BundID, Führungszeugnis

BundID: Führungszeugnis wird vollständig digital

18.01.2026 - 07:32:12

Das Bundesamt für Justiz stellt das Führungszeugnis künftig als gesichertes PDF über die BundID aus. Eine App prüft die Echtheit per Barcode-Scan und beschleunigt so Verfahren.

Das polizeiliche Führungszeugnis kommt bald als gesichertes PDF. Ein neuer Gesetzesentwurf sieht vor, dass Bürger das Dokument künftig über ihr BundID-Konto erhalten. Eine Smartphone-App soll die Echtheit per Barcode-Scan prüfen. Das soll Wartezeiten drastisch verkürzen und Bürokratie abbauen.

Mit rund fünf Millionen Ausstellungen pro Jahr ist das Führungszeugnis einer der häufigsten Behördengänge. Die Digitalisierung markiert einen Meilenstein für die moderne Verwaltung. Der Entwurf passiert in Kürze das Bundeskabinett.

Vom Papier zum verifizierbaren Barcode

Das Kernelement der Reform: Das Dokument gibt es nicht mehr nur auf grünem Spezialpapier per Post, sondern auch als digitales PDF. Beantragt wird es weiterhin online beim Bundesamt für Justiz (BfJ), die Identifizierung läuft über die BundID.

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Die eigentliche Innovation steckt in der Überprüfung. Das PDF erhält einen speziellen Barcode. Arbeitgeber oder Vereine scannen diesen mit einer neuen App. Diese prüft in Sekunden, ob das Zeugnis echt und vom BfJ ausgestellt ist. Das Verfahren soll Betrug erschweren und Abläufe beschleunigen.

  • Die Beantragung nutzt weiterhin die Online-Ausweisfunktion (eID) des Personalausweises.
  • Betroffen sind das einfache, erweiterte und europäische Führungszeugnis.

BundID festigt ihre Rolle als digitaler Schlüssel

Mit dieser Integration wird die BundID weiter zum zentralen Login für den digitalen Staat. Sie schafft eine sichere Brücke zwischen Bürgern und Behörden. Experten sehen darin einen logischen Schritt der E-Government-Strategie.

Die Digitalisierung eines Massen-Dokuments hat Signalwirkung. Sie soll die Akzeptanz für digitale Behördendienste steigern und Vertrauen in die staatliche IT-Sicherheit stärken.

Mehr Tempo für Bewerber und Ehrenamt

Die Umstellung verspricht Effizienzgewinne für alle Seiten. Bürger sparen sich Postwege, Arbeitgeber beschleunigen ihre Einstellungsverfahren. Besonders profitieren könnten Bereiche, die auf schnelle Nachweise angewiesen sind – etwa die Kinder- und Jugendarbeit oder das Ehrenamt.

Die Bundesregierung rechnet mit gestiegenen Antragszahlen und erwartet Mehreinnahmen von einer Million Euro. Die nötige IT-Infrastruktur soll das BfJ jährlich etwa 2,4 Millionen Euro kosten.

Startschuss für die digitale Brieftasche?

Das digitale Führungszeugnis ist wahrscheinlich nur der Anfang. Die Technologie der verifizierbaren Dokumente könnte bald auf Zeugnisse, Urkunden oder Bescheinigungen ausgeweitet werden.

Das Zusammenspiel aus BundID, eID und speziellen Apps bildet ein wachsendes Ökosystem. Die Vision: eine digitale Wallet, in der Bürger wichtige Dokumente sicher speichern und vorzeigen können. Der Erfolg des Führungszeugnisses wird zeigen, wie schnell andere Verwaltungsleistungen folgen. Die Umsetzung ist noch für dieses Jahr geplant.

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