EPI, Bezahl-Offensive

EPI startet europäische Bezahl-Offensive gegen Visa und Mastercard

26.01.2026 - 00:05:11

Die European Payments Initiative startet ihre paneuropäische Bezahllösung wero, um die Abhängigkeit von US-Konzernen zu verringern und die digitale Souveränität zu stärken.

Europa drängt mit einem eigenen Bezahlsystem auf mehr Unabhängigkeit von US-Konzernen. Die European Payments Initiative (EPI) bringt ihre digitale Geldbörse „wero“ schrittweise an den Start. Sie soll eine Alternative zu Visa, Mastercard und PayPal werden.

Hinter dem Vorstoß steht die Sorge vor zu großer Abhängigkeit. Fast 90 Prozent des europäischen Kartenmarktes kontrollieren die beiden US-Riesen. Das wird in Brüssel und nationalen Hauptstädten zunehmend als strategisches Risiko gesehen. Könnten US-Sanktionen den Zugang zu diesen kritischen Infrastrukturen einschränken?

„wero“: Eine Geldbörse für ganz Europa

Das Konsortium aus 16 europäischen Banken und Finanzdienstleistern hat eine klare Mission: eine paneuropäische Bezahl-Lösung schaffen. Ihr Produkt „wero“ soll zum einheitlichen Standard für alle Transaktionen werden – ob zwischen Freunden, online oder an der Ladenkasse.

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Die Einführung läuft etappenweise:
* Gestartet ist der Dienst bereits für Privat-zu-Privat-Zahlungen in Deutschland, Frankreich und Belgien.
* 2026 soll die Expansion in weitere europäische Märkte folgen.
* Als nächstes stehen die Integration in den Online-Handel und den stationären Einzelhandel an.

Die beteiligten Banken wollen die Markteinführung nun mit weiteren Investitionen von über 200 Millionen Euro beschleunigen.

Geopolitik treibt den Wunsch nach Souveränität

Der Druck, unabhängiger zu werden, ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch motiviert. Die Kontrolle über Zahlungsströme gilt als machtvolles außenpolitisches Instrument. Die EU strebt daher eine umfassendere digitale Souveränität an, von der Cloud bis zum Bezahlen.

„Die Dominanz weniger außereuropäischer Anbieter stellt eine Verwundbarkeit für unseren Binnenmarkt dar“, heißt es aus EU-Kreisen. Eine eigene Infrastruktur soll die Resilienz Europas stärken.

Österreich als aktiver Unterstützer

Auch Österreich treibt das Thema voran. Die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) betont die Bedeutung europäischer Lösungen. Eine österreichische Initiative mündete zudem in die „Erklärung zur europäischen digitalen Souveränität“, die alle 27 EU-Staaten unterzeichneten.

Die heimischen Banken prüfen derzeit einen Beitritt zur EPI. Bisher konnte keine nationale Lösung wie „eps“ die Marktmacht von Visa und Mastercard brechen.

Der harte Weg zum Durchbruch

Die größte Hürde für „wero“ ist die Akzeptanz. Verbraucher und Händler sind an die nutzerfreundlichen, etablierten Systeme gewöhnt. Das neue Angebot muss einen echten Mehrwert liefern, etwa durch:
* Niedrigere Gebühren
* Innovative Zusatzfunktionen
* Höhere Sicherheitsstandards

Parallel arbeitet die Europäische Zentralbank (EZB) am digitalen Euro. Diese digitale Zentralbankwährung soll Bargeld ergänzen und die geldpolitische Souveränität im Euroraum sichern. Eine Einführung ist aber erst gegen Ende des Jahrzehnts wahrscheinlich.

Die Etablierung eines echten europäischen Bezahlraums bleibt ein Marathon. Der politische Wille ist da – jetzt muss das Angebot im Alltag der Menschen überzeugen.

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