Die Linke prescht mit Milliardärssteuer-Konzept vor
06.02.2026 - 15:18:11Die Linke fordert eine neue Vermögensteuer für Superreiche. Ihr DIW-gestütztes Konzept könnte bis zu 147 Milliarden Euro jährlich bringen. Der Vorstoß zielt auf eine der größten Steuerbaustellen der Republik: die verfassungskonforme Bewertung von Immobilien.
Kern des Plans ist ein progressiver Steuersatz für Privat- und Betriebsvermögen. Ein persönlicher Freibetrag von einer Million Euro soll gelten, für Betriebsvermögen sind fünf Millionen Euro vorgesehen. Oberhalb dieser Grenzen steigt der Satz gestaffelt an.
Die geplanten Steuersätze im Überblick:
* Ab 1 Mio. Euro: 1 Prozent
* Ab 50 Mio. Euro: 5 Prozent
* Ab 1 Mrd. Euro: 12 Prozent (Sondersteuersatz)
Parteichefin Ines Schwerdtner argumentiert mit sozialer Gerechtigkeit: Die Reichen müssten der Gesellschaft etwas zurückgeben. Die Berechnungen stammen vom DIW-Ökonomen Stefan Bach.
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Die verfassungsrechtliche Bombe: Immobilienbewertung
Die größte Hürde für eine neue Vermögensteuer ist juristischer Natur. 1997 stoppte das Bundesverfassungsgericht die alte Steuer, weil sie gegen den Gleichheitsgrundsatz verstieß. Der Grund: Immobilien wurden damals unfair im Vergleich zu anderen Vermögenswerten bewertet.
Jede Wiedereinführung braucht daher eine grundlegende Reform der Bewertungsverfahren. Das Konzept der Linken fordert dies implizit ein. Experten sehen hier die größte praktische Herausforderung – die Neubewertung für die Grundsteuer zeigt bereits den immensen Verwaltungsaufwand.
Geteiltes Echo: Fairness gegen Standortangst
Die Reaktionen auf den Vorstoß fallen erwartbar gespalten aus. Befürworter betonen die dringend benötigten Einnahmen für Bildung und Klimaschutz. Sie verweisen auf die extreme Vermögenskonzentration: Das reichste Prozent in Deutschland besitzt laut DIW rund ein Drittel des gesamten Nettovermögens.
Kritiker aus Wirtschaft und bürgerlichen Parteien warnen vor Kapitalflucht und geschwächten Investitionen. Besonders Familienunternehmen, deren Vermögen im Betrieb steckt, könnten übermäßig belastet werden. Zudem, so Ökonomen, wirkten Umverteilungseffekte nur bei internationaler Abstimmung.
Schärfere Debatte vor der Wahl
Mit ihrem detaillierten Plan bringt Die Linke das Thema Vermögensbesteuerung mit neuer Wucht auf die Agenda. Innerhalb der Ampelkoalition ist eine Wiedereinführung zwar unwahrscheinlich. Der Vorstoß erhöht aber den Druck auf alle Parteien, ihre Positionen zur Steuergerechtigkeit vor der nächsten Bundestagswahl zu schärfen.
Die zentrale Frage bleibt: Kann eine Bewertung von Millionen Immobilien und Firmenanteilen verfassungsfest und praktikabel umgesetzt werden? Die Diskussion über die Lastenverteilung ist damit wieder voll entbrannt.
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