Electro, Optic

Electro Optic Systems Aktie: Atempause nach Rekordlauf

09.01.2026 - 17:00:34

Die Aktie des Rüstungskonzerns gibt nach einem historischen Anstieg nach. Der hohe Auftragsbestand steht einer aktuellen Unprofitabilität gegenüber.

Nach einer spektakulären Kursexplosion von 650 Prozent innerhalb der letzten zwölf Monate legt die Aktie des australischen Rüstungsunternehmens den Rückwärtsgang ein. Der Kurs ist von seinen Höchstständen über 10,00 Australischen Dollar (AUD) zurückgefallen und notiert aktuell bei rund 9,45 AUD. Angesichts dieser massiven Rallye stehen Anleger vor der Entscheidung: Ist das der Beginn einer größeren Korrektur oder nur eine gesunde Konsolidierung vor dem nächsten Schub?

Gewinnmitnahmen belasten den Kurs

In den vergangenen Handelstagen verlor das Papier rund 2,3 Prozent und gehörte damit zu den schwächeren Werten an der ASX. Nachdem die Aktie Anfang der Woche noch am Allzeithoch kratzte, setzten im Zuge einer allgemeinen Branchenschwäche Verkäufe ein.

Auffällig ist die hohe Volatilität. Der Kurs schwankte zuletzt stark zwischen 9,32 und 10,14 AUD. Mit einem Beta-Faktor von 2,37 reagiert der Titel deutlich empfindlicher als der Gesamtmarkt, was die Nervosität der Investoren nach dem parabolischen Anstieg des Jahres 2025 verdeutlicht.

Uneinigkeit bei der Bewertung

Die Ansichten der Analysten über den fairen Wert gehen weit auseinander:

  • Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 8,26 AUD, also unter dem aktuellen Niveau.
  • Die Schätzungen variieren extrem zwischen 3,54 AUD und 12,44 AUD.
  • Optimisten wie Canaccord Genuity stuften die Aktie im Dezember 2025 auf “Buy” mit einem Ziel von 10,00 AUD hoch.

Das Unternehmen wird derzeit mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,87 Milliarden AUD bewertet.

Auftragsbuch hat sich verdreifacht

Fundamental wird die Bewertung durch eine massive Ausweitung des Auftragsbestands gestützt. Dieser hat sich von 136 Millionen AUD Ende 2024 auf mittlerweile über 400 Millionen AUD fast verdreifacht. Verantwortlich dafür waren mehrere Großaufträge im Dezember 2025:

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Electro Optic Systems Holdings?

  • Ein Laser-Vertrag mit Südkorea über 80 Millionen US-Dollar.
  • Ein Auftrag von General Dynamics Land Systems über 22 Millionen US-Dollar.
  • Ein Vertrag zur Unterstützung eines Programms der US-Armee über 33 Millionen AUD.

Besonders der Deal mit Südkorea gilt als Meilenstein für das 100-Kilowatt-Hochenergielasersystem “Apollo” und könnte Türen zu weiteren asiatischen Märkten öffnen.

Profitabilität als größte Hürde

Trotz der vollen Bücher schreibt Electro Optic Systems derzeit noch rote Zahlen. Einem Umsatz von 115 Millionen AUD stand zuletzt ein Verlust von rund 68 Millionen AUD gegenüber. Das geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) für die Zukunft liegt bei extrem hohen 833.

Um diese Bewertung zu rechtfertigen, muss das Unternehmen laut Analysten ein jährliches Umsatzwachstum von rund 30 Prozent liefern. Der Fokus liegt nun vollständig auf der Umsetzung: Der hohe Auftragsbestand muss effizient in profitable Einnahmen umgewandelt werden.

Zahlen im März entscheidend

Der aktuelle Kursrückgang wirkt angesichts der massiven Bewertungsausweitung im Vorjahr eher wie eine technische Bereinigung als wie ein fundamentales Warnsignal. Klarheit über die operative Effizienz wird das nächste Finanzupdate Anfang März 2026 bringen. Dort muss das Management beweisen, dass die neuen Verträge auch die Margen verbessern.

Anzeige

Electro Optic Systems Holdings-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Electro Optic Systems Holdings-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Electro Optic Systems Holdings-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Electro Optic Systems Holdings-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Electro Optic Systems Holdings: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de