Trendindikator, Wohnungspreise

Dr. Klein Trendindikator: Wohnungspreise in Süden leicht gesunken

30.01.2026 - 02:09:12

Der deutsche Immobilienmarkt zeigt sich gespalten: Während Preise in München, Stuttgart und Frankfurt leicht sinken, verzeichnen andere Städte wie Dortmund Zuwächse. Experten erwarten 2026 eine Stabilisierung auf hohem Niveau.

Frankfurt, Stuttgart und München verzeichneten zuletzt leichte Preisrückgänge für Eigentumswohnungen. Das zeigt der aktuelle Dr. Klein Trendindikator für das vierte Quartal 2025. Die Daten basieren auf Transaktionen der Europace-Plattform.

Leichte Entspannung auf hohem Niveau

In den teuren Süden zog etwas kühlere Luft: Der Preisindex für Eigentumswohnungen gab im Vergleich zum Vorquartal leicht nach.
* Frankfurt am Main: -1,19 Prozent
* Stuttgart: -0,66 Prozent
* München: -0,5 Prozent

Von einer nachhaltigen Entspannung kann jedoch keine Rede sein. Die Preise verharren auf sehr hohem Niveau. Experten sehen in den Minuszeichen eher eine Stabilisierung nach den starken Steigerungen der Vorjahre. Die fundamentale Knappheit an Wohnraum in diesen Wirtschaftszentren bleibt bestehen.

Deutschland: Ein gespaltener Markt

Während es im Süden abkühlte, zeigten andere Regionen eine überraschende Dynamik. In Dortmund etwa stieg der Preisindex für Häuser um 1,16 und für Wohnungen sogar um 1,56 Prozent. Selbst energetisch schwache Bestandsimmobilien wurden dort wieder stärker nachgefragt.

Anzeige

Viele Mieterhöhungen scheitern an fehlenden Vergleichswerten – und das kann Vermieter teuer zu stehen kommen, gerade bei regional so unterschiedlichen Preisentwicklungen. Der kostenlose Mietspiegel-Report 2025 liefert in wenigen Minuten die relevanten Vergleichsmieten für Ihre Stadt, rechtssichere Begründungshilfen und Musterformulierungen, mit denen Sie eine Mieterhöhung sauber begründen können. Ideal für Vermieter, die sich jetzt auf moderate Marktbewegungen vorbereiten wollen. Jetzt Mietspiegel-Report 2025 anfordern

Diese Gegensätze machen pauschale Urteile über „den“ deutschen Immobilienmarkt unmöglich. Lokale Wirtschaftskraft, Demografie und vor allem der energetische Zustand einer Immobilie entscheiden zunehmend über ihren Wert. Spezielle Sanierungsförderungen mancher Banken befeuern die Nachfrage nach renovierungsbedürftigen Objekten in einigen Städten neu.

Stabilisiertes Zinsumfeld stützt den Markt

Die aktuelle Phase findet vor einem stabilisierten, aber historisch höheren Zinsniveau statt. Nach den Turbulenzen der Vorjahre gibt das den Käufern mehr Planungssicherheit. Finanzierungsexperten rechnen im ersten Halbjahr 2026 mit Bauzinsen zwischen 3,1 und 3,7 Prozent.

Der Neubau bleibt eine Baustelle: Hohe Kosten und fehlende Kapazitäten lassen das Angebot weiter hinter der Nachfrage zurückfallen. Diese Knappheit stützt die Preise für Bestandsimmobilien – besonders in Top-Lagen. Die Energieeffizienz ist dabei zum entscheidenden Werttreiber geworden.

Was kommt 2026?

Die meisten Marktbeobachter prognostizieren für 2026 eine Fortsetzung der Stabilisierung mit moderaten Preissteigerungen. Diese könnten leicht über der Inflationsrate liegen. Die Hoffnung auf signifikant fallende Preise dürfte sich nicht erfüllen.

Die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden bleibt voraussichtlich robust. Die leichte Abkühlung in München, Stuttgart und Frankfurt könnte sich schon mit der Frühjahrsbelebung als vorübergehend erweisen. Kaufinteressenten sollten die Phase genau beobachten, aber nicht auf den großen Knall hoffen.

Anzeige

PS: Die eine Tabelle, die Vermieter vor Ärger bewahrt – der kostenlose Mietspiegel-Report zeigt Vergleichsmieten auf einen Blick und liefert praxiserprobte Formulierungen, die von Experten empfohlen werden. Nutzen Sie die kompakte Übersicht, um Marktpreise zu prüfen, Mieterhöhungen rechtssicher vorzubereiten oder Ihre Vermietungsstrategie zu validieren. Sofortiger Download per E‑Mail, gratis. Jetzt kostenlosen Mietspiegel-Report herunterladen

@ boerse-global.de