EU-Strategie, Strenge

EU-Strategie: Strenge Grenzen, offene Türen für Talente

29.01.2026 - 17:15:12

Die EU-Kommission will mit strengeren Grenzkontrollen und einer neuen Visumstrategie die irreguläre Migration eindämmen und gezielt qualifizierte Arbeitskräfte anwerben.

Brüssel setzt auf einen Zwei-Säulen-Ansatz für die Migrationspolitik bis 2030. Die EU-Kommission will irreguläre Einreisen eindämmen und gleichzeitig gezielt Fachkräfte anwerben. Ein neues Visumkonzept soll Europa für globale Talente attraktiver machen.

Die umfassende Fünfjahresstrategie soll den Kurs der nächsten Jahre vorgeben. Sie baut auf dem bereits beschlossenen Migrations- und Asylpaket auf. Kern ist eine klare Botschaft: Europa will selbst entscheiden, wer unter welchen Bedingungen einreist.

Erste Säule: Druck auf Außengrenzen und Drittstaaten

Ein zentrales Ziel ist die weitere Reduzierung irregulärer Migration. Dafür plant Brüssel eine massive Ausweitung der Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern. Diese Kooperationen sind oberste Priorität.

Ein neues Instrument sind sogenannte „Mehrzweckzentren“ entlang der Hauptfluchtrouten. Ihre genaue Funktion bleibt jedoch vorerst unklar. Parallel erhöht die Kommission den Druck auf Drittstaaten, abgelehnte Asylbewerber zurückzunehmen.

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„Schnelle, wirksame und würdevolle Rückführungen sind für die Glaubwürdigkeit des gesamten Systems unerlässlich“, so die Linie aus Brüssel. Man verweist auf bereits erzielte Fortschritte bei Grenzschutz und Diplomatie.

Zweite Säule: Gezielte Offensive im globalen Talent-Wettbewerb

Gegen den Fachkräftemangel setzt die EU auf legale Zuwanderung. Die parallel verabschiedete erste EU-Visumstrategie soll Europa für qualifizierte Arbeitskräfte, Unternehmer und Geschäftsreisende attraktiver machen.

Geplant sind digitale Visumanträge und längere Gültigkeiten für vertrauenswürdige Reisende. Für Start-up-Gründer und von Unternehmen gesponserte Fachkräfte sollen die Verfahren vereinfacht werden.

Ergänzt wird dies durch den „EU Talent Pool“. Diese Plattform soll Arbeitgeber direkt mit qualifizierten Kandidaten aus Drittländern verbinden, um offene Stellen zu besetzen.

Balanceakt zwischen Sicherheit und Öffnung

Die Strategie gibt den Fahrplan für die Umsetzung des Migrationspakts vor, der bis Mitte 2026 in Kraft treten soll. Nun muss die Balance gelingen: Kann Europa die Grenzen effektiv kontrollieren und gleichzeitig die dringend benötigten Talente anziehen?

Die Umsetzung wird eine enge, oft schwierige Abstimmung mit den Mitgliedstaaten erfordern. Der Erfolg misst sich daran, ob ein System entsteht, das sicher, fair und wirtschaftlich förderlich ist.

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