Flüssigkeitsmangel, Immunabwehr

Flüssigkeitsmangel schwächt Immunabwehr im Winter

29.01.2026 - 20:30:12

Trockene Heizungsluft und reduziertes Durstgefühl schwächen die Schleimhäute und erhöhen das Infektionsrisiko. Einfache Maßnahmen wie ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Luftbefeuchtung können vorbeugen.

Trockene Heizungsluft und zu wenig Trinken machen die Schleimhäute anfällig für Viren. Experten warnen vor einem unterschätzten Risiko in der Erkältungszeit. Denn ausgetrocknete Nasen- und Rachenwege bieten Krankheitserregern ein leichtes Spiel.

Warum feuchte Schleimhäute so wichtig sind

Die Schleimhäute in Nase und Rachen sind unsere erste Abwehrlinie. Ein feuchter Film fängt Viren und Bakterien ab, winzige Flimmerhärchen transportieren sie wieder hinaus. Dieser Reinigungsmechanismus heißt mukoziliäre Clearance.

Im Winter wird dieses System doppelt attackiert: Kalte Außenluft ist trocken, Heizungsluft in Innenräumen entzieht zusätzlich Feuchtigkeit. Die Folge sind rissige, geschwächte Schleimhäute. Viren haben dann nicht nur ein leichteres Spiel einzudringen – in trockener Luft überleben sie als Aerosole auch länger und verbreiten sich besser.

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Das Problem: Bei Kälte fehlt das Durstgefühl

Unser Körper braucht auch im Winter ausreichend Flüssigkeit. Das Problem: Bei kalten Temperaturen lässt das Durstgefühl oft um bis zu 40 Prozent nach. Wir trinken also weniger, obwohl wir weiterhin Wasser verlieren – allein durch die Atemluft.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Erwachsenen rund 1,5 Liter Flüssigkeit pro Tag, idealerweise durch Wasser oder ungesüßte Tees. Bei Fieber oder Erkältungssymptomen steigt der Bedarf sogar noch.

Einfache Tricks für den Alltag

Wie schafft man es, im Winter genug zu trinken? Diese Strategien helfen:

  • Sichtbare Erinnerung: Stellen Sie sich eine Karaffe Wasser oder eine Flasche immer in Sichtweite, zum Beispiel auf den Schreibtisch.
  • Rituale schaffen: Trinken Sie zu jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser.
  • Auf Wärme setzen: Ungesüßte Kräutertees oder eine warme Brühe wärmen von innen und befeuchten die Schleimhäute.
  • Luft anfeuchten: Stellen Sie eine Schale mit Wasser auf die Heizung oder nutzen Sie einen Luftbefeuchter.

Von zuckrigen Limonaden oder Säften raten Experten als Durstlöscher ab. Sie liefern viele Kalorien, aber keinen nachhaltigen Feuchtigkeitseffekt für die Schleimhäute.

Mehr als nur ein Glas Wasser: Prävention gewinnt an Bedeutung

Ausreichend zu trinken ist keine Wunderwaffe, aber eine fundamentale Säule der Immunabwehr. Sie ergänzt andere Maßnahmen wie eine vitaminreiche Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung.

Angesichts wiederkehrender Erkältungswellen rücken solche einfachen, präventiven Schritte immer mehr in den Fokus. Die Befeuchtung der Schleimhäute – von innen durch Trinken und von außen durch angepasste Raumluft – ist eine kostengünstige und wirksame Methode, um gesund durch den Winter zu kommen.

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