Fannie, Mae

Fannie Mae Aktie: Dämpfer für Optimisten

07.01.2026 - 22:09:31

Die Fannie-Mae-Aktie verliert an Schwung, da Analysten vor einer langwierigen Privatisierung warnen und Anleger Gewinne realisieren. Die operative Stärke steht im Kontrast zum politischen Risiko.

Nach der jüngsten Euphorie um eine mögliche Privatisierung kehrt bei Fannie Mae Ernüchterung ein. Während Hedgefonds-Manager Bill Ackman auf einen baldigen Ausstieg des Staates wettet, sorgen Analystenwarnungen und Gewinnmitnahmen für Verkaufsdruck. Ist die Hoffnung auf das große Comeback im Jahr 2026 verfrüht?

Gewinnmitnahmen belasten den Kurs

Die Aktie der staatlich kontrollierten Hypothekenbank steht aktuell spürbar unter Druck und notiert im Bereich von 10,70 US-Dollar. Nach einem Rücksetzer von fast fünf Prozent am Dienstag setzt sich die Abkühlung fort. Der jüngste Kursrutsch unter die Unterstützung bei 11,00 US-Dollar signalisiert, dass Anleger nach dem aggressiven Anstieg Ende 2025 nun Gewinne mitnehmen.

Fundamental erscheint das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 6,1 und einer Marktkapitalisierung von etwa 12,4 Milliarden US-Dollar weiterhin günstig. Doch diese Bewertung spiegelt das massive politische Risiko wider: Solange das Unternehmen unter staatlicher Zwangsverwaltung steht, bleiben die Gewinne für Aktionäre weitgehend unzugänglich.

Wichtige Signale für den Anleihemarkt

Ungeachtet der volatilen Aktienkursentwicklung lieferte Fannie Mae gestern positive operative Nachrichten. Die National Association of Insurance Commissioners (NAIC) hat die Risikoeinstufungen für diverse Kreditrisiko-Transfer-Wertpapiere des Unternehmens aktualisiert. Das Ergebnis ist stark: 97 Prozent der bewerteten Papiere erhielten die Bestnote “NAIC 1”.

Zudem wurden 17 Anleihen im Vergleich zum Vorjahr heraufgestuft. Dies ist zwar kein direkter Treibstoff für den Aktienkurs, erhöht aber die Attraktivität der Fannie-Mae-Schuldtitel für Versicherungen erheblich und sichert die Liquidität des Unternehmens. Die zugrunde liegende Kreditqualität bleibt somit robust, was auch die Quartalsgewinne von über 3,9 Milliarden US-Dollar unterstreichen.

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Der Streit um den Zeitplan

Der zentrale Belastungsfaktor ist die Unsicherheit über das “Wann” und “Wie” der Reprivatisierung. Bill Ackman bekräftigte zwar Ende Dezember seine These, dass die Entlassung aus der staatlichen Obhut seine “beste Idee für 2026” sei – mit einem theoretischen Kursziel von über 34 US-Dollar.

Analysten von Wedbush Securities gießen jedoch Wasser in den Wein. Ein aktueller Report warnt vor überzogenen Erwartungen: Sollten sich die Regulierer für den langsamen Weg (“Option A”) entscheiden, bei dem Kapital ausschließlich über einbehaltene Gewinne aufgebaut wird, könnte sich der Prozess bis 2033 hinziehen. Der Markt preist derzeit das Risiko ein, dass der schnelle Börsengang (“Option C”) zugunsten dieser konservativen Variante vom Tisch fällt.

Für Anleger bleibt die Situation eine Geduldsprobe. Die Diskrepanz zwischen der hohen operativen Profitabilität und dem politischen Schwebezustand bestimmt weiterhin die Kursrichtung. Eine nachhaltige Neubewertung der Aktie hängt nun davon ab, ob in den kommenden Monaten konkrete politische Weichenstellungen für einen schnelleren Börsengang erkennbar werden.

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