronale Netzwerke.

Der Markt für Gehirntrainings-Apps wie „Lumosity“ boomt. Die wissenschaftliche Debatte über ihren Nutzen dauert jedoch an. Kritiker bemängeln, dass Verbesserungen oft nicht in den Alltag übertragbar sind. Trotzdem empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) kognitives Training als Teil einer umfassenden Demenzvorsorge.

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Training allein reicht nicht

Experten betonen: Gehirnjogging ist kein Wundermittel. Die mentale Fitness hängt vom gesamten Lebensstil ab. Die WHO nennt klare Präventionssäulen:
* Regelmäßige körperliche Bewegung
* Ausgewogene Ernährung
* Verzicht auf Rauchen
* Mäßiger Alkoholkonsum

Auch die Kontrolle von Bluthochdruck und Diabetes ist entscheidend – was dem Herzen hilft, nützt auch dem Gehirn. Soziale Kontakte gelten ebenfalls als wichtiger Schutzfaktor.

Warum diese Ergebnisse jetzt wichtig sind

Angesichts einer alternden Gesellschaft gewinnt die Prävention an Bedeutung. Die WHO rechnet damit, dass sich die Zahl der Demenzerkrankungen bis 2050 verdreifachen könnte. Eine Heilung gibt es bislang nicht.

Die Studienergebnisse stärken das Konzept der Neuroplastizität: Die Fähigkeit des Gehirns, sich ein Leben lang anzupassen und zu verbessern. Sie geben Menschen ein proaktives Werkzeug an die Hand, um selbst etwas für ihre kognitive Gesundheit zu tun.

Der Weg in die Praxis

Die vielversprechenden Daten werden die Forschung weiter antreiben. Zukünftige Studien müssen die genauen Wirkmechanismen des Geschwindigkeitstrainings entschlüsseln. Ein großes Ziel ist es, wissenschaftlich validierte Programme breit verfügbar zu machen und in die Gesundheitsvorsorge zu integrieren.

Themen wie diese stehen auch im Fokus des kommenden Kongresses für Klinische Neurowissenschaften der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie in Augsburg. Dort diskutieren Experten, wie neue Erkenntnisse für Prävention und Therapie genutzt werden können.

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