Cyber-Betrüger, Euro

Cyber-Betrüger erbeuten 160.000 Euro per Smartphone

30.01.2026 - 03:22:11

Kriminelle erbeuten in Deutschland hohe Summen durch gefälschte Handelsplattformen und nutzen zunehmend KI für perfidere Methoden wie Audio-Deepfakes.

Eine neue Welle von Anlagebetrug über Smartphones erschüttert Deutschland. In den Regionen Stralsund und Greifswald erbeuteten Kriminelle in nur zwei Fällen fast 160.000 Euro. Die Täter nutzen gefälschte Handelsplattformen, um ahnungslose Anleger um ihr Erspartes zu bringen. Behörden wie die BaFin und das BSI warnen vor der wachsenden Gefahr durch sogenanntes Cybertrading.

So funktioniert die perfide Masche

Die Betrüger gehen psychologisch raffiniert vor. Oft startet alles mit einer Werbeanzeige in sozialen Netzwerken oder einer unaufgeforderten Nachricht bei WhatsApp oder Telegram. Prominente in manipulierten Bildern sollen Seriosität vortäuschen.

Interessenten landen auf täuschend echten Webseiten oder laden eine App herunter. Dann meldet sich ein angeblicher persönlicher Berater. Er überredet zu einer ersten, kleinen Investition von 250 bis 500 Euro.

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  • Eine manipulierte Software zeigt daraufhin schnelle, hohe Gewinne an.
  • Dieses anfängliche „Erfolgserlebnis“ soll Vertrauen aufbauen.
  • Die Opfer werden zu immer größeren Investments verleitet.

Der Betrug fliegt auf, sobald die Anleger ihre „Gewinne“ auszahlen lassen wollen. Der Kontakt bricht ab oder es werden plötzlich Gebühren für Steuern verlangt.

KI macht Betrug noch gefährlicher

Die Methoden der Kriminellen werden immer ausgeklügelter. Sie setzen zunehmend auf künstliche Intelligenz (KI), um ihre Angriffe zu verbessern.

Eine verbreitete Technik ist „Smishing“ – eine Kombination aus SMS und Phishing. Dabei locken gefälschte Nachrichten von angeblichen Banken zur Preisgabe von Zugangsdaten.

Experten warnen zudem vor Audio-Deepfakes. KI kann Stimmen von Vertrauenspersonen täuschend echt nachahmen, um angebliche Notlagen vorzutäuschen. In manchen Fällen überreden die Täter ihre Opfer auch, Fernwartungssoftware zu installieren. Unter dem Vorwand, beim Kontosetting zu helfen, ergaunern sie sich so Zugriff auf Bankdaten.

Schäden in Millionenhöhe: Ein bundesweites Problem

Die Fälle aus Mecklenburg-Vorpommern sind keine Einzelfälle. Cybertrading verursacht in ganz Deutschland massive Schäden.

Allein in Sachsen registrierte die Polizei zwischen 2019 und 2024 fast 4.800 Fälle von Internet-Anlagebetrug. Der Gesamtschaden liegt bei über 190 Millionen Euro. Verbraucherzentralen verzeichnen einen deutlichen Anstieg von Beschwerden.

Die Täter agieren oft aus dem Ausland in gut organisierten Netzwerken. Die Anonymität des Internets und die Nutzung von Kryptowährungen erschweren die Strafverfolgung erheblich. Die Geldflüsse sind nur schwer nachzuvollziehen.

So schützen Sie sich vor den Betrügern

Behörden und Verbraucherschützer geben klare Verhaltenstipps:

  • Misstrauen Sie unrealistischen Versprechen. Hohe Renditen ohne Risiko gibt es nicht.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Seriöse Anbieter drängen nie zu schnellen Entscheidungen.
  • Recherchieren Sie gründlich. Prüfen Sie jeden Anbieter in der Unternehmensdatenbank der BaFin.
  • Geben Sie niemals sensible Daten weiter. Dazu gehören Passwörter, Banking-Zugänge oder Ausweiskopien.
  • Brechen Sie den Kontakt sofort ab, wenn Sie misstrauisch werden.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Opfer geworden sind.
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