BSI warnt vor kritischen Android-Lücken
24.01.2026 - 03:02:12Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verschärft seine Warnung vor gefährlichen Schwachstellen in Android. Millionen Smartphones sind bedroht.
Die Behörde stuft die Sicherheitslücken als “hochriskant” ein. Angreifer könnten dadurch weitreichende Kontrolle über betroffene Geräte erlangen, sensible Daten stehlen oder Schadcode ausführen. Besonders kritisch: Es handelt sich um sogenannte Zero-Day-Lücken, die ausgenutzt werden, bevor ein offizieller Patch verfügbar ist.
Update-Notstand bei vielen Herstellern
Google hat bereits Anfang Januar ein Sicherheitsupdate veröffentlicht. Geräte mit dem Patch-Level vom 5. Januar oder neuer gelten als geschützt. Doch hier liegt das Kernproblem: Die Fragmentierung des Android-Ökosystems.
Sie nutzen ein Android-Smartphone? Gerade jetzt, nach BSI-Warnungen vor Zero-Day-Lücken und verzögerten Sicherheits-Patches, ist es wichtiger denn je, Ihr Gerät richtig abzusichern. Das kostenlose Android-Startpaket bietet eine leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung, erklärt, wie Sie Updates prüfen, sichere App-Quellen einstellen und einfache Schutzmaßnahmen aktivieren — ideal auch für Einsteiger und ältere Nutzer. Zusätzlich gibt es einen gratis 5-teiligen E-Mail-Grundkurs mit Praxis-Checks für mehr Sicherheit. Jetzt Android-Grundkurs & Sicherheits-Guide gratis herunterladen
Während Besitzer von Google-Pixel-Geräten Updates meist direkt erhalten, hängen Nutzer anderer Marken von ihren Herstellern ab. Kritische Patches brauchen oft Wochen oder Monate, um auf allen Geräten anzukommen. Experten schätzen, dass Hunderte Millionen Android-Geräte weltweit mit veralteter, ungeschützter Software laufen.
Was steckt hinter den Angriffen?
Die aktuelle Warnung ist Teil eines besorgniserregenden Trends. Bereits in den letzten Monaten des Jahres 2025 nutzten Angreifer aktiv Android-Schwachstellen aus. Oft stecken dahinter professionelle Spionage-Software-Anbieter oder staatliche Akteure, die es auf bestimmte Ziele abgesehen haben.
Die Angriffsvektoren sind vielfältig:
* Rechteausweitung im Linux-Kernel, dem Fundament von Android.
* Kompromittierung der Android Runtime, die Apps den Ausbruch aus ihrer geschützten “Sandbox” ermöglicht.
Was Nutzer jetzt tun müssen
Für Android-Nutzer ist proaktives Handeln entscheidend. Das BSI empfiehlt dringend:
- Updates sofort installieren: Suchen Sie manuell in den Systemeinstellungen nach Aktualisierungen und aktivieren Sie die automatische Installation.
- Apps nur aus vertrauenswürdigen Quellen wie dem Google Play Store beziehen.
- Wachsam bleiben: Achten Sie auf verdächtiges Geräteverhalten oder unbekannte Apps.
Der Druck auf die Gerätehersteller wächst, ihre Update-Politik zu beschleunigen. Bis dahin bleibt die Sicherheit für viele Android-Nutzer ein Lotteriespiel.


