Familienstress: Dauerbelastung wird für viele zur neuen Normalität
27.01.2026 - 16:30:12Der Druck im Familienalltag erreicht ein alarmierendes Niveau. Aktuelle Erhebungen zeigen: Dauerstress entwickelt sich für viele vom Ausnahmezustand zur Normalität. Eine Forsa-Umfrage bestätigt, dass 62 Prozent der Eltern häufig Stress empfinden. Zwei Drittel stellen eine Zunahme der Belastung in den letzten Jahren fest.
Die Ursachen sind vielschichtig. Eine repräsentative Umfrage für SOS-Kinderdorf ergab: Fast 90 Prozent der Jugendlichen nehmen Stress in ihrer Familie wahr. Haupttreiber sind Zukunftsängste und schulischer Leistungsdruck. Gleichzeitig spüren die Jugendlichen den beruflichen Druck ihrer Eltern.
Bei den Eltern führt vor allem die permanente Organisation des Familienlebens zur Erschöpfung. Diese unsichtbare Planungsarbeit, der sogenannte Mental Load, stellt eine enorme Dauerbelastung dar. Die Folgen reichen von Gereiztheit und Schlafstörungen bis zu psychosomatischen Beschwerden bei Kindern und Erwachsenen.
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Wann wird normaler Stress zur Krise?
Kritisch wird es, wenn die Anspannung chronisch wird und das Zuhause nicht mehr als sicherer Rückzugsort dient. Experten warnen vor einem Teufelskreis: Stress erzeugt Konflikte, die neuen Stress schaffen. Deutliche Warnsignale sind:
* Negative Interaktionen überwiegen
* Gemeinsame Zeit dient nur noch der Abarbeitung von To-do-Listen
* Kinder zeigen Konzentrationsschwierigkeiten oder sozialen Rückzug
Alarmierend: Viele Familien fühlen sich mit diesen Problemen allein. Nur eine Minderheit nimmt externe Hilfe in Anspruch.
Ausbrechen aus der Stressspirale: So kann es gelingen
Fachleute empfehlen einen mehrstufigen Ansatz. An erster Stelle stehen bewusste Wahrnehmung und offene Kommunikation. Das Konzept der gewaltfreien Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg kann helfen. Es basiert auf vier Schritten:
1. Beobachtungen ohne Bewertung äußern
2. Eigene Gefühle benennen
3. Dahinterliegende Bedürfnisse formulieren
4. Eine konkrete Bitte stellen
Ebenso zentral ist die Praxis der Achtsamkeit. Gemeinsame Rituale wie Essen ohne Ablenkung oder bewusste Spaziergänge in der Natur können den Stresspegel senken und die Beziehungen stärken.
Ein gesellschaftliches Phänomen mit individuellen Folgen
Der zunehmende Familienstress spiegelt breitere Entwicklungen wider. Die Anforderungen an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind gestiegen. Studien zeigen: Der Stresspegel von Eltern liegt deutlich über dem von Erwachsenen ohne Kinder.
Eine Untersuchung der Ohio State University bestätigt diesen Trend international. Über 60 Prozent der befragten Eltern zeigen Burnout-Symptome. Experten sehen die Lösung nicht allein in individueller Anstrengung, sondern auch in besseren Rahmenbedingungen.
Initiativen wie das Projekt „Familien unter Druck“ bieten niedrigschwellige Hilfe durch Videos und Tipps. Der wirksamste erste Schritt beginnt jedoch in der Familie selbst. Eltern, die gut für sich sorgen, sind nicht nur ausgeglichener – sie werden auch zum Vorbild im Umgang mit Belastungen.
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