EU-Gebäuderichtlinie zwingt Gewerbeimmobilien zur Sanierung
01.02.2026 - 02:43:12Für Eigentümer von Büros, Läden und Fabriken wird es ernst: Die novellierte EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) setzt sie unter massiven Sanierungsdruck. Bis Mai 2026 muss Deutschland die Vorgaben in nationales Recht umsetzen, voraussichtlich durch eine neue Version des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Das Ziel ist ein klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050.
Was die neuen Mindeststandards bedeuten
Das Herzstück der Reform sind verbindliche Mindestvorgaben für die Energieeffizienz (MEPS). Für Gewerbeimmobilien gelten härtere Regeln als für Wohnhäuser:
* Bis 2030 müssen die 16 Prozent der schlechtesten Nichtwohngebäude saniert werden.
* Bis 2033 steigt diese Quote auf 26 Prozent an.
Eigentümer müssen jetzt den energetischen Zustand ihrer Immobilien prüfen. Wer zu lange wartet, riskiert einen drastischen Wertverlust oder sogar Nutzungsverbote.
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Deutschland sucht den richtigen Weg im GEG
Wie genau die Sanierungspflichten aussehen, entscheidet Berlin in der kommenden GEG-Novelle. Die Bundesregierung muss einen Rahmen schaffen, der die EU-Vorgaben erfüllt, ohne die Wirtschaft zu überfordern. Die Immobilienbranche fordert klare Regeln und mehr Fördergeld. Auch die Einführung einheitlicher Energieausweise nach der Skala A bis G wird kommen.
Die wirtschaftliche Zwickmühle: Kosten gegen Wertverlust
Die Sanierungswelle hat massive wirtschaftliche Folgen. Auf der einen Seite stehen Milliardensummen für Investitionen. Auf der anderen Seite droht unsanierten Gebäuden der Abstieg zum „Stranded Asset“ – sie werden unverkäuflich und unvermietbar.
Doch die Modernisierung lohnt sich: Energieeffiziente Gebäude erzielen heute schon höhere Preise, haben niedrigere Betriebskosten und ein besseres Image. Die Sanierung ist also auch eine Wertsteigerung.
Warum die EU so hart bleibt
Der Druck aus Brüssel kommt nicht von ungefähr. Gebäude sind für 40 Prozent des EU-Energieverbrauchs und 36 Prozent der CO2-Emissionen verantwortlich. Ohne eine Revolution am Bau sind die Klimaziele nicht zu schaffen. Daher kommen weitere Neuerungen:
* Ab 2030 müssen alle Neubauten Nullemissionsgebäude sein (öffentliche Bauten ab 2028).
* Eine Solarpflicht für Gewerbegebäude und Neubauten wird schrittweise eingeführt.
* Der Ausbau von Ladeinfrastruktur für E-Autos wird vorangetrieben.
Jetzt handeln, sonst wird es teuer
Die Uhr tickt. Mit der Frist im Mai 2026 steigt der Druck auf die Politik, endlich ein Gesetz vorzulegen. Für Eigentümer heißt das: Jetzt aktiv werden. Wer sein Portfolio nicht auf Energieeffizienz prüft und Sanierungspläne schmiedet, könnte bald auf wertlosen Immobilien sitzen. Die kommenden Jahre werden den Markt umkrempeln – und die Gewinner stehen schon fest: die modernisierten, zukunftssicheren Gebäude.
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