Fake-Shops, Betrugswelle

Fake-Shops: Neue Betrugswelle trifft deutsche Online-Käufer

27.01.2026 - 06:03:12

Professionelle Betrüger nutzen KI für täuschend echte Fake-Shops, die seriöse Händler wie Lidl imitieren. Verbraucherzentralen aktualisieren ihre Warnlisten täglich mit neuen gefährlichen Domains.

Verbraucherschützer warnen vor einer neuen Flut professioneller Fake-Shops. Aktuelle Warnlisten füllen sich täglich mit neuen betrügerischen Webseiten, die gezielt deutsche Kunden anlocken. Die Maschen werden immer raffinierter – selbst bekannte Markennamen wie Lidl werden jetzt missbraucht.

Gefälschte Lidl-Shops locken mit unrealistischen Angeboten

Besonders perfide ist ein aktueller Fall: Betrüger schalten in sozialen Medien Werbung für extrem günstige Werkzeuge oder Küchengeräte. Die Links führen auf täuschend echte Kopien des offiziellen Lidl-Onlineshops. Organisationen wie die “Watchlist Internet” und die Verbraucherzentralen aktualisieren ihre schwarzen Listen derzeit fast stündlich. Der Trend ist klar: Fake-Shops sind auf den ersten Blick kaum noch von seriösen Händlern zu unterscheiden.

So arbeiten die neuen Betrüger

Die Kriminellen setzen nicht mehr auf plumpe Fälschungen, sondern auf detailgetreue Kopien. Ihre Shops imitieren echte Seiten inklusive gefälschter Gütesiegel und Kundenbewertungen. Ein Schwerpunkt liegt auf Werbung in sozialen Netzwerken wie TikTok, wo verlockende Angebote gezielt junge Käufer ansprechen sollen.

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Das Ministerium für Verbraucherschutz in Baden-Württemberg warnt: Künstliche Intelligenz macht es Betrügern heute einfacher denn je, überzeugende Werbevideos und Shop-Seiten zu erstellen.

Die Betrugsmasche konzentriert sich auf beliebte Produktkategorien:
* Kleidung und Möbel
* Modellbauzubehör
* Werkzeuge und Haushaltsgeräte

Das gemeinsame Merkmal: Am Ende des Bestellvorgangs bleibt oft nur die Banküberweisung als Zahlungsoption übrig. Eine Vorauskasse, die es Opfern nahezu unmöglich macht, ihr Geld zurückzufordern.

Diese Shops stehen aktuell auf der schwarzen Liste

Verbraucherschützer identifizieren täglich neue betrügerische Seiten. Die “Watchlist Internet” hat kürzlich unter anderem diese Shops als gefährlich eingestuft:
* natuerlichfutter.com
* barzubehoerhaus.com
* freedomhats.shop

Auch die Verbraucherzentralen führen eine ständig aktualisierte Warnliste mit aktuellen Einträgen wie verworkdeutschland.com und dermavitalglow.com. Doch Vorsicht: Diese Listen bieten nur eine Momentaufnahme. Sobald Betrüger enttarnt werden, wechseln sie einfach ihre Domain.

Der wirksamste Schutz: Diese vier Checks schützen Sie

Experten raten zu gesunder Skepsis und einem systematischen Check jedes unbekannten Shops. Der “Fakeshop-Finder” der Verbraucherzentralen hilft bei der automatisierten Prüfung einer Webadresse.

Diese manuellen Prüfschritte sollten Sie nie überspringen:

  1. Impressum genau lesen: Ein seriöser Shop hat ein vollständiges Impressum mit deutscher Rechtsform (z.B. GmbH), Handelsregisternummer und erreichbarer Telefonnummer. Fehlt es, ist das ein klares Warnsignal.

  2. Auf die Zahlungsart achten: Vorsicht bei reiner Vorauskasse! Seriöse Händler bieten sichere Optionen wie Kauf auf Rechnung, Lastschrift oder anerkannte Zahlungsdienstleister mit Käuferschutz.

  3. Den Preis hinterfragen: Unrealistisch niedrige Preise für begehrte Produkte sind das klassische Lockmittel. Im Zweifel immer einen Vergleich mit etablierten Händlern machen.

  4. Die Internetadresse prüfen: Passt die Domain-Endung zum angeblichen Shop-Standort? Enthält die URL seltsame Zeichenfolgen? Solche Ungereimtheiten sind Alarmzeichen.

Was tun, wenn das Geld schon weg ist?

Schnelles Handeln ist jetzt entscheidend. Kontaktieren Sie umgehend Ihre Bank oder den Zahlungsdienstleister, um eine Rückbuchung zu versuchen. Erstatten Sie außerdem unbedingt Strafanzeige bei der Polizei.

Der Wettlauf zwischen Betrügern und Verbraucherschützern geht weiter. Während Kriminelle KI für immer perfektere Fälschungen nutzen, entwickeln sich auch Schutzmechanismen wie Browser-Erweiterungen weiter. Doch der wirksamste Schutz bleibt die eigene Aufmerksamkeit.

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