BSI, Wohnungs-Masche

BSI warnt vor gefährlicher Wohnungs-Masche auf Kleinanzeigen

31.01.2026 - 16:40:12

Cyberkriminelle locken auf Kleinanzeigen mit gefälschten Wohnungsanzeigen und infizieren Computer mit Schadsoftware über manipulierte Links für virtuelle Besichtigungen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt vor einer neuen Betrugswelle auf Kleinanzeigen. Kriminelle locken Wohnungssuchende mit gefälschten Angeboten und infizieren deren Computer mit Schadsoftware.

Veröffentlicht am Samstag, 31. Januar 2026

Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt wird zur perfiden Falle. Cyberkriminelle nutzen die Verzweiflung von Wohnungssuchenden aus und platzieren auf Plattformen wie Kleinanzeigen attraktive Angebote zu unrealistisch niedrigen Preisen. Der eigentliche Angriff erfolgt über einen geschickt platzierten Köder in der Anzeige selbst.

Der Köder: Die virtuelle Besichtigung

Die Masche folgt einem klaren Muster. In den gefälschten Inseraten wird eine bequeme „360-Grad-Online-Besichtigung“ angeboten. Ein externer Link soll zum virtuellen Rundgang führen. Doch statt einer Immobilientour landen die Opfer auf einer manipulierten Webseite.

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Dort werden sie aufgefordert, eine spezielle Software für den 3D-Rundgang herunterzuladen. In Wahrheit handelt es sich um gefährliche Malware. „Moderne virtuelle Touren funktionieren direkt im Browser“, warnt das BSI. „Eine separate Installation ist immer ein Alarmzeichen.“

Die Gefahr: Vollständige Kontrolle über den PC

Die Folgen der Infektion sind schwerwiegend. Die Schadsoftware kann im Hintergrund Passwörter und Bankdaten ausspähen. Besonders gefährlich sind sogenannte Remote Access Trojans (RATs). Sie ermöglichen den Kriminellen die vollständige Fernsteuerung des infizierten Computers.

Die Konsequenzen für Betroffene reichen von leergeräumten Konten bis zum Identitätsdiebstahl. Gestohlene Daten werden im Darknet gehandelt oder für weitere Straftaten genutzt. Die aktuelle Warnung des CERT-Bund unterstreicht die Dringlichkeit der Lage.

So erkennen und vermeiden Sie die Falle

Das BSI rät zu gesundem Misstrauen und konkreten Vorsichtsmaßnahmen:
* Preis als Indikator: Unrealistisch günstige Angebote in Top-Lagen sind immer verdächtig.
* Links nicht anklicken: Klicken Sie niemals auf externe Links in Anzeigenbeschreibungen.
* Keine Software installieren: Laden Sie keine Programme für Besichtigungen herunter.
* Plattform nutzen: Halten Sie die gesamte Kommunikation innerhalb der Kleinanzeigen-Plattform.
* System schützen: Halten Sie Antivirensoftware, Betriebssystem und Browser stets aktuell.

Anpassungsfähige Kriminelle nutzen die Wohnungsnot

Betrug auf Online-Marktplätzen ist nicht neu. Doch die aktuelle Masche zeigt, wie Kriminelle soziale Notlagen gezielt ausnutzen. Die Anonymität des Internets bietet ihnen dabei Schutz.

Für Wohnungssuchende bedeutet dies eine zusätzliche Hürde. Die BSI-Warnung erinnert daran, im digitalen Raum stets kritisch zu bleiben. Solange die Wohnungsnachfrage das Angebot übersteigt, werden Kriminelle diese Schwachstelle ausnutzen. Wachsamkeit ist der beste Schutz.

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