BSI-Portal startet: Verschlüsselung wird für KRITIS zur Pflicht
20.01.2026 - 15:04:12Die verschärften Cybersicherheits-Regeln für Kritische Infrastrukturen (KRITIS) treten in eine heiße Phase. Ein neues Meldeportal des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und knappe Fristen zwingen zehntausende Unternehmen zum Handeln. Der Fokus liegt auf der Absicherung sensibler Kommunikation.
NIS-2 wird Realität: Das neue BSI-Portal
Seit Anfang Januar ist das neue Melde- und Informationsportal (MIP) online. Es ist die zentrale Anlaufstelle für Sicherheitsvorfälle. Betroffene Unternehmen müssen sich bis zum 6. März 2026 registrieren. Der Kreis der Pflichtigen hat sich durch die EU-Richtlinie NIS-2 massiv erweitert – auf schätzungsweise 29.000 Organisationen in Deutschland.
Die Meldepflichten sind streng: Ein signifikanter Vorfall muss innerhalb von 24 Stunden erstgemeldet werden. Eine detaillierte Bewertung folgt nach 72 Stunden, der Abschlussbericht nach einem Monat. Diese engen Zeitfenster zwingen zur Professionalisierung der Incident-Response-Prozesse. Die Ära der laschen Handhabung ist vorbei.
E-Mail-Verschlüsselung als strategischer Imperativ
Die kurzen Fristen unterstreichen eine einfache Wahrheit: Vorfälle müssen von vornherein verhindert werden. Da viele Angriffe wie Ransomware über kompromittierte E-Mail-Konten starten, rückt die Absicherung dieses Kanals in den Mittelpunkt. Verschlüsselung ist keine Option mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit.
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Bereits das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 verpflichtet KRITIS-Betreiber zum „Stand der Technik“. Das schließt die Verschlüsselung sensibler Daten ein. Das BSI geht mit gutem Beispiel voran: Für den Austausch mit Betreibern stellt es S/MIME-Zertifikate und PGP-Schlüssel bereit. Diese Vorbildfunktion setzt den erwarteten Standard klar.
Vom IT-Thema zur Chefetagen-Aufgabe
Die neuen Regeln markieren einen Wendepunkt: Cybersicherheit ist endgültig Chefsache. Die Geschäftsleitung haftet für die Einhaltung und muss Ressourcen für Prävention bereitstellen. Wer jetzt nicht proaktiv handelt, riskiert bei einem Vorfall die Fristen zu verpassen – mit empfindlichen Bußgeldern und Reputationsschäden.
Eine robuste E-Mail-Verschlüsselungsstrategie ist eine der effektivsten Maßnahmen. Sie minimiert das Risiko von Datenschutzverletzungen und dient als Nachweis gegenüber dem BSI, dass Vorkehrungen getroffen wurden. Das Amt hat angekündigt, seine Kontrollen 2026 deutlich zu verschärfen.
Ausblick: Wirkung zählt mehr als Checklisten
Der 6. März ist nur der Startschuss. In den kommenden Monaten müssen Unternehmen nachweisen, dass sie die NIS-2-Anforderungen wirksam umgesetzt haben. Experten erwarten, dass künftige BSI-Prüfungen stärker auf der nachweisbaren Wirksamkeit von Maßnahmen liegen werden.
Eine reine „Checkbox-Compliance“ reicht nicht mehr aus. Im Vorteil sind Unternehmen, die in automatisierte Verschlüsselung, moderne Phishing-Abwehr und Mitarbeiterschulung investieren. Für alle systemrelevanten Akteure wird die verschlüsselte E-Mail-Kommunikation zur unumgänglichen Pflicht.
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