Düsseldorf setzt auf Erbbaurecht gegen Wohnungsnot
06.02.2026 - 17:06:12Die Stadt Düsseldorf bekämpft die Wohnungsknappheit mit einer neuen Bodenpolitik. Statt Grundstücke teuer zu verkaufen, vergibt sie sie im Erbbaurecht oder nach sozialen Kriterien. Ziel ist mehr bezahlbarer Wohnraum.
Wie viele deutsche Großstädte leidet Düsseldorf unter extrem hohen Immobilienpreisen. Aktuell kostet ein Quadratmeter Wohnung im Schnitt über 5.200 Euro. Die Stadt reagiert nun mit schärferen Instrumenten: Sie will die Kontrolle behalten und gezielt günstige Mieten fördern.
Erbbaurecht senkt die Einstiegskosten
Das Herzstück der Strategie ist das Erbbaurecht. Die Stadt verkauft ihre Flächen nicht, sondern verpachtet sie für bis zu 99 Jahre. Bauherren sparen sich den teuren Grundstückskauf und zahlen stattdessen einen jährlichen Erbbauzins.
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Im Gegenzug kann Düsseldorf die Nutzung der Flächen steuern. Auf städtischen Liegenschaften sollen künftig mindestens 60 Prozent öffentlich geförderte Wohnungen entstehen. Der Rest ist für innovative Konzepte wie Senioren-WGs oder Baugruppen reserviert.
Konzeptvergabe: Das beste Angebot gewinnt
Beim zweiten Instrument, der Konzeptvergabe, zählt nicht der höchste Preis. Den Zuschlag erhält, wer das überzeugendste Gesamtpaket aus Architektur, Sozialverträglichkeit und Energieeffizienz vorlegt.
Dieses Verfahren begünstigt besonders Genossenschaften und private Baugruppen. Die Düsseldorfer Wohnungsgenossenschaft (DWG) nutzt es bereits für Projekte in Bilk und Düsseltal. Die Stadt verspricht sich davon höhere Qualität und bessere soziale Durchmischung.
Kritik und eine zentrale Hürde
Die neue Politik spaltet die Akteure. Mieterverbände begrüßen den Fokus auf bezahlbaren Wohnraum. Teile der Immobilienwirtschaft warnen dagegen vor einer Vernachlässigung des freifinanzierten Baus.
Die größte Herausforderung bleibt jedoch das knappe Bauland. Daher schreibt das Düsseldorfer Baulandmodell vor: Bei jedem privaten Vorhaben, das durch einen neuen Bebauungsplan ermöglicht wird, müssen mindestens 50 Prozent der Fläche dem öffentlich geförderten Wohnbau vorbehalten sein.
Ein Trend mit Vorbildern
Düsseldorf geht diesen Weg nicht allein. Städte wie Hamburg und München setzen bereits auf ähnliche Modelle. Experten sehen im Erbbaurecht ein lange unterschätztes Instrument gegen Bodenspekulation.
Die aktuell stabileren Zinsen könnten den Ansatz zusätzlich attraktiv machen. Für Bauträger reduziert das Erbbaurecht den Eigenkapitalbedarf – ein Vorteil in Zeiten hoher Baukosten.
Mit ihrer „Wohnungsbauoffensive 2030“ will die Stadt das Potenzial für bis zu 8.000 neue Wohnungen heben. Ob die Strategie die Preisspirale wirklich bremst, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
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