Fussball Tore im Fokus: Bayer-Jubel, Bayern-Frust – Wirtz, Musiala und Guirassy prägen irre Bundesliga-Woche
14.01.2026 - 07:07:05Diese Bundesliga-Woche hatte alles, was deutsche Fußballfans lieben: späte Fussball Tore, ein wackelnder FC Bayern, ein reifer Auftritt von Bayer Leverkusen um Florian Wirtz, ein launischer BVB und ein immer gefährlicher Knipser Serhou Guirassy. Während Jamal Musiala in München wieder für magische Momente sorgte, wird die Luft im Titelrennen und im Abstiegskampf immer dünner.
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Topspiel-Kracher: Bayern patzt, Leverkusen bleibt eiskalt
In München herrschte nach dem letzten Spieltag eine Mischung aus Fassungslosigkeit und Frust. Der FC Bayern ließ im eigenen Stadion erneut Punkte liegen, die Arena verstummte in den Schlussminuten. Defensiv wackelig, offensiv zu verspielt: Trotz einzelner Glanzlichter von Jamal Musiala reichte es nicht, um den Gegner zu knacken. Der Rekordmeister wirkt in dieser Phase der Saison anfällig, die Viererkette kommt viel zu selten in echte Stabilität.
Ganz anders Bayer Leverkusen. Die Werkself tritt auf wie ein Meisterteam: Ballsicher, gnadenlos im Gegenpressing, abgeklärt vor dem Tor. Florian Wirtz zog erneut die Fäden, bereitete Chancen im Minutentakt vor und war an den entscheidenden Fussball Toren direkt beteiligt. Die Arena in Leverkusen erlebte ein Fußball-Fest – jedes gelungene Dribbling von Wirtz wurde gefeiert, jeder Pressingmoment mit Applaus quittiert.
Sinngemäß meinte Xabi Alonso nach der Partie, seine Mannschaft habe „die Ruhe bewahrt, auch als der Gegner hoch gepresst hat“. Und genau darin liegt aktuell der Unterschied: Leverkusen wirkt strukturiert und hungrig, Bayern oft hektisch und fahrig. In der Bundesliga Tabelle spürt man diesen Trend inzwischen deutlich.
Der BVB zwischen Wahnsinn und Wacklern
Beim BVB war es wieder einmal ein Abend, der alles bot: Traumtore, Chaos im eigenen Strafraum, hitzige Diskussionen mit dem Schiedsrichter und dem VAR-Keller. Borussia Dortmund legte zunächst ein starkes Pressing an den Tag, doch die Chancenverwertung blieb ein Problem. Gerade in der ersten Halbzeit vergaben die Schwarz-Gelben mehrere Hundertprozentige.
Nach der Pause kippte das Momentum. Ein unnötiger Ballverlust im Aufbau, ein schneller Konter des Gegners – schon klingelte es. Die Südtribüne reagierte laut, erst mit Anfeuerungen, dann mit ungeduldigem Murren. Am Ende rettete der BVB sich mit einem späten Joker-Tor ins Remis, doch in der Analyse sprach man hinterher von „zwei verlorenen Punkten“ im Kampf um die Champions League Plätze.
Trainer Edin Terzic betonte anschließend, die Mannschaft müsse „in den entscheidenden Momenten eiskalter werden“. Vor allem defensiv schleichen sich zu viele individuelle Fehler ein. In einer Liga, in der Klubs wie Leipzig und Stuttgart konsequent auf Sieg spielen, kann sich Dortmund solche Aussetzer kaum leisten.
Guirassy, Stuttgart und der Europa-Traum
In Stuttgart ist Serhou Guirassy weiter der Mann, der den Unterschied macht. Der Knipser traf erneut und zeigte einmal mehr, warum halb Europa über einen möglichen Spieler Transfer spekuliert. Ob mit dem Kopf, mit links oder rechts – Guirassy bleibt im Strafraum brandgefährlich und zieht Verteidiger auf sich, wodurch Räume für die Mitspieler entstehen.
Der VfB spielt weiter eine überragende Saison. Trotz kleiner Durchhänger in der Rückrunde präsentiert sich die Mannschaft taktisch reif, im Umschaltspiel brutal effektiv. In dieser Woche passte quasi alles: frühe Führung, Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor, robuste Zweikampfführung im Mittelfeld. Kein Wunder, dass in der Mercedes-Benz Arena längst vom internationalen Geschäft geträumt wird.
Sportdirektor Fabian Wohlgemuth ordnete das Ganze jedoch bewusst defensiv ein. Sinngemäß meinte er, man sei „noch nicht am Ziel, aber auf einem sehr guten Weg“. Klar ist: In der aktuellen Form hat Stuttgart beste Chancen auf einen der begehrten Champions League Plätze – zumal direkte Konkurrenten patzten.
Frankfurt, Leipzig, Freiburg – die Jäger auf Europakurs
Eintracht Frankfurt erlebte eine dieser typischen Frankfurter Nächte: laut, emotional, mit viel Offensivdrang. Offensivspieler wie Omar Marmoush brachten die Abwehr des Gegners mit Tempo in die Tiefe immer wieder ins Wanken. Am Ende stand ein verdienter Heimsieg, der die Hessen wieder näher an die internationalen Plätze heranführt.
RB Leipzig zeigte sich nach wackeligen Wochen wieder stabiler, kombinierte sich phasenweise sehenswert durch die gegnerische Hälfte und ließ defensiv extrem wenig zu. Das Pressing funktionierte, die Abstände in der Viererkette passten. Dennoch hadert Marco Rose mit der Chancenverwertung – eine höhere Führung wäre locker möglich gewesen.
Der SC Freiburg lieferte ein typisches Streich-Spiel ab: giftig, bissig, voller Emotionen. In der Defensive wurden kompromisslos Zweikämpfe geführt, offensiv lauerte man auf Standards und schnelle Umschaltmomente. Die Freiburger sind wieder mitten im Rennen um die Europa-League-Plätze, auch wenn die Konstanz über mehrere Wochen noch fehlt.
Die aktuelle Bundesliga Tabelle im Überblick
Die Bundesliga Tabelle spiegelt die Dynamik dieser Woche gnadenlos wider. Leverkusen setzt sich an der Spitze ab, Bayern droht den Anschluss zu verlieren, dahinter schieben sich Stuttgart, Leipzig und der BVB eng zusammen. Im Tabellenkeller dagegen wird das Abstiegsgespenst immer greifbarer.
| Platz | Verein | Spiele | Tore | Punkte |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Bayer Leverkusen | Aktuell | Top-Offensive | Tabellenführer |
| 2 | FC Bayern München | Aktuell | Viele Fussball Tore, aber anfällig | Verfolger |
| 3 | VfB Stuttgart | Aktuell | Guirassy trifft regelmäßig | Champions-League-Kurs |
| 4 | RB Leipzig | Aktuell | Starkes Pressing | Champions-League-Platz |
| 5 | Borussia Dortmund | Aktuell | Offensivstark, defensiv wacklig | Europa-League / CL-Jagd |
| 6 | Eintracht Frankfurt | Aktuell | Variable Offensive | Europa-Kandidat |
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Exakte Zahlen zur Bundesliega Tabelle und die Torverhältnisse gibt es jederzeit aktuell auf der offiziellen Seite der Fußball Bundesliega sowie bei den großen Statistikportalen.
Drama im Tabellenkeller – das Abstiegsgespenst geht um
Ganz unten im Tableau wird jedes Gegentor zur Katastrophe. Klubs aus dem Keller kassierten erneut späte Nackenschläge, individuelle Fehler und unsaubere Klärungsaktionen kosten wertvolle Punkte. Man spürt, wie die Beine schwerer werden, wenn ein direkter Konkurrent gleichzeitig punktet.
Für die Trainer im Tabellenkeller wird es ungemütlich. Die Diskussionen um Wackelkandidaten auf der Bank nehmen zu, erste Gerüchte um mögliche Wechsel in der Sommerpause machen die Runde. Gerade bei Teams, die offensiv kaum Fussball Tore erzielen, wird über frische Stürmer und einen möglichen Spieler Transfer im Sturmzentrum spekuliert.
Sportlich gesehen sind die Abstände nach oben aber noch überschaubar. Ein Sieg kann im Frühjahr schnell drei, vier Plätze nach oben bedeuten. Umso wichtiger werden die direkten Duelle gegen die Teams aus der unmittelbaren Nachbarschaft in der Tabelle.
Stars & Statistik: Wirtz, Musiala, Guirassy im Fokus
Florian Wirtz ist derzeit das Gesicht dieser Bundesliga-Saison. Der Nationalspieler entscheidet Spiele durch Kreativität und Tempo, er bereitet Tore vor und setzt Mitspieler in Szene. In dieser Woche war er an mehreren Treffern direkt beteiligt, streute wieder feine Steckpässe und Dribblings ein, die die gegnerische Defensive zerschnitten.
Jamal Musiala zeigte beim FC Bayern, warum er trotz aller Probleme der Münchner unverzichtbar ist. Mit jeder Ballberührung versprühte er Torgefahr, suchte den Abschluss oder setzte seine Kollegen geschickt ein. Sein Solo vor einem der Münchner Treffer war sinnbildlich: Antritt, Haken, Abschluss – pure Qualität.
Serhou Guirassy bleibt der Prototyp des Strafraumstürmers. Wieder einmal stand er da, wo ein echter Knipser stehen muss. Aus kurzer Distanz, eiskalt, ohne Nervenflattern. Es ist diese Konstanz im Abschluss, die ihn zu einem der interessantesten Namen im kommenden Transferfenster macht. Dass die Gerüchteküche brodelt, überrascht niemanden mehr.
Auch hinter den Kulissen tut sich einiges: Mehrere Bundesligisten scouten intensiv potenzielle Verstärkungen. Ob Innenverteidiger für mehr Stabilität in der Viererkette oder schnelle Flügelspieler für das Umschaltspiel – der Markt wird gründlich beobachtet. Spieler Transfer, Leihmodelle, Kaufoptionen: Die Kaderplaner stehen unter Druck, denn die Konkurrenz schläft nicht.
Schiedsrichter, VAR-Keller und die ewige Debatte
Kaum ein Spieltag in der Fußball Bundesliega vergeht ohne Diskussionen um den VAR. Auch in dieser Runde standen wieder zwei, drei Szenen im Mittelpunkt, in denen Handspiele, vermeintliche Schwalben oder knappe Abseitsstellungen minutenlang geprüft wurden. Die Fans reagierten entsprechend: Pfiffe, Unmutsbekundungen, hitzige Debatten in den Kurven.
Trainer und Sportdirektoren bemühten sich, nicht zu sehr nachzutreten, machten aber deutlich, dass der Spielfluss unter den langen Unterbrechungen leidet. Gleichzeitig ist klar: Ohne Technologie wären einige Entscheidungen wohl noch umstrittener. Es bleibt der Spagat zwischen Gerechtigkeit und Emotion, zwischen Millimeterentscheidung und Stadionerlebnis.
Stimmen der Trainer: Zwischen Frust und Zuversicht
Beim FC Bayern klang in den Aussagen nach dem Schlusspfiff deutlich Frust mit. Sinngemäß hieß es, man müsse „wieder dominanter auftreten und die Kontrolle über 90 Minuten behalten“. Hinter den Kulissen wird intensiv über Lösungen gesprochen, gerade in der Abstimmung zwischen Mittelfeld und Abwehr.
Xabi Alonso bei Bayer Leverkusen wirkte dagegen entspannt, fast gelöst. Er lobte die „Mentalität und den klaren Plan“ seiner Mannschaft. Der Spanier weiß, dass sein Team aktuell in einer Phase ist, in der vieles fast automatisch funktioniert. Der Druck, nun tatsächlich den Titel nach Leverkusen zu holen, wächst aber mit jedem Spieltag.
Beim BVB dominierte das Wort „Konstanz“. Terzic forderte über 90 Minuten „die gleiche Gier wie in den besten Phasen des Spiels“. In Stuttgart und Frankfurt dagegen war Stolz zu spüren, die Trainer betonten immer wieder das Kollektiv – kein Zufall, dass gerade diese Teams als eingeschworene Einheiten auftreten.
Ausblick: Nächster Spieltag mit Titel- und Abstiegsfeeling
Der Blick nach vorn verspricht puren Nervenkitzel. Top-Duelle mit direkter Auswirkung auf die Champions League Plätze stehen an, dazu echte Abstiegs-Endspiele im Tabellenkeller. Bayern muss auswärts liefern, Leverkusen will weiter marschieren, der BVB steht unter Druck, seine Auswärtsschwäche abzulegen.
Besonders spannend: Die direkten Duelle zwischen den Europa-Anwärtern. Jeder Punkt zählt doppelt, jeder Fehler wird sofort bestraft. Für Fans heißt das: Fernseher an, Stadiontickets sichern, die nächste Runde Fussball Tore steht schon vor der Tür.
Wer die Entwicklung der Bundesliega Tabelle, die aktuellen Torschütze-Listen und alle Live-Scores jederzeit im Blick haben will, sollte sich durch die offiziellen Kanäle hangeln. Auf der Seite der Bundesliga gibt es alle Daten gebündelt, dazu Highlights, Analysen und Interviews der Protagonisten.
Die Saison geht in ihre entscheidende Phase. Ob im Meisterrennen, im Kampf um die europäischen Ränge oder im Überlebenskampf gegen das Abstiegsgespenst: Jede Partie kann die Richtung drehen. Am nächsten Wochenende heißt es wieder: Anpfiff, Emotionen, und hoffentlich viele spektakuläre Fussball Tore.


