Co-opetition, Konkurrenten

Co-opetition: Warum Konkurrenten jetzt kooperieren müssen

06.02.2026 - 19:02:12

Das hybride Modell der Co-opetition gewinnt als Strategie an Bedeutung, um durch gezielte Zusammenarbeit mit Wettbewerbern neue Märkte zu schaffen und die Produktivität zu steigern.

Die Grenzen zwischen Wettbewerb und Zusammenarbeit verschwimmen. Das hybride Modell der Co-opetition wird zum entscheidenden Faktor für Produktivität und Innovation. Unternehmen setzen zunehmend auf diese Strategie, um neue Wachstumspotenziale zu erschließen.

Gemeinsam den Kuchen vergrößern

Der Kerngedanke bricht mit dem Nullsummendenken. Statt sich gegenseitig Marktanteile abzujagen, zielt Co-opetition darauf ab, den gesamten Markt zu vergrößern. Direkte Konkurrenten kooperieren in Feldern wie Forschung oder bei der Schaffung neuer Standards. Im Vertrieb und Marketing bleibt der Wettbewerb dagegen bestehen.

Diese Strategie verhindert ruinöse Preiskämpfe und schafft nachhaltige Vorteile für alle Beteiligten. Bekannte Beispiele stammen aus der Automobil- und Tech-Branche, wo Konzerne bei Basistechnologien zusammenarbeiten, aber bei den Endprodukten konkurrieren.

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Der interne Turbo für Teams

Das Prinzip wirkt auch innerhalb von Unternehmen. Abteilungen, die normalerweise um Budgets oder Ressourcen konkurrieren, können durch strategische Zusammenarbeit ihre Leistung deutlich steigern.

  • Eine Kultur des Wissensaustauschs fördert kollektive Innovation.
  • Studien deuten auf Produktivitätssteigerungen von 20 bis 25 Prozent durch bessere interne Kooperation hin.
  • Gesunder Wettbewerb wird zum Ansporn, wenn er mit dem Teilen von Best Practices verbunden ist.

Die Kunst der Balance

Der Erfolg hängt von klaren Regeln ab. Unternehmen müssen genau definieren: Wo wird kooperiert und wo konkurriert? Transparenz über Interessen und ein gesteuerter Informationsfluss sind entscheidend, um sensible Kerndaten zu schützen.

Bei der Wahl der Partner zählen ein gemeinsames Zielverständnis und komplementäre Fähigkeiten. Führungskräfte sind gefordert, diesen Rahmen zu schaffen und die Kultur vorzuleben. Ihre Aufgabe ist es, Wettbewerb als Motor für Wachstum zu nutzen – nicht als Quelle für destruktive Rivalität.

Vom Widerspruch zur Kernkompetenz

Die zunehmende Verbreitung von Co-opetition markiert einen Paradigmenwechsel. In einer vernetzten Welt können große Herausforderungen wie die digitale Transformation kaum noch im Alleingang bewältigt werden. Strategische Allianzen werden selbst mit Konkurrenten zum Wettbewerbsvorteil.

Die Fähigkeit zur intelligenten Kooperation wird zur Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Organisationen. Die stärksten Konkurrenten sind oft die potenziell besten Partner.

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