DGUV Vorschrift 1: Warum die jährliche Unterweisung für Elektrofachkräfte unverzichtbar bleibt
04.02.2026 - 18:31:12Für Elektrofachkräfte ist sie ein fester Termin im Kalender: die jährliche Pflichtunterweisung nach DGUV Vorschrift 1. Auch 2026 bleibt sie der zentrale Baustein, um Stromunfälle zu verhindern und Fachwissen aktuell zu halten. Unzureichende Schulungen gelten als eine der Hauptursachen für schwere Arbeitsunfälle.
Die rechtliche Verpflichtung ist klar verankert – im Arbeitsschutzgesetz (§ 12 ArbSchG) und konkret in der DGUV Vorschrift 1 (§ 4). Für den elektrotechnischen Bereich spezifizieren Normen wie die DIN VDE 0105-100 und die DGUV Vorschrift 3 die Anforderungen. Die jährliche Wiederholung stellt sicher, dass Wissen präsent bleibt und an neue Technologien oder geänderte Gefahren im Betrieb angepasst sein kann.
Wer ist verpflichtet? Die Definition der Elektrofachkraft
Grundlage ist die Gefährdungsbeurteilung. Der Arbeitgeber muss Risiken ermitteln und die Mitarbeiter über Schutzmaßnahmen instruieren. Als Elektrofachkraft gilt, wer durch Ausbildung, Kenntnisse und Erfahrung die übertragenen Arbeiten beurteilen und Gefahren erkennen kann.
Viele Elektro-Unterweisungen nehmen zu viel Zeit in Anspruch und bleiben dennoch lückenhaft – besonders bei neuen Technologien wie Elektromobilität oder erneuerbaren Energien. Ein komplettes Unterweisungs-Paket liefert Ihnen sofort einsetzbare PowerPoint-Folien, ein Quiz und rechtssichere Inhalte, mit denen Sie Unterweisungen effizient planen, durchführen und dokumentieren. Ideal für Arbeitgeber und verantwortliche Elektrofachkräfte (VEFK), die Haftungsrisiken reduzieren wollen. Elektro-Unterweisung jetzt herunterladen
Die Unterweisungspflicht gilt uneingeschränkt – auch für hochqualifizierte Fachkräfte. Zwar fordert keine Vorschrift explizit eine „Unterweisung für Elektrofachkräfte“, doch die allgemeine Pflicht muss an die spezifischen Gefahren des Arbeitsplatzes angepasst sein. Die Verantwortung trägt der Arbeitgeber; er kann sie an eine verantwortliche Elektrofachkraft (VEFK) delegieren.
Inhalte und Formate: Mehr als nur Theorie
Die Inhalte müssen präzise auf Arbeitsplatz und Aufgaben zugeschnitten sein. Es geht um aktuelle Fachkenntnisse und Sensibilisierung für spezifische Risiken.
Zu den Kernthemen gehören:
* Aktuelle Vorschriften: Änderungen in VDE-Normen oder DGUV-Regelwerken.
* Gefahren des Stroms: Analyse aktueller Unfallstatistiken und praxisnaher Beispiele.
* Die fünf Sicherheitsregeln: Vertiefung der lebenswichtigen Ablaufschritte.
* Persönliche Schutzausrüstung (PSA): Korrekte Auswahl und Anwendung.
* Notfallmaßnahmen: Verhalten bei Störungen und Erste Hilfe bei Stromunfällen.
* Betriebsspezifisches: Neue Anlagen, Technologien oder Arbeitsverfahren.
Bei der Durchführung gewinnen E-Learning-Kurse und Online-Unterweisungen an Bedeutung. Sie bieten Flexibilität. Entscheidend ist jedoch, dass die Inhalte verstanden werden – etwa durch einen anschließenden Wissenstest und ein Feedbackgespräch mit der VEFK.
Hohe Haftungsrisiken bei Versäumnissen
Die ordnungsgemäße Durchführung und Dokumentation ist für Unternehmen entscheidend, um Haftungsrisiken zu minimieren. Nach einem Arbeitsunfall prüfen Berufsgenossenschaften und Aufsichtsbehörden sofort, ob die Unterweisungspflicht erfüllt wurde.
Fehlende oder schlecht dokumentierte Unterweisungen können gravierende Folgen haben: von Bußgeldern der Unfallversicherungsträger bis zu strafrechtlichen Konsequenzen für die Unternehmensleitung. Im Schadensfall kann Führungskräften „Begehen durch Unterlassen“ vorgeworfen werden. Auch für die Elektrofachkraft selbst ist die Teilnahme ein wichtiger Nachweis, um bei grober Fahrlässigkeit einer Mithaftung zu entgehen.
Ausblick: Sicherheitskultur im digitalen Wandel
Die jährliche Unterweisung ist mehr als eine Pflichtübung. Sie ist ein wesentlicher Teil der Sicherheitskultur und signalisiert Wertschätzung. In einer sich rasant wandelnden Technologielandschaft – geprägt von Elektromobilität, erneuerbaren Energien und Automatisierung – ist die kontinuierliche Wissensaktualisierung unerlässlich.
Die Zukunft liegt in einer intelligenten Kombination: Digitale Module vermitteln flexibel theoretisches Wissen. Unverzichtbar bleibt aber der praxisnahe Austausch im Team und die Diskussion betriebsspezifischer Fragen unter Anleitung einer erfahrenen VEFK. Nur so bleibt die Arbeit für Elektrofachkräfte auch 2026 und darüber hinaus so sicher wie möglich.
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