Deutsche Bauwirtschaft kämpft weiter mit der Krise
08.02.2026 - 05:30:12Die deutsche Immobilien- und Baubranche steckt zu Beginn des Jahres 2026 noch tief in der Krise. Eine toxische Mischung aus hohen Zinsen, gestiegenen Baukosten und gedämpfter Nachfrage belastet vor allem den Mittelstand. Doch erste Konjunkturdaten deuten auf ein vorsichtiges Tauwetter hin.
Die größte Hürde bleibt die Finanzierung. Die Bauzinsen haben sich auf hohem Niveau stabilisiert. Für zehnjährige Darlehen sind derzeit noch 3,3 bis 3,9 Prozent fällig. Experten rechnen mit einer Seitwärtsbewegung in diesem Korridor.
Gleichzeitig bleiben die Preise für Baumaterialien und Energie angespannt. Diese Doppelbelastung aus teurem Geld und hohen Baukosten macht viele Neubauprojekte unrentabel. Die Folge: Zahlreiche Vorhaben wurden auf Eis gelegt oder komplett gestrichen.
Wohnungsnot in Städten spitzt sich zu
Die Krise trifft den Wohnungsbau mit voller Wucht. Das politische Ziel von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr wurde krachend verfehlt. In Deutschland fehlen hunderttausende Wohnungen, besonders im bezahlbaren Segment.
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Die sozialen Folgen sind drastisch. Der Mangel an Wohnraum treibt die Mieten in die Höhe. In Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München finden Haushalte mit mittlerem Einkommen kaum noch eine bezahlbare Bleibe. Die Angebotsmieten steigen deutlich stärker als die Inflation.
Erste Hoffnungsschimmer am Horizont
Trotz der düsteren Lage gibt es leichte Anzeichen für eine Besserung. Das ifo-Geschäftsklima im Baugewerbe hat sich zuletzt leicht aufgehellt. Vor allem die Erwartungen für die Zukunft sind etwas optimistischer.
- Die Baugenehmigungszahlen steigen seit Monaten wieder leicht an.
- Die Bundesregierung vereinfacht die KfW-Förderprogramme für Neubau und Sanierung.
- Viele Experten sehen die Talsohle bei den Auftragseingängen möglicherweise durchschritten.
Doch Vorsicht ist geboten. Ein Großteil der Bauunternehmen klagt weiter über Auftragsmangel. Von einer schnellen Erholung kann keine Rede sein.
Mittelstand trägt die Hauptlast
Die Krise trifft das Herz der Branche: den Mittelstand. Kleine und mittlere Bauunternehmen sowie Handwerksbetriebe haben geringere finanzielle Puffer, um lange Durststrecken zu überstehen. Viele fühlen sich von der Politik mit Bürokratie und Kosten alleingelassen.
Hinzu kommen strukturelle Herausforderungen:
* Die Branche muss in Dekarbonisierung und Digitalisierung investieren.
* Der demografische Wandel und ein massiver Fachkräftemangel verschärfen die Lage.
* Die Bewältigung dieses Wandels wird zur Überlebensfrage für viele Betriebe.
Wann kommt die echte Erholung?
Für 2026 prognostizieren die meisten Experten lediglich eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Eine Rückkehr zu den Boom-Jahren ist nicht in Sicht. Die Bauzinsen werden voraussichtlich hoch bleiben.
Die entscheidende Frage lautet: Reichen die leichten Impulse für eine nachhaltige Trendwende? Der Bedarf an bezahlbarem und energieeffizientem Wohnraum ist ungebrochen. Doch um ihn zu decken, braucht es mehr als vorsichtigen Optimismus: beschleunigte Genehmigungsverfahren und eine echte Strategie gegen den Fachkräftemangel. Ob das zarte Tauwetter in einen Frühling umschlägt, bleibt offen.
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