Aktien New York: Dow stabilisiert sich - S&P 500 setzt Rekordkurs fort
12.01.2026 - 20:14:30Zunächst hatte der sich weiter zuspitzende Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchef Jerome Powell für etwas Belastung gesorgt. Zudem hatte sich Trump auf die großen Kreditkartenanbieter eingeschossen und ihnen wegen ihrer Zinspraktiken gedroht.
Der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 notierte zuletzt um 0,1 Prozent höher bei 49.528 Punkten. Der marktbreite S&P 500 US78378X1072 gewann 0,2 Prozent auf 6.978 Punkte und erreichte damit ein weiteres Rekordhoch. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Nasdaq 100 US6311011026 um 0,2 Prozent auf 25.818 Zähler.
Die Papiere der Kreditkartenanbieter Visa US92826C8394, Mastercard US57636Q1040 und American Express US0258161092 büßten zwischen 1,5 und 4,0 Prozent ein. US-Präsident Trump fordert eine einjährige Obergrenze für Kreditkartenzinsen. Laut dem Analysten Matt Britzman von Hargreaves Lansdown GB00B1VZ0M25 würde dies die grundlegenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Branche auf den Kopf stellen.
Von der Angelegenheit in Mitleidenschaft gezogen wurden auch Papiere aus der Bankenbranche, bei der die Anleger auch gespannt auf die in dieser Woche beginnende Berichtssaison warten. Titel der US-Bank JPMorgan US46625H1005, die am Dienstag den Zahlenreigen eröffnet, fielen um 2,0 Prozent, jene der Citigroup US1729674242 um 3,4 Prozent.
Positiv fielen dagegen die Aktien von Walmart US9311421039 auf, die an der Dow-Spitze um 3,6 Prozent zulegten. Die Aktie des Handelskonzerns steigt demnächst auch in den technologiewertelastigen Leitindex Nasdaq 100 auf. Außerdem kooperiert der Konzern mit dem Google US02079K1079-Mutterkonzern Alphabet US02079K3059, um KI-gestütztes Einkaufen anzubieten.
Die Aussicht auf einen KI-Deal mit Apple US0378331005 hievte die Alphabet-Papiere auf ein weiteres Rekordhoch und erstmals über die Marke von 4 Billionen US-Dollar. Zuletzt notierten die Anteilsscheine der Google-Muttergesellschaft 0,5 Prozent im Plus und damit wieder unter der 4-Billionen-Marke. Apples verbesserte Sprachassistentin Siri soll künftig von der KI-Technologie Gemini von Google gesteuert werden.
In der Bieterschlacht um das Hollywood-Urgestein Warner Brothers US9344231041 zieht der Konkurrent Paramount US69932A2042 vor Gericht. In einer Klage fordert Paramount von Warner vor allem mehr Informationen zur Entscheidung des Managements, das Gebot des Streaming-Riesen Netflix US64110L1061 vorzuziehen. Netflix will für rund 83 Milliarden Dollar lediglich das Studio- und Streaming-Geschäft übernehmen. Paramount bietet 108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern. Das Management von Warner sprach sich für das Netflix-Angebot aus, das letzte Wort haben aber die Anteilseigner. Die Warner-Aktien verloren zuletzt 1,6 Prozent, während Paramount um 0,4 Prozent zulegten und Netflix stagnierten.
Verluste von 1,2 Prozent verzeichneten die Anteilsscheine des Krankenversicherers Unitedhealth US91324P1021. Laut dem "Wall Street Journal" kritisierte ein Senatsausschuss die Geschäftspraktiken des Unternehmens mit Blick auf den Umgang mit der öffentlichen Krankenversicherung Medicare.
Einen Kurssprung um gut 14 Prozent gab es beim Nebenwert Ani Pharmaceuticals US00182C1036, der laut dem Barclays-Analysten Glen Santangelo einen "beeindruckenden Ausblick" ablieferte.

