Demenz-Schutz, Banken

Demenz-Schutz: Banken und Familien rüsten gegen finanziellen Missbrauch

08.02.2026 - 21:01:12

Eine aktuelle Studie offenbart, dass fast jeder vierte Demenzbetroffene von finanzieller Ausbeutung bedroht ist. Experten raten zu frühzeitiger Vorsorge und sehen Banken in einer Schlüsselrolle.

Menschen mit Demenz werden immer häufiger finanziell ausgebeutet. Neue Zahlen zeigen das alarmierende Ausmaß – doch es gibt Gegenstrategien. Verbraucherschützer und Banken ziehen nun an einem Strang, um das Sicherheitsnetz enger zu knüpfen.

Alarmierende Zahlen: Jeder vierte Betroffene gefährdet

Die Gefahr ist real und wächst mit der alternden Bevölkerung. Eine aktuelle Studie des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP) liefert beunruhigende Daten: Bei Pflegebedürftigen mit Demenz berichteten 23 Prozent der Angehörigen von Verdachtsfällen finanziellen Missbrauchs innerhalb eines Jahres. Zum Vergleich: In der Gesamtgruppe waren es „nur“ 16 Prozent.

Die Formen der Ausbeutung sind vielfältig:
* Manipulation zu Geldgeschenken
* Unterschlagung bei Einkäufen
* Missbrauch von Bankvollmachten

Mehr als die Hälfte aller pflegenden Angehörigen fürchtet, dass die von ihnen betreute Person mit Demenz finanziell ausgenutzt werden könnte. Die Dunkelziffer dürfte noch deutlich höher liegen.

Vorsorgevollmacht: Der wirksamste Schutz kommt früh

Experten sind sich einig: Rechtzeitige Vorsorge schützt am besten. Das zentrale Instrument ist die Vorsorgevollmacht. Sie muss erteilt werden, solange die Person noch voll geschäftsfähig ist.

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„Eine präzise Formulierung ist entscheidend“, betont die Deutsche Alzheimer Gesellschaft. Die Vollmacht sollte genau festlegen, welche Befugnisse übertragen werden. Seit einer Reform des Betreuungsrechts können Gerichte eine Vorsorgevollmacht zudem zeitweise aussetzen, wenn Zweifel an der Redlichkeit des Bevollmächtigten bestehen.

Banken im Spagat: Zwischen Fürsorge und Geheimnis

Finanzinstitute stehen an vorderster Front. Ihre Mitarbeiter sollen Warnsignale erkennen – etwa untypische Abbuchungen oder Verwirrung bei Routinegeschäften. Doch hier liegt das Dilemma: Banken müssen ihre Sorgfaltspflicht mit dem strengen Bankgeheimnis vereinbaren.

Diskutiert werden praktische Lösungen wie die Benennung einer Vertrauensperson. Diese könnte bei auffälligen Kontobewegungen kontaktiert werden. Voraussetzung: Der Kunde stimmt dieser Maßnahme proaktiv zu.

Familie als Frühwarnsystem: Auf diese Signale achten

Das persönliche Umfeld bemerkt Veränderungen oft zuerst. Laut der ZQP-Studie stammt jeder zweite Verdacht von der betroffenen Person selbst oder ihren Angehörigen.

Typische Warnsignale sind:
* Unbezahlte Rechnungen trotz gedecktem Konto
* Plötzliche Änderungen im Testament
* Auftauchen neuer, einflussreicher „Freunde“
* Isolation von langjährigen Kontakten

Offene Gespräche über Finanzen und gemeinsame Zukunftsplanung können Tabus abbauen. Beratung bieten Hilfsangebote wie das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft.

Digitalisierung: Fluch und Segen zugleich

Online-Banking erleichtert den Alltag – doch für Menschen mit kognitiven Einschränkungen schafft es neue Risiken. Betrüger nutzen die digitalen Kanäle gezielt aus. Die aktuellen Präventionsinitiativen sind wichtig, doch es fehlt an einheitlichen, gesetzlich verankerten Schutzmechanismen.

Die Beweislast bei Missbrauch ist hoch, besonders innerhalb der Familie. Viele Fälle werden aus Scham nie angezeigt. Experten fordern daher eine stärkere Verankerung des Themas in der Kriminal- und Seniorenpolitik.

Was kommt? KI und klare Regeln

In Zukunft dürften technologische Lösungen an Bedeutung gewinnen. Denkbar sind KI-gestützte Systeme, die Betrugsmuster bei Risikogruppen erkennen. Gleichzeitig wird der Gesetzgeber wahrscheinlich über verbindlichere Regeln für Banken nachdenken.

Eines bleibt sicher: Gesellschaftliche Aufklärung ist der Schlüssel. Nur mit breitem Bewusstsein für die Risiken lässt sich finanzielle Selbstbestimmung bis ins hohe Alter bewahren.

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