CDU, Handyverbot

CDU fordert bundesweites Handyverbot an Schulen

10.02.2026 - 03:32:11

Die CDU fordert einheitliche "Digitale Schutzzonen" an deutschen Schulen, um Schüler besser zu schützen. Der Vorstoß löst eine kontroverse Debatte über Jugendschutz und Medienkompetenz aus.

Die CDU will private Smartphones an deutschen Schulen bis zur zehnten Klasse flächendeckend verbieten. Ein Antrag für den kommenden Bundesparteitag fordert unter dem Schlagwort „Digitale Schutzzonen“ einen einheitlichen nationalen Standard und befeuert damit die hitzige Debatte zwischen Digitalisierung und Jugendschutz.

Was steckt hinter der Initiative?

Der Vorstoß kommt von der Frauen Union und der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU. Ihr Ziel: Der aktuelle Flickenteppich aus 16 verschiedenen Landesregelungen soll fallen. Stattdessen soll die Kultusministerkonferenz eine verbindliche Vorgabe für alle Schulen schaffen. Das private Surfen, Chatten und die Nutzung sozialer Medien wären dann im Unterricht und in den Pausen tabu.

Befürworter argumentieren mit dem Schutz der Schüler. Sie verweisen auf Studien zu sinkender Konzentration, psychischem Stress und den wachsenden Herausforderungen durch Cybermobbing oder Cybergrooming. Ein einheitliches Verbot würde Lehrkräfte entlasten und die Schule wieder als Raum des direkten Miteinanders stärken.

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Kritiker halten Verbote für realitätsfern

Doch der Plan stößt nicht nur auf Zustimmung. Schülervertretungen und viele Bildungsexperten kritisieren pauschale Verbote als wenig zielführend. Ihre zentrale Frage: Untergräbt eine reine Verbotskultur nicht die eigentliche Aufgabe, Medienkompetenz zu vermitteln?

Eine aktuelle Jugend-Digitalstudie der Postbank zeigt ein gespaltenes Bild:
* 56 Prozent der 16- bis 18-Jährigen lehnen ein Handyverbot an Schulen ab.
* 37 Prozent befürworten es.

Als Hauptargumente gegen ein Verbot nennen die Jugendlichen die einfachere Kommunikation mit Familie und Freunden und zweifeln an der praktischen Umsetzbarkeit.

Deutschland sucht seinen Weg

Die Debatte ist auch ein europäisches Phänomen. Länder wie Frankreich, die Niederlande oder Österreich haben bereits nationale Handyverbote eingeführt. In Deutschland liegt die Bildungshoheit jedoch bei den Ländern – das führt zu extrem unterschiedlichen Ansätzen.

Während Hessen sein Schulgesetz bereits für „geschützte Räume“ geändert hat, setzen Länder wie Nordrhein-Westfalen auf die Autonomie der einzelnen Schulen. Der CDU-Antrag stellt diesen föderalen Grundsatz nun radikal infrage. Er will Chancengleichheit und einheitliche Schutzstandards für alle Schüler durchsetzen.

Die Entscheidung fällt auf dem CDU-Parteitag Ende Februar. Sollte der Antrag eine Mehrheit finden, wird der Druck auf die Kultusministerkonferenz massiv steigen. Eines ist sicher: Die Suche nach der richtigen Balance zwischen Schutzraum und digitaler Lebenswirklichkeit wird die Bildungspolitik noch lange beschäftigen.

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