Brandschutz-Training wird zum digitalen Erlebnis
30.01.2026 - 14:04:12Neue Regeln erlauben Gamification und VR – deutsche Unternehmen ersetzen staubige Sicherheitsunterweisungen durch immersive Lernszenarien. Der Hintergrund: eine aktualisierte DGUV-Vorschrift und wachsender Druck nachweisbarer Kompetenz.
Regulatorischer Rückenwind für digitale Tools
Die Arbeitswelt in Deutschland wird sicherer – und digitaler. Seit dem 1. Januar 2026 bietet die überarbeitete DGUV Vorschrift 2 Unternehmen mehr Spielraum, digitale Formate in ihre Sicherheitsunterweisungen zu integrieren. Dieser Paradigmenwechsel war zentrales Thema beim traditionellen Winterfest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) am 29. Januar in Berlin.
Die Neuregelung erlaubt es, einen Teil der sicherheitstechnischen Betreuung und Unterweisung digital durchzuführen. Das ebnet den Weg für rechtssichere, gamifizierte Trainingsmethoden. Ein Ziel ist klar: die oftmals ermüdenden Pflichtvorträge durch wirksame Lernerlebnisse zu ersetzen und die gefürchtete Compliance-Müdigkeit der Mitarbeiter zu bekämpfen.
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Gamification schafft emotionales Lernen unter Druck
Moderne Brandschutz-Unterweisung geht heute weit über „Klicken und Lesen“ hinaus. Der Trend für 2026 heißt emotionales Design: Virtual Reality (VR) simuliert den Stress eines echten Brandes. Mitarbeiter stehen in einem virtuellen Büro, sehen Rauch aufsteigen und müssen einen getrackten Feuerlöscher greifen, um die Flammen zu bekämpfen.
Pionier auf diesem Gebiet ist BG prevent (ehemals B·A·D). Deren VR Fire Trainer wurde kürzlich zum „Innovator des Jahres 2025“ gekürt. Im Gegensatz zu wetterabhängigen Übungen lassen sich diese Simulationen beliebig oft wiederholen – bis die richtigen Handgriffe sitzen.
Aktuelle Forschungsprojekte der Berliner Hochschule für Technik (BHT) untermauern den Ansatz. Studien zu VR- und KI-Anwendungen zeigen: immersive Simulationen steigern den Lernerfolg deutlich gegenüber theoretischer Belehrung. Sie bereiten auf die psychologische Realität eines Feuers vor, nicht nur auf die Theorie.
Regionale Ereignisse und Marktreaktion befeuern Nachfrage
Aktuelle Vorfälle schärfen das Bewusstsein für praxisnahes Training. So kündigten Organisatoren großer Schweizer Karnevalsveranstaltungen am 27. Januar verschärfte Sicherheitskonzepte an – inklusive verpflichtender praktischer Übungen für Aushilfskräfte. Dieser Fokus auf handlungsfähige Kompetenz statt bloßer Anwesenheit strahlt auch auf den deutschen Markt aus.
Die Wirtschaft reagiert prompt auf den Modernisierungsbedarf. Am 13. Januar eröffnete der globale Smart-Safety-Pionier X-Sense eine deutsche Niederlassung in Langen. Der Trend: Hardware- und Software-Ökosysteme wachsen zusammen. Intelligente Rauchmelder werden oft von Apps begleitet, die das Sicherheitswissen vertiefen.
Etablierte Anbieter setzen parallel auf zertifizierte Qualität. Die Minimax Mobile Services GmbH gab heute, am 30. Januar, bekannt, dass ihre Brandschutz-Wannen das VdS-Zertifikat erhalten haben. Dies unterstreicht den branchenweiten Push für nachweisbar hohe Standards – bei Geräten wie bei der Mitarbeiterschulung.
Hybrid-Modell entlastet vor allem den Mittelstand
Die Zukunft der Brandschutz-Unterweisung liegt im Hybrid-Modell. Die neue DGUV Vorschrift 2 ermöglicht es, theoretische und repetitive Inhalte digital zu vermitteln. Sicherheitsfachkräfte gewinnen so Zeit für betriebsspezifische Gefahren und praktische Übungen vor Ort.
Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist das ein Wendepunkt. Die Regelung erhöht die Schwellenwerte für bestimmte Betreuungsmodelle von 10 auf 20 Mitarbeiter. Gamifizierte Apps ermöglichen es diesen Betrieben, standardisiert hochwertige Schulungen einzusetzen – ohne die hohen Kosten externer Trainer bei jeder Sitzung. Mitarbeiter können per Smartphone auf „Brandgefahren-Jagd“ gehen und Risiken wie verstellte Notausgänge in einem virtuellen Abbild ihres Arbeitsplatzes identifizieren.
KI-gesteuerte Module werden zum neuen Standard
Die Digitalisierung des Sicherheitstrainings wird sich 2026 weiter beschleunigen. Die für Dezember in Köln geplanten VdS-BrandSchutzTage haben digitale und organisatorische Lösungen bereits als Schwerpunkt angekündigt.
Experten prognostizieren: Bis Jahresende werden KI-gesteuerte Trainingsmodule Standard sein. Diese Systeme passen den Schwierigkeitsgrad einer Brandsituation an die Leistung des Mitarbeiters an. Eine Brandschutzhelferin erhält so ein anspruchsvolleres Szenario als eine Bürokraft. Das rechtliche Fundament für diese Innovationen steht. Unternehmen, die ihre Trainingsmethoden nicht modernisieren, riskieren nicht nur geringere Akzeptanz, sondern fallen auch hinter den neuen Standard der nachweisbaren Kompetenz zurück, den Versicherer und Aufsichtsbehörden zunehmend fordern.
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