Digital Door Opener: Peine schult Freiwillige als digitale Lotsen für Senioren
04.02.2026 - 21:30:12Peine startet ein kostenloses Mentoren-Programm, um älteren Menschen den Weg in die digitale Welt zu ebnen und soziale Teilhabe zu sichern.
Der Landkreis Peine ergreift eine bundesweit beachtete Initiative gegen die digitale Spaltung der Gesellschaft. Ab März 2026 qualifiziert das Projekt „Digital Door Opener“ Freiwillige zu digitalen Mentoren. Diese sollen Seniorinnen und Senioren ab 60 Jahren im Umgang mit Smartphone, Online-Banking und Behördenportalen unterstützen. Das Ziel ist klar: Digitale Teilhabe für alle Generationen und der Abbau von Technikängsten.
Vom Interessierten zum zertifizierten Mentor
Das Herzstück des Projekts ist ein umfangreiches Schulungsprogramm. Gesucht werden technikaffine Menschen, die sich in Nachbarschaftshilfen, Seniorenkreisen oder anderen sozialen Einrichtungen engagieren wollen oder bereits engagieren. Vorkenntnisse sind willkommen, aber keine Bedingung – auch wer selbst noch unsicher im Digitalen ist, kann sich zum Mentor ausbilden lassen.
Die ausgewählten Freiwilligen durchlaufen einen kostenlosen 40-stündigen Kurs. Dieser stärkt nicht nur das technische Know-how, sondern schult auch die Kommunikationsfähigkeit und Medienkompetenz. Nach bestandener Prüfung erhalten die Absolventen ein Zertifikat als offizieller „Digital Door Opener“. Als solche stehen sie Senioren dann direkt zur Seite, bauen Ängste ab und fördern einen kritischen Umgang mit digitalen Inhalten.
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Praxis-Curriculum: Vom Smartphone bis zur KI
Das Schulungskonzept ist stark an der Lebenswirklichkeit älterer Menschen ausgerichtet. Der Fokus liegt auf praxisnahem Wissen: die Grundfunktionen von Smartphones und Tablets, Apps für Gesundheit und Mobilität, sicheres Online-Banking sowie die Nutzung digitaler Verwaltungsportale.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Sicherheit und kritischem Denken. Die Mentoren lernen, wie sie Senioren zu Themen wie Datenschutz und der Bewertung von Online-Informationen beraten können. Dazu gehört gezieltes Training zur Erkennung von „Fake News“ und automatisierter Desinformation. Sogar die Grundlagen und Alltagsanwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) stehen auf dem Lehrplan – eine zukunftsweisende Komponente, um für alle Fragen gewappnet zu sein.
Mehr als Technik: Sozialer Zusammenhalt als Ziel
Das übergeordnete Ziel des Projekts ist die Stärkung der sozialen und demokratischen Teilhabe. Immer mehr Dienstleistungen, Kommunikation und Informationen verlagern sich ins Internet. Wer hier nicht mithalten kann, riskiert soziale Isolation. Der „Digital Door Opener“ setzt genau hier an und baut ein unterstützendes, menschliches Netzwerk auf.
Durch den Erwerb digitaler Fähigkeiten können Senioren länger selbstständig bleiben und leichter Zugang zu wichtigen Services wie Telemedizin erhalten. Das Programm will nicht nur Technik vermitteln, sondern vor allem Vertrauen schaffen und die Scheu vor digitalen Geräten nehmen. Es ist ein aktiver Beitrag zur Prävention von digitaler Ausgrenzung.
Modell mit Vorbildcharakter
Die Peiner Initiative spiegelt eine wachsende Erkenntnis wider: Digitale Kompetenz ist ein Schlüsselfaktor für Lebensqualität und Gesundheit im Alter. Studien zeigen, dass digitale Teilhabe Einsamkeit und Isolation entgegenwirken kann. Erfolgreiche Modelle setzen dabei oft auf den Ansatz des 1:1-Mentorings durch geschulte Freiwillige – genau den Weg, den Peine nun geht.
Gefördert wird das Projekt von der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, was seine Bedeutung für die gesellschaftliche Teilhabe unterstreicht. Es verbindet generationenübergreifenden Austausch mit nachhaltiger Wissensvermittlung.
Der erste Schulungsdurchgang startet im März. Sobald die ersten Mentoren zertifiziert sind, beginnen sie mit der aktiven Unterstützung in Seniorengruppen und im Einzelkontakt. Weitere Informationen zum Projekt und zu Mitmachmöglichkeiten gibt es bei der Kreisvolkshochschule Peine.
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