Emotionales Essen: Psychologie hinter dem Griff zur Schokolade
05.02.2026 - 02:10:11Stress oder Langeweile führen oft direkt zur Chipstüte. Dieses emotionale Essen ist eine weit verbreitete Bewältigungsstrategie. Experten sehen darin eine erlernte Reaktion, um unangenehme Gefühle kurzfristig zu regulieren. Die gute Nachricht: Es gibt wirksame Wege, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
Woher kommt der plötzliche Heißhunger?
Emotionaler Hunger unterscheidet sich klar von körperlichem. Er kommt plötzlich und verlangt nach etwas Bestimmtem – oft Süßem oder Fettigem. Dahinter stecken Gefühle wie Stress, Frust oder Einsamkeit. Das Essen dient dann als Ablenkung oder soll eine innere Leere füllen.
Die Biologie spielt mit: Stresshormone wie Cortisol können den Appetit anregen. Zucker und Fett aktivieren das Belohnungszentrum im Gehirn und sorgen für ein kurzes Glücksgefühl. Dieses Muster wird oft schon in der Kindheit geprägt. Der erste Schritt zur Veränderung ist, diese eigenen Mechanismen zu erkennen.
Achtsamkeit: Die Pause zwischen Gefühl und Reaktion
Ein zentraler Ansatz ist die Praxis der Achtsamkeit. Sie hilft, die eigenen Körpersignale wieder bewusst wahrzunehmen. Das Konzept des intuitiven Essens geht noch weiter: Es plädiert dafür, Diät-Regeln abzulegen und stattdessen auf das Körpergefühl zu hören.
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- Frage stellen: In dem Moment des Verlangens hilft eine einfache Frage: „Bin ich wirklich hungrig – oder will ich ein Gefühl betäuben?“
- Tagebuch führen: Notieren, was man isst und welche Emotionen dabei auftreten, kann wiederkehrende Muster aufdecken.
- Neutralität üben: Lebensmittel nicht in „gut“ und „schlecht“ einteilen, sondern einen erlaubenden Umgang fördern.
Neue Wege finden, um mit Stress umzugehen
Der Schlüssel liegt darin, alternative Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Das Ziel ist ein Repertoire an Verhaltensweisen, auf die man in emotionalen Momenten zurückgreifen kann – statt zur Schokolade.
- Bewegung an der frischen Luft
- Ein Telefonat mit einem Freund
- Musik hören oder ein entspannendes Bad
- Atemübungen oder progressive Muskelentspannung
Jeder muss hier seine persönlichen wirksamen Methoden finden.
Wann sollte man sich professionelle Hilfe holen?
Nicht jedes emotional Essen ist besorgniserregend. Bei manchen Menschen kann es jedoch auf eine tieferliegende Belastung hindeuten. Warnsignale sind:
* Regelmäßige Essanfälle mit Kontrollverlust
* Das Verschlingen großer Mengen in kurzer Zeit
* Starke Schuld- und Schamgefühle danach
In solchen Fällen kann eine Binge-Eating-Störung vorliegen. Dann ist der Gang zum Hausarzt, zu einer Beratungsstelle oder einem auf Essstörungen spezialisierten Therapeuten ratsam. Eine Therapie kann helfen, die zugrundeliegenden Probleme zu bearbeiten.


