DKB-Kunden, Visier

DKB-Kunden im Visier akuter Phishing-Welle

31.01.2026 - 02:43:12

Eine neue Betrugswelle zielt mit dringlichen E-Mails auf Kunden der Deutschen Kreditbank. Die Täter nutzen psychologischen Druck und gefälschte Login-Seiten, um Zugangsdaten zu stehlen.

Eine akute Phishing-Welle zielt derzeit auf Kunden der Deutschen Kreditbank (DKB). Betrüger versenden dringliche E-Mails, die mit einer Kontosperrung drohen, sollten Nutzer nicht sofort handeln. Verbraucherschützer warnen eindringlich vor der Masche.

Die Nachrichten tragen den Betreff „Wichtige Sicherheitsaktualisierung für Ihr DKB-Konto“ und setzen eine Frist für heute, den 31. Januar 2026. Als Grund werden neue „deutsche Verifizierungsrichtlinien“ genannt, die ein sofortiges Update in „weniger als 3 Minuten“ erfordern sollen. Die DKB weist regelmäßig darauf hin, Kunden niemals per E-Mail zur Eingabe sensibler Daten aufzufordern.

So funktioniert der Betrug

Die Täter erzeugen gezielt psychologischen Druck. Die Kombination aus knapper Frist und der Androhung einer Kontosperrung soll die natürliche Vorsicht der Nutzer aushebeln. Klickt ein Opfer auf den Link in der Mail, landet es auf einer gefälschten DKB-Website. Dort abgefragte Zugangsdaten, Passwörter oder TANs gelangen direkt in die Hände der Kriminellen.

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Klare Warnsignale erkennen

Trotz professioneller Aufmachung verrät sich die Phishing-Mail durch mehrere Merkmale:
* Falscher Absender: Die Absenderadresse stammt nicht von der offiziellen DKB-Domain.
* Drohkulisse: Die Androhung einer Sperrung mit ultimativer Frist ist eine klassische Panikmache.
* Unübliche Aufforderung: Banken bitten Kunden nie per E-Mail-Link, sicherheitsrelevante Updates durchzuführen.
* Fehlende Logos: Manchmal fehlt das offizielle DKB-Logo oder es wirkt fehlerhaft.

Generell gilt: Bei unerwarteten, dringlichen Mails von der eigenen Bank ist höchste Vorsicht geboten.

Das sollten betroffene Kunden tun

Wer eine solche Mail erhalten hat, sollte auf keinen Fall den Link anklicken oder antworten. Verbraucherschützer raten, die Nachricht umgehend zu löschen.

  • Zur Sicherheit einloggen: Prüfen Sie Ihr Konto ausschließlich über die offizielle DKB-Website oder App – manuell eingegeben.
  • Bei Datenpreisgabe sofort handeln: Wurden Daten eingegeben, müssen der Online-Zugang und alle Karten sofort über den Sperr-Notruf gesperrt werden.
  • Anzeige erstatten: Melden Sie den Vorfall bei der Polizei. Dies ist oft Voraussetzung für eine mögliche Schadensersatz.
  • Bank informieren: Verdächtige E-Mails können an phishingverdacht@dkb.de gemeldet werden.

Immer professionellere Angriffe

Die aktuelle Welle ist Teil eines anhaltenden Trends. Cyberkriminelle verfeinern ihre Methoden ständig und nutzen neben E-Mails auch gefälschte SMS (Smishing) oder Anrufe (Vishing). Experten warnen, dass der Einsatz Künstlicher Intelligenz künftig noch personalisiertere und täuschend echte Betrugs-Nachrichten ermöglichen wird.

Die wirksamste Waffe der Kunden bleibt eine grundlegende Skepsis. Der konsequente Griff zur offiziellen App oder der manuell eingegebenen Webadresse schützt besser als jede Sicherheitswarnung.

@ boerse-global.de