Comdirect-Kunden, Visier

Comdirect-Kunden im Visier neuer Phishing-Wellen

18.01.2026 - 03:54:11

Verbraucherschützer und das BSI warnen vor einer neuen Welle raffinierter Phishing-Angriffe auf Bankkunden. Die Sorglosigkeit der Nutzer steigt, während die finanziellen Schäden immens sind.

Phishing-Angriffe auf Bankkunden nehmen zu. Kunden von Comdirect und anderen Direktbanken sehen sich zu Jahresbeginn 2026 mit einer neuen Welle raffinierter Betrugsversuche konfrontiert. Verbraucherschützer und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnen eindringlich vor den gefälschten Nachrichten.

Neben den Cybergefahren kämpften einige Banken wie Comdirect Anfang Januar auch mit technischen Störungen. Die größte Bedrohung geht jedoch weiterhin von Kriminellen aus, die mit manipulierten E-Mails und SMS an sensible Daten gelangen wollen.

Aktuelle Phishing-Welle trifft Commerzbank und DKB

Verbraucherschutzorganisationen registrieren derzeit eine Zunahme von Phishing-Versuchen. Sie zielen gezielt auf Kunden großer deutschen Institute ab.

Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor E-Mails, die angeblich von der Commerzbank – dem Mutterkonzern von Comdirect – stammen. Darin wird behauptet, eine Systemwartung erfordere eine dringende Kontaktaktualisierung. Typisch sind eine unpersönliche Anrede, unseriöse Absenderadressen und kurze Fristsetzungen, um Druck aufzubauen.

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Ähnliche Warnungen gelten für Kunden der DKB und der Volksbanken. Die Betrugsmaschen werden ständig weiterentwickelt.

  • Gefälschte Login-Seiten: Opfer werden per Link auf täuschend echte Nachbildungen der Banking-Seiten gelockt, wo sie ihre Zugangsdaten eingeben sollen.
  • TAN-App-Aufforderungen: Kriminelle fordern per SMS oder E-Mail zur angeblichen Aktualisierung oder Reaktivierung der photoTAN-App auf.
  • Quishing: Comdirect warnt selbst vor dieser Masche, bei der gefälschte QR-Codes in Briefen zur Dateneingabe auf manipulierten Seiten verleiten.

BSI warnt vor wachsender Sorglosigkeit der Nutzer

Trotz der klaren Bedrohung stellt das BSI eine beunruhigende Tendenz fest: Viele Bürger werden nachlässiger. Laut dem aktuellen Lagebericht zur IT-Sicherheit ergreifen weniger Nutzer Schutzmaßnahmen als in den Vorjahren. Diese Lücke zwischen realer Gefahr und subjektiv empfundener Sicherheit ist ein großes Risiko.

Die Zahlen sind alarmierend. Bereits jeder vierte Deutsche wurde nach BSI-Angaben schon Opfer von Cyberkriminalität. Die finanziellen Schäden sind immens: Für 2023 bezifferten BKA und Bitkom den gesamtwirtschaftlichen Schaden durch Cyber-Angriffe auf rund 148 Milliarden Euro.

So schützen Sie sich vor Betrugsversuchen

Der Erfolg von Phishing basiert auf psychologischer Manipulation. Kriminelle nutzen Angst, Neugier und Zeitdruck aus. Die Nachahmung von Bank-Logos und Designs ist oft perfekt.

Banken und Experten betonen daher einfache, aber essentielle Grundregeln:

  • Keine Links anklicken: Tätigen Sie Bankgeschäfte ausschließlich über die offizielle App oder die selbst im Browser eingegebene Webadresse.
  • Bank fragt nie nach Daten: Seriöse Institute wie Comdirect fordern niemals per E-Mail, SMS oder via QR-Code zur Eingabe von Passwörtern oder TANs auf.
  • Push-Benachrichtigungen aktivieren: Warnungen zu Kontobewegungen in der Banking-App helfen, betrügerische Transaktionen sofort zu erkennen.

KI könnte Phishing-Angriffe noch gefährlicher machen

Die Bedrohungslage wird sich weiter verschärfen. Sicherheitsexperten erwarten, dass Kriminelle zunehmend Künstliche Intelligenz einsetzen, um ihre Angriffe massenhaft und persönlich zugeschnitten zu automatisieren.

Gleichzeitig arbeiten Banken an besseren Abwehrmechanismen, wie biometrischen Verfahren. Für Nutzer bleibt Wachsamkeit der wichtigste Schutz. Regelmäßige Informationen über aktuelle Betrugsmaschen – etwa von Verbraucherzentrale oder BSI – sind entscheidend. Die Sicherheit im Mobile Banking ist eine gemeinsame Aufgabe von Banken und ihren Kunden.

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