Bolt, Chinesischer

Bolt: Chinesischer Roboter läuft Weltrekord

06.02.2026 - 01:04:12

Der humanoide Roboter Bolt erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde. Diese Entwicklung markiert einen Fortschritt für den praktischen Einsatz in Logistik und Industrie.

Ein chinesischer Humanoid-Roboter hat mit 10 Metern pro Sekunde einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufgestellt – und liegt damit im Bereich von Spitzenathleten. Die Entwicklung markiert einen Meilenstein für die praktische Nutzung von Robotern.

Shanghai – Die Ära der laufenden Roboter hat einen neuen Tempomacher: Forscher der Zhejiang Universität und des Start-ups MirrorMe Technology haben diese Woche den Humanoiden „Bolt“ vorgestellt. Der 1,75 Meter große und 75 Kilogramm schwere Roboter erreichte auf einem Laufband eine Spitzengeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde. Damit könnte er theoretisch 100 Meter in zehn Sekunden laufen – eine Zeit, die bei Leichtathletik-Weltklassewettkämpfen mithalten würde.

Präzision statt menschlicher Gangart

Der Rekord ist das Ergebnis von Durchbrüchen in der Bewegungskontrolle und dem dynamischen Gleichgewicht. „Bolt“ nutzt für seine hohe Geschwindigkeit kürzere, schnellere Schritte als ein Mensch. Diese Technik erfordert millisekundengenaue Anpassungen, um Stabilität zu halten. Ein Vergleichslauf mit MirrorMe-Gründer Wang Hongtao demonstrierte die überlegene Ausdauer der Maschine.

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Die Hardware ist speziell für Geschwindigkeit optimiert: Redesignierte Gelenke und ein hochleistungsfähiges Antriebssystem ermöglichen die schnellen, stabilen Bewegungen. Das Projekt baut auf früheren Erfolgen des Teams auf, darunter der vierbeinige Roboter „Black Panther“, der 2025 ebenfalls die 10-m/s-Marke durchbrach.

Akademie und Industrie im Sprint

„Bolt“ ist ein Produkt der wachsenden Zusammenarbeit zwischen chinas Forschungsinstitutionen und der privaten Technologiebranche. Die Zhejiang Universität brachte über ein Jahrzehnt Forschung in Robotik ein, während MirrorMe und der Industriepartner Hangzhou Kaierda für die ingenieurtechnische Umsetzung sorgten.

Dieses Modell treibt Chinas Präsenz im globalen Robotikmarkt voran. Allein in China gab es Ende 2025 über 150 Hersteller von Humanoid-Robotern. Der staatliche Fokus auf Schlüsselindustrien – ähnlich wie früher bei Elektrofahrzeugen – befeuert diesen Wettbewerb. Start-ups wie MirrorMe setzen auf Spezialisierung, hier auf Hochgeschwindigkeit, um sich zu differenzieren.

Mehr als nur ein Rekordjäger

Doch was bringt ein schneller Roboter praktisch? Die Entwickler sehen in der Geschwindigkeit eine Grundvoraussetzung für den kommerziellen Einsatz. In Logistikzentren, bei Rettungseinsätzen oder in der Industrieautomatisierung könnte die schnelle Fortbewegung in menschengemachten Umgebungen entscheidend sein.

Langfristig denken die Schöpfer sogar an „intelligente Sportpartner“: Fortgeschrittene Versionen von „Bolt“ könnten Profiathleten als trainierbarer, konstanter Gegner dienen, der Weltrekordgeschwindigkeiten repliziert. Das eigentliche Ziel sei jedoch, die biologischen Grenzen der menschlichen Bewegung zu erforschen und zu übertreffen.

Das Rennen um die Anwendung hat begonnen

Das Jahr 2026 könnte das Jahr werden, in dem Humanoid-Roboter aus den Laboren in die reale Welt wandern. Die Branche verschiebt ihren Fokus zunehmend von der Grundlagenforschung hin zu Anwendung und Wirtschaftlichkeit. Veranstaltungen wie die erstmals in Peking ausgetragenen World Humanoid Robot Games unterstreichen diesen Trend.

Die nächste große Hürde ist nun die Kopplung der physischen Leistung mit fortgeschrittener künstlicher Intelligenz für mehr Autonomie. Die Kombination aus Elite-Körper und intelligenter Steuerung wird den vollen Nutzen der Humanoiden erschließen. Mit seinem Rekordlauf hat „Bolt“ das Startsignal für diese nächste Innovationsphase gegeben.

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