Cyberkriminelle, Januar-Blues

Cyberkriminelle nutzen Januar-Blues für Phishing-Welle

19.01.2026 - 22:31:12

Kriminelle nutzen die Kombination aus Steuererklärungssaison und finanzieller Belastung für raffinierte Betrugsattacken. Experten warnen vor neuen Maschen wie gefälschten Steuerbehörden und Payroll-Umleitungen.

Phishing-Angriffe nehmen zu, während finanzielle Sorgen und Steuerzeit die Menschen verwundbar machen. Sicherheitsexperten warnen vor einer perfekten Sturmflut aus Betrugsmaschen. Kriminelle nutzen die post-feiertägliche Geldknappheit und den Start der Steuererklärungssaison für raffinierte Attacken.

Die Warnungen von Behörden wie dem US-amerikanischen Internal Revenue Service (IRS) unterstreichen die Dringlichkeit. Steuerbetrug nimmt bereits deutlich zu. Auch wenn der sogenannte „Blue Monday“ als depressivster Tag des Jahres ein Marketing-Konstrukt ist – die zugrundeliegenden Faktoren sind real. Urlaubsschulden, lange Zeit bis zur nächsten Gehaltszahlung und allgemeine Antriebslosigkeit machen viele anfällig für betrügerische Angebote.

Steuer-Saison startet mit aggressivem Betrug

Mit dem offiziellen Start der Steuererklärungssaison am 26. Januar schlagen Bundesbehörden Alarm. Betrüger geben sich als Mitarbeiter des IRS oder seriöser Steuerberatungsdienste aus. Sie setzen auf dringliche E-Mails, SMS („Smishing“) und Anrufe, um an sensible Daten zu gelangen.

Gängige Maschen sind Nachrichten über angebliche Probleme mit der Steuererklärung, anstehende Rückzahlungen oder „kostenlose“ Hilfe. Ein häufiger Anrufbetrug kommt von fingierten Behörden wie der „Tax Resolution Oversight Department“. Die Anrufer behaupten, das Opfer schulde Steuern und müsse sofort handeln. Ziel ist die Erbeutung von Sozialversicherungsnummern und Bankdaten für gefälschte Steuererklärungen. Der IRS betont: Der erste Kontakt läuft stets per Post, nie per unerwartetem Anruf oder E-Mail.

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Gehaltsabrechnungs-Betrug nutzt finanzielle Ängste

Die lange Zeit bis zum Monatsende macht Menschen anfällig für Betrug mit Krediten und Gehaltsvorschüssen. Kriminelle locken mit dem Versprechen schneller finanzieller Entlastung – unabhängig von der Bonität.

Eine verbreitete Taktik ist der Vorkosten-Betrug. Ein falscher Kreditgeber verspricht einen Kredit, verlangt aber zunächst eine „Bearbeitungs“- oder „Versicherungs“-Gebühr. Nach Zahlung verschwindet der Betrüger. Andere Maschen zielen allein auf das Sammeln sensibler Daten ab. Die Kreditbewerbung ist nur Vorwand. Eine wachsende Gefahr im Geschäftsumfeld ist die Payroll-Umleitung. Hier tricksen Betrüger Mitarbeiter aus, damit diese ihre Gehaltsüberweisungsdaten auf ein Konto der Kriminellen umstellen.

Die Psychologie der Januar-Bedrohung

Cyberkriminelle beherrschen Social Engineering. Die Kombination aus finanzieller Belastung und gedrückter Stimmung trübt die Urteilsfähigkeit. Die dringliche und emotionale Sprache in Phishing-E-Mails wirkt so stärker. Betrüger erzeugen falsche Dringlichkeit – etwa mit der Behauptung, eine Steuerrückzahlung verfalle oder ein Haftbefehl stehe bevor – um Opfer zum unbedachten Klicken zu drängen.

Die Angriffe werden immer raffinierter. Kriminelle klonen legitime Webseiten und nutzen KI, um natürlich klingende E-Mails zu verfassen. Dieser Wandel von holprigen zu hochglanzpolierten Nachrichten macht die Unterscheidung zwischen echt und gefälscht schwer. Laut dem Weltwirtschaftsforum sind Cyber-Betrug und Phishing 2026 eine Top-Sorge für Wirtschaftsführer.

Kontext: Eine Landschaft sich entwickelnder Bedrohungen

Die aktuelle Betrugswelle ist Teil eines größeren Trend eskalierender Cyber-Bedrohungen. Phishing bleibt die häufigste Form der Cyberkriminalität, mit Milliarden bösartiger E-Mails täglich. Das Ziel ist oft das Erbeuten von Zugangsdaten, besonders für Cloud-Dienste, um weitere Angriffe zu starten. Attacken, die von kompromittierten legitimen Konten ausgehen, nehmen deutlich zu. Das macht es Sicherheitsfiltern schwerer, sie zu erkennen.

Diese Umgebung erfordert erhöhte Wachsamkeit von Einzelpersonen und Organisationen. Die Leichtigkeit, mit der Betrüger offizielle Stellen nachahmen, erfordert einen grundlegenden Wandel im Umgang mit unerwünschter Kommunikation. Das Kernprinzip lautet: Niemals blind vertrauen, immer über unabhängige Kanäle prüfen.

So schützen Sie sich

Experten raten zu einem mehrschichtigen Ansatz für die persönliche Cybersicherheit.

Wichtige Schutzmaßnahmen:
* Nie auf unerwünschte Links klicken: Klicken Sie nicht auf Links oder Anhänge in unerwarteten Nachrichten, besonders von angeblichen Finanzbehörden oder Banken.
* Unabhängig prüfen: Bei Steuer-Nachrichten kontaktieren Sie das Finanzamt direkt über die offizielle Webseite. Prüfen Sie Kreditangebote und seien Sie misstrauisch bei Anbietern ohne Lizenz oder Adresse.
* Vorkosten ablehnen: Seriöse Kreditgeber verlangen keine Gebühr vor Auszahlung. Solche Forderungen sind ein Alarmzeichen.
* Persönliche Daten schützen: Seien Sie zurückhaltend mit Sozialversicherungsnummer oder Bankdaten am Telefon oder per E-Mail, es sei denn, Sie haben den Kontakt initiiert.
* Verdächtiges melden: Leiten Sie Phishing-E-Mails an Meldestellen weiter. Das hilft Behörden, Betrugsoperationen zu verfolgen und zu bekämpfen.

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