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Energy Drinks: Der kurze Kick mit langen Schatten

06.02.2026 - 22:09:11

Regelmäßiger Konsum von Energy Drinks kann Schlafqualität verschlechtern, Herzprobleme verursachen und möglicherweise die Hirnstruktur verändern. Experten fordern schärfere Regulierungen.

Energy Drinks können das Gehirn langfristig schädigen. Neue Studien zeigen, dass der regelmäßige Konsum zu Schlafstörungen, Herzproblemen und sogar Veränderungen der Hirnstruktur führen kann. Experten warnen eindringlich vor den Risiken, die weit über den kurzen Energieschub hinausgehen.

So tricksen Koffein & Zucker den Körper aus

Der schnelle Wachmacher-Effekt ist eine Mogelpackung. Koffein blockiert die Müdigkeitsrezeptoren im Gehirn, während der hohe Zuckergehalt einen kurzen Energieschub liefert. Zusätze wie Taurin oder Guarana sollen die Wirkung verstärken. Doch der Körper gerät in einen künstlichen Stresszustand – mit direkten Nebenwirkungen.

Akute Gefahr für Herz und Schlaf

Bereits eine Dose kann spürbare Folgen haben:
* Herzrasen und erhöhter Blutdruck
* Kopfschmerzen und Nervosität

Eine Studie der Deutschen Herzstiftung belegt messbare Veränderungen von Blutdruck und Herzrhythmus bei Jugendlichen nach nur einer Dose. Noch gravierender ist die Zerstörung des Schlafs: Eine norwegische Studie mit 53.000 Teilnehmern zeigt, dass schon ein bis drei Dosen pro Monat die Schlafqualität verschlechtern. Tägliche Konsumenten schlafen im Schnitt eine halbe Stunde weniger – ein Teufelskreis aus Müdigkeit und neuem Konsum beginnt.

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Das Gehirn zahlt den Langzeitpreis

Neurologen schlagen Alarm: Die Substanzen überwinden die Blut-Hirn-Schranke und greifen direkt ins Gehirn ein. Forschungen deuten auf mögliche Veränderungen der grauen Substanz durch chronischen Koffeinkonsum hin. Zudem zeigen Studien Zusammenhänge mit:
* Angstzuständen und Depressionen
* Einem erhöhten Risiko für vaskuläre Demenz durch Zuckerschäden an den Hirngefäßen

Warum die Politik jetzt handeln muss

Der Markt boomt, angetrieben durch gezieltes Marketing an Jugendliche. In Deutschland konsumieren bereits 35 Prozent der 14- bis 29-Jährigen mehrmals im Monat Energy Drinks. Doch die Regulierung hinkt hinterher: Während Länder wie Polen den Verkauf an Minderjährige verbieten, gibt es in Deutschland kein gesetzliches Mindestalter. Experten kritisieren die unzureichenden Warnhinweise. Die süße Maske über dem hohen Koffeingehalt verleitet zu unkontrolliertem Konsum.

Die Zukunft: Mehr Regeln, bessere Alternativen

Der Druck auf Hersteller und Behörden wächst. Künftig könnten schärfere Warnhinweise, Marketingbeschränkungen oder Altersbeschränkungen kommen. Parallel entwickeln Hersteller bereits gesündere Alternativen mit natürlichen Inhaltsstoffen und weniger Zucker. Die nachhaltige Lösung liegt jedoch woanders: in ausreichend Schlaf, einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßiger Bewegung – statt in der riskanten Dose.

@ boerse-global.de