Eltern-Burnout, Familie

Eltern-Burnout: Jede zweite Familie fühlt sich ausgebrannt

09.02.2026 - 03:31:12

Repräsentative Umfragen zeigen, dass sich die Mehrheit der Eltern dauerhaft erschöpft und ausgebrannt fühlt. Experten fordern strukturelle Lösungen und einen Abschied vom Perfektionsideal.

Eine Welle der Erschöpfung erfasst Deutschlands Familien. Aktuelle Studien der Krankenkassen zeigen: Ein Großteil der Eltern fühlt sich dauerhaft gestresst und ausgebrannt. Experten fordern dringend wirksame Gegenstrategien.

Alarmierende Zahlen belegen den Dauerstress

Die Belastung hat ein kritisches Niveau erreicht. Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage für die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) fühlen sich 62 Prozent der Eltern mit minderjährigen Kindern häufig oder sehr häufig gestresst. Fast 70 Prozent berichten von Erschöpfungszuständen, die sie selbst als „Ausgebranntsein“ beschreiben.

Der Stressreport der Techniker Krankenkasse (TK) untermauert dieses Bild: Rund 88 Prozent der betroffenen Eltern fühlen sich stark oder sehr stark belastet. Zwei Drittel geben an, dass der Druck in den vergangenen Jahren noch zugenommen hat.

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Was hinter dem Syndrom steckt

Eltern-Burnout ist mehr als vorübergehende Müdigkeit. Experten definieren es durch drei Kernsymptome:
* Eine überwältigende körperliche und emotionale Erschöpfung
* Eine wachsende emotionale Distanz zu den eigenen Kindern
* Das Gefühl, in der Elternrolle nicht mehr wirksam zu sein

Hauptgründe sind die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, aber auch gesellschaftliche Themen wie die politische Lage, der Klimawandel und finanzielle Sorgen. Ein hoher eigener Anspruch und mangelnde soziale Unterstützung verstärken das Problem.

So können sich Eltern schützen

Experten empfehlen eine Kombination aus Verhaltensänderungen und dem Aufbau von Unterstützung. Entscheidend ist der Abschied vom Ideal der „perfekten“ Elternschaft. Ebenso wichtig:
* Bewusste Zeit für sich selbst einplanen
* Aktive Unterstützung von Partner, Freunden oder Familie einfordern
* Niedrigschwellige Hilfsangebote nutzen

Viele Krankenkassen bieten Präventionskurse an. Portale wie der „Familienlotse“ in Nordrhein-Westfalen helfen bei der Suche nach passender Unterstützung.

System versagt vor der Realität

Die Ursachen sind tief in gesellschaftlichen Strukturen verankert. Die ständige Anforderung, Kindererziehung, Beruf und Haushalt zu managen, führt zu einer enormen Mental Load.

Organisationen wie das Müttergenesungswerk berichten von einem Bedarf, der die Kapazitäten bei weitem übersteigt. Geschäftsführerin Rebekka Rupprecht beziffert den Bedarf auf rund 24 Prozent der Mütter – das entspricht etwa zwei Millionen Menschen.

Braucht es eine gesellschaftliche Kehrtwende?

Der Ruf nach strukturellen Lösungen wird lauter. Experten fordern:
* Den Ausbau flexibler Arbeitsmodelle
* Eine verlässliche und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung
* Einfacheren Zugang zu Beratungs- und Hilfsangeboten

Die Bundesregierung hat Investitionen in Mutter-Kind-Kliniken angekündigt. Doch reicht das? Langfristig, so die Einschätzung, kann die Prävention nur gelingen, wenn sie als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden wird.

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