Co-Ownership, Ferienimmobilien

Co-Ownership: Ferienimmobilien teilen statt alleine kaufen

26.01.2026 - 16:09:12

Immer mehr Deutsche teilen sich ihre Ferienimmobilie. Angesichts von Rekordpreisen wenden sich Kaufinteressenten dem Miteigentum, dem sogenannten Co-Ownership, zu. Statt ein Haus allein zu finanzieren, teilen sich mehrere Parteien Kosten und Nutzungszeit. Das soll den Traum vom Feriendomizil auch für Normalverdiener möglich machen.

Anders als beim klassischen Timesharing erwirbt man hier einen echten, im Grundbuch eingetragenen Anteil. Eine Immobilie wird typischerweise in Achtel geteilt. Ein solcher Anteil berechtigt zu etwa 45 Nutzungstagen pro Jahr. Die Käufer teilen sich Anschaffungskosten, Betriebsausgaben und Instandhaltung – und erhalten so Zugang zu Luxusobjekten in Top-Lagen wie Mallorca oder den Alpen, die allein unerschwinglich wären.

Diese Anbieter machen es einfach

Start-ups wie Myne, Lazazu oder 21-5 professionalisieren den Markt. Sie agieren als Full-Service-Dienstleister:
* Sie suchen und kaufen die Immobilien.
* Sie kümmern sich um Renovierung und hochwertige Einrichtung.
* Sie verwalten die Objekte und koordinieren die Buchungen der Miteigentümer.

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Viele Co-Ownership-Teilhaber unterschätzen die laufenden Betriebskosten und geraten später in Diskussionen über Reinigung, Heizung oder Verwaltungsaufwand. Der kostenlose Report „Betriebskosten 2025“ erklärt in 5 Minuten, welche Kosten umlagefähig sind, welche Posten häufig Streit verursachen und wie Sie Abrechnungen rechtssicher gestalten können – ideal für private Miteigentümer und Verwalter. Betriebskosten-Report 2025 kostenlos herunterladen

Für diesen Komfort zahlen Kunden eine einmalige Kaufgebühr und eine monatliche Pauschale, die alle laufenden Kosten abdeckt.

Die Vor- und Nachteile des Modells

Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Die finanzielle Hürde sinkt dramatisch. Zudem entfällt der administrative Aufwand für den einzelnen Besitzer. Doch das Modell hat auch Schattenseiten:
* Die Nutzung ist weniger flexibel und muss mit den anderen Eigentümern abgestimmt werden.
* Eine individuelle Gestaltung der Einrichtung ist kaum möglich.
* Kritisch bleibt der Wiederverkauf: Ein liquider Markt für die Anteile muss sich erst noch etablieren.

Warum das Modell jetzt boomt

Der Trend ist eine direkte Reaktion auf explodierende Preise. Nach einer Delle legten auch Ferienimmobilien 2025 wieder kräftig zu. Für 2026 erwarten Experten weitere, wenn auch moderate Steigerungen. Co-Ownership füllt die Lücke für all jene, die sich kein Haus mehr allein leisten können. Branchenbeobachter sehen darin einen nachhaltigen Wandel – ökonomisch und ökologisch durch eine bessere Auslastung.

Wird Teilen zum neuen Besitzen?

Experten sind überzeugt: Der Trend wird sich fortsetzen. Das in den USA etablierte Modell gewinnt in Europa an Akzeptanz. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg wird ein funktionierender Zweitmarkt für die Anteile sein. Gelingt das, könnte das geteilte Eigentum den Ferienimmobilienmarkt dauerhaft verändern. Für viele bleibt es die einzige Chance, sich den Traum vom eigenen Haus am Meer oder in den Bergen noch zu erfüllen.

@ boerse-global.de