Cognizant-Studie: KI bringt 4,5 Billionen Euro Produktivitätsschub
15.01.2026 - 10:30:12Künstliche Intelligenz könnte der US-Wirtschaft einen sofortigen Produktivitätsschub von 4,5 Billionen Euro bescheren. Das prognostiziert eine bahnbrechende Studie des IT-Dienstleisters Cognizant, die heute veröffentlicht wurde. Die Analyse „New Work, New World 2026“ zeigt: Die KI-Adaption verläuft dramatisch schneller als noch vor zwei Jahren erwartet und verändert die Arbeitswelt im Eiltempo.
Die neuen Zahlen markieren einen dramatischen Wandel. Laut dem Report kann die Technologie mittlerweile 93% aller Jobs in den USA beeinflussen – ein massiver Anstieg gegenüber der letzten Analyse aus dem Jahr 2024. Die gewaltige Produktivitäts-Chance von 4,5 Billionen Euro sei sofort realisierbar, angetrieben durch rasante Fortschritte bei generativer KI und Automatisierung.
Ein zentraler Indikator ist der sogenannte „Exposure Score“. Er misst, inwieweit eine Tätigkeit von KI unterstützt oder automatisiert werden kann. Dieser Wert liegt heute im Schnitt bei 39% – und damit 30% höher, als für das Jahr 2032 ursprünglich prognostiziert wurde. Die Werte steigen aktuell mit einer Jahresrate von 9%, weit über dem früher beobachteten Wachstum von 2%.
Passend zum Thema KI-Einsatz: Seit August 2024 gelten neue EU‑Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren unwissentlich Bußgelder oder Nachfragen bei Audits. Ein kostenloser Umsetzungsleitfaden erklärt verständlich Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen, notwendige Dokumentation und die wichtigsten Übergangsfristen, damit Sie Ihre KI‑Projekte rechtssicher planen. Praktische Checklisten und Schritt‑für‑Schritt‑Empfehlungen zeigen, wie Sie Compliance in Ihre Entwicklungs- und Betriebsprozesse integrieren. KI-Verordnung: Umsetzungsleitfaden kostenlos herunterladen
Rechtsberater und Vorstände an der Spitze der Transformation
Die Studie zeigt tiefgreifende Veränderungen in einzelnen Branchen. Besonders wissensbasierte Berufe erleben den schnellsten Wandel.
- Recht & Vorstände: Der Exposure-Score für juristische Berufe schnellte von 9% auf 63% empor. Auch Vorstandsrollen wie CEOs verzeichnen einen Sprung von 25% auf 60%. Das zeigt: Selbst strategische Entscheidungen und Top-Management werden zunehmend von KI-Tools unterstützt.
- Bildung & Gesundheit: Im Bildungssektor stieg der Wert von 11% auf 49%, bei medizinischen Fachkräften von 10% auf 39%.
- Auch Handwerk & Logistik betroffen: Der Wandel beschränkt sich nicht auf Bürojobs. Im Transportsektor stieg der Score von 6% auf 25%, im Baugewerbe von 4% auf 12%. Auch physische und logistische Aufgaben integrieren zunehmend intelligente Systeme.
Cognizant-CEO Ravi Kumar S betonte, dass erhebliches Kapital in den KI-Sektor fließe und die rasante Einführung die Arbeitswelt fundamental verändere. Die 4,5 Billionen Euro lägen zwar in Reichweite, erforderten aber mehr als nur Technologie-Implementierung.
Die „unautomatisierbare Zone“ schrumpft rapide
Eine der auffälligsten Erkenntnisse: Der Anteil von Aufgaben, die als immun gegen Automatisierung galten, ist stark gesunken. Er fiel von 57% im Jahr 2023 auf nur noch 32% heute. KI-Systeme übernehmen demnach immer mehr komplexe, kreative und analytische Funktionen, die einst dem Menschen vorbehalten waren.
Doch die Studie zieht eine klare Grenze zwischen Automatisierung und Ersetzung. Mehr als 40% der Aufgaben in Management, Betriebswirtschaft, Finanzen und Administration ließen sich nicht automatisieren. Diese Erkenntnis unterstreicht den bleibenden Bedarf an menschlicher Kontrolle, strategischem Urteilsvermögen und zwischenmenschlichen Fähigkeiten.
Strategischer Rat: Mehr als nur Aufgaben automatisieren
Um das volle Potenzial auszuschöpfen, müssen Unternehmen über reine Aufgabenerledigung hinausgehen, so der Rat der Studie. Der Erfolg hänge davon ab, kontextuelle Intelligenz in Geschäftsprozesse zu integrieren und flexible Systeme zu schaffen, die neue KI-Fähigkeiten aufnehmen können.
Gleichzeitig wird Weiterbildung zur Dringlichkeitsaufgabe. Angesichts der explodierenden Exposure-Scores müsse die Qualifizierung der Belegschaft priorisiert werden, parallel zu Technologie-Investitionen. Nur so ließe sich die Lücke zwischen KI-Ausgaben und messbaren Geschäftsergebnissen schließen.
Für zögerliche Unternehmen könnte der Bericht ein Weckruf sein. Das Fenster für frühe Anwender schließe sich. Den Wettbewerbsvorteil werden jene Firmen haben, die menschliche Expertise effektiv mit leistungsstarken KI-Assistenten verbinden.
Ausblick: Grenzen zwischen Tech- und Nicht-Tech-Jobs verschwimmen
Der Veränderungsdruck wird weiter zunehmen, prognostiziert der Report. Bei einem jährlichen Anstieg der Exposure-Scores von fast 10% werden die Grenzen zwischen „Tech“- und „Nicht-Tech“-Jobs weiter verwischen. Die Zukunft der Arbeit werde nicht durch den Ersatz des Menschen definiert, sondern durch die Weiterentwicklung von Rollen, um KI für höherwertige Problemlösungen und Innovationen zu nutzen.
Für 2026 erwarten die Autoren einen Fokuswechsel: weg von Experimenten, hin zur flächendeckenden Integration. Im Mittelpunkt stehen werden Anpassungsfähigkeit und kontinuierliches Lernen.
PS: Unternehmen, die KI schnell einführen, stehen vor vielen juristischen und dokumentarischen Herausforderungen. Dieses Gratis‑E‑Book liefert praxisnahe Vorlagen, Risiko‑Checks und eine To‑do‑Liste für die sofortige Umsetzung – von der Klassifizierung Ihres Systems bis zur Nachweisführung. So vermeiden Sie teure Verzögerungen, erfüllen Nachweispflichten und behalten die Kontrolle über Ihre KI‑Projekte. Jetzt kostenlosen KI‑Umsetzungsleitfaden sichern


