Digitales Ursprungszeugnis beschleunigt Deutschlands Exporte
06.02.2026 - 16:33:12Seit dem bundesweiten Start im September hat das volldigitale Ursprungszeugnis (dUZ) den deutschen Außenhandel revolutioniert. Das System ersetzt endgültig Papierdokumente und verkürzt so die Abwicklung internationaler Geschäfte erheblich. Für die exportstarke deutsche Wirtschaft ist das ein Quantensprung in Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit.
Vom Papierkrieg zum Mausklick
Bisher war das Verfahren halbdigital: Anträge stellten Unternehmen zwar online bei ihrer Industrie- und Handelskammer (IHK), die finalen Ursprungszeugnisse mussten aber auf spezielle Formulare gedruckt und per Post verschickt werden. Dieser letzte Medienbruch ist nun Geschichte. Seit dem 15. September 2025 erhalten Exporteure das Dokument als fälschungssicheres und rechtssicheres PDF direkt aus dem Portal ihrer IHK.
Die IHKs stellen in Deutschland jährlich über eine Million dieser für den internationalen Warenverkehr essenziellen Nachweise aus. Die vollständige Digitalisierung durch die IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung (IHK GfI) markiert damit einen Meilenstein. „Das dUZ ist eine der ersten vollständig digitalen öffentlichen Urkunden hierzulande“, erklärt ein Projektbeteiligter.
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Mehr Sicherheit, weniger Aufwand
Die Vorteile für die Unternehmen sind konkret und vielfältig. Der Wegfall von Druck, Papier und Postlaufzeiten spart Zeit und Kosten. Dokumente lassen sich per E-Mail an Geschäftspartner, Banken oder Zollbehörden weltweit versenden.
Gleichzeitig steigt die Sicherheit. Jedes dUZ erhält eine eindeutige Seriennummer, eine digitale Signatur und einen Verifizierungscode. Empfänger können die Echtheit des Dokuments damit in Echtzeit online prüfen. Das erschwert Fälschungen erheblich und stärkt das Vertrauen in komplexe Lieferketten.
Pilotunternehmen wie der Lkw-Hersteller MAN bestätigen die positiven Effekte. Für sie ist die Einführung eine Win-win-win-Situation für IHKs, Hersteller und Kunden.
Internationale Akzeptanz als Schlüssel
Die entscheidende Frage für den Erfolg lautet: Akzeptieren auch die Zielländer das digitale Dokument? Die IHK-Organisation arbeitet hier eng mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zusammen, um die Anerkennung weltweit voranzutreiben.
Die Chancen stehen gut, denn das System basiert auf den internationalen Vorgaben der überarbeiteten Kyoto-Konvention der Weltzollorganisation (WCO). Eine breite Akzeptanz würde den digitalen Austausch von Handelsdokumenten global befeuern.
Signal für den digitalen Wirtschaftsstandort
Die erfolgreiche Etablierung des dUZ ist mehr als eine technische Neuerung. Sie ist ein starkes Signal für die Digitalisierung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier spricht von einem „Meilenstein auf dem Weg zu mehr Effizienz im internationalen Handel“.
Die Erfahrungen dürften nun den Weg für die Digitalisierung weiterer Handelsdokumente ebnen. Die Vision ist ein vollständig digital vernetzter Außenhandel – ein klarer Wettbewerbsvorteil für die deutsche Exportwirtschaft in einer globalisierten Welt.
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