Cellid zeigt smarte AR-Brillen für den Massenmarkt
31.01.2026 - 00:54:12Japanische Technologiefirma Cellid enthüllt auf der MIDO 2026 ein neues Konzept für Alltagsbrillen mit Augmented Reality. Die Kooperation mit Best Vision und Merry Electronics zielt darauf ab, Hochleistungs-AR in modische Sehhilfen zu integrieren – ein strategischer Schritt im hart umkämpften Wearable-Markt.
Das gezeigte Konzept setzt die Pläne aus Dezember 2025 in die Praxis um. Damals stellte Cellid zwei Referenzmodelle vor: eine grüne Monochrom-Version mit neuartigem Kunststoff-Waveguide für die Massenproduktion und ein Farbmodell mit Glas-Waveguide. Beide sind leicht, kabellos und sollen digitale Inhalte nahtlos in die reale Welt einblenden.
Der Clou liegt in der Optik. Die hauseigene Waveguide-Technologie fungiert als Linse und leitet Licht von einem Mikroprojektor zum Auge. Durch spezielle Nanotechnologie sind die Linsen so dünn wie bei normalen Brillen, liefern aber scharfe Bilder. Beide Modelle bieten ein 30-Grad-Sichtfeld und bis zu 3.000 Nits Helligkeit – selbst bei Sonnenlicht gut lesbar.
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„Beim gesellschaftlichen Durchbruch von AR ist die Balance zwischen Optik, Design, Haltbarkeit und Kosten entscheidend“, betonte CEO Satoshi Shiraga bereits im Dezember. Die interne Fertigung von Glas- und Kunststoff-Waveguides sei dabei ein klarer Wettbewerbsvorteil.
Zwei Wege für unterschiedliche Anwender
Cellid verfolgt eine klare Zwei-Säulen-Strategie. Das Einstiegsmodell in Grün richtet sich an Unternehmen. Mit Alif-E7-Prozessor, 5-Megapixel-Kamera und Wi-Fi 6 eignet es sich für KI-gestützte Anwendungen in Logistik oder Wartung. Der leichte Kunststoff-Waveguide ermöglicht angenehmes Tragengefühl über den ganzen Tag.
Für anspruchsvolle Mixed-Reality-Erlebnisse ist das Farbmodell gedacht. Es nutzt einen leistungsstärkeren Qualcomm-Prozessor, eine 12-Megapixel-Kamera und Wi-Fi 7. Der Glas-Waveguide liefert dabei die nötige Brillanz für vollfarbige AR-Inhalte. Dieses Modell soll bereits ab Januar 2026 verfügbar sein – pünktlich zur Präsentation auf der CES 2026 in Las Vegas.
Partnerschaften als Schlüssel zum Erfolg
Cellid setzt nicht nur auf Hardware. Die Zusammenarbeit mit der Softwarefirma jig.jp zeigt, worum es wirklich geht: um praktische Anwendungen für den Alltag. Geplant sind Funktionen wie Echtzeit-Übersetzung, Navigation, Benachrichtigungen oder Teleprompter. Die AR-Brille soll zum nützlichen Werkzeug werden, nicht zum Spielzeug.
Gemeinsam mit der traditionellen Brillenmanufaktur aus Sabae will das Konsortium Geräte schaffen, die technologisch top und optisch ansprechend sind. Damit stellt sich Cellid direkt in die Fußstapfen von Erfolgsmodellen wie den Ray-Ban Meta Brillen, die gezeigt haben, dass Verbraucher Technik in vertrauter Form akzeptieren.
Markt im Wandel: Vom Nischen- zum Massenprodukt
Der globale Markt für AR-Brillen steht vor dem Durchbruch. Cellid positioniert sich mit Referenzdesigns und Entwicklungskits (SDKs) aktiv als Enabler für andere Unternehmen. Man sucht OEM-Partner, um die Technologie in verschiedenen Branchen zu etablrieren.
Die duale Strategie mit Glas und Kunststoff ermöglicht Skalierung. Während das Farbmodell Early Adopters und Entwickler anspricht, könnte die günstigere Monochrom-Version den Einstieg für breite Unternehmenskunden ebnen. Die kommenden Messen MIDO und CES werden zeigen, ob der Spagat zwischen Hochleistung und Alltagstauglichkeit gelingt.
Die Botschaft ist klar: Cellid will bei der nächsten Welle der AR-Revolution nicht nur dabei sein, sondern sie mitgestalten.
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