Bolt: Chinesischer Roboter läuft Weltrekord ein
08.02.2026 - 18:39:12Ein chinesischer Zweibeiner-Roboter hat mit 10 Metern pro Sekunde einen neuen Geschwindigkeitsweltrekord aufgestellt – und bewegt sich damit im Tempo von Spitzenathleten. Die Entwicklung markiert einen Meilenstein im globalen Wettrennen um leistungsfähige humanoide Roboter.
Hangzhou. Der Kampf um die Vorherrschaft in der Robotik hat einen neuen Schauplatz: die Laufbahn. Ein Forschungsteam aus Hangzhou hat mit „Bolt“ einen humanoiden Roboter präsentiert, der mit einer Spitzengeschwindigkeit von 10 Metern pro Sekunde sprintet. Diese Leistung, die in der vergangenen Woche bekannt wurde, stellt einen neuen Weltrekord für zweibeinige Roboter dar und bewegt sich im Bereich von Olympia-Athleten.
Rekordlauf auf dem Laufband
Hinter dem Rekord steht eine Kooperation aus dem Humanoid Innovation Institute der Zhejiang Universität und den beiden Hangzhouer Start-ups MirrorMe Technology und Kaierda. Der 1,75 Meter große und 75 Kilogramm schwere Roboter, benannt nach dem Sprint-Legenden Usain Bolt, musste für seinen Rekord eine zentrale Hürde meistern: in Echtzeit Umgebungsdaten verarbeiten und seine Haltung sowie seinen Gang millisekundenschnell anpassen.
Ein viel beachtetes Demonstrationsvideo zeigt Bolt im direkten Duell mit Wang Hongtao, dem Institutsleiter und Gründer von MirrorMe, auf nebeneinander stehenden Laufbändern. Der rot lackierte Android behält dabei eine stabile, aufrechte Haltung bei, während seine Beine in extrem hoher Frequenz arbeiten. Mit kürzeren, aber schnelleren Schritten überholt er schließlich den menschlichen Läufer – ein beeindruckender Beweis für die gelösten Probleme bei Dynamik und Balance.
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Schneller als ein Gepard auf vier Beinen?
Die erfolgreiche Zusammenarbeit von akademischer Forschung und industrieller Anwendung gilt als Schlüssel zum Erfolg. Bereits 2025 hatte das gleiche Team mit dem vierbeinigen Roboter „Black Panther“ die 10-Meter-Marke geknackt. Die Übertragung dieser Geschwindigkeit auf die komplexere, zweibeinige humanoide Form stellt jedoch einen Quantensprung in der Entwicklung von Steueralgorithmen und Hardware dar.
Die Fortschritte kommen zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Allein in China arbeiten nach Angaben von Ende 2025 über 150 Unternehmen an humanoiden Robotern. Geschwindigkeit und Agilität auf menschlichem Niveau gelten als entscheidender Schritt zur kommerziellen Nutzbarkeit. Schnelle Mobilität ist essenziell für effiziente Einsätze in Logistikzentren, bei der Katastrophenhilfe oder in anspruchsvollen Industrieprozessen.
Vom Labor in die Anwendung
Doch was bedeutet der Rekord jenseits der Schlagzeile? Die entwickelten Balance- und Steuerungssysteme, die Bolt bei hohem Tempo vor dem Sturz bewahren, sind die eigentliche Innovation. Sie sind grundlegend für sichere und zuverlässige Operationen in dynamischen Umgebungen. Bei seiner Spitzengeschwindigkeit könnte Bolt theoretisch einen 100-Meter-Lauf in exakt 10 Sekunden absolvieren – eine Zeit, die ihn im olympischen Finale mithalten ließe.
Die nächste Entwicklungsstufe wird nun auf das „Gehirn“ des Roboters zielen: die Fähigkeit, unstrukturierte Umgebungen autonom wahrzunehmen und darauf zu reagieren. Die Branche verlagert den Fokus zunehmend von rein mechanischen Höchstleistungen hin zur Integration von fortschrittlicher Künstlicher Intelligenz (KI). Diese soll Robotern ermöglichen, mehrdeutige Befehle zu verstehen und eigenständige Entscheidungen zu treffen.
Wang Hongtao sieht ein Hauptziel der Forschung darin, eine technologische Basis zu schaffen, die die biologischen Grenzen der menschlichen Bewegung erreicht oder sogar übertrifft. Eine konkrete Anwendungsidee von MirrorMe ist ein „stählerner Sparringspartner“ für Profisportler, der es ihnen ermöglicht, gegen ein Gerät zu trainieren, das Weltrekordgeschwindigkeiten replizieren kann. Die Fusion von Bolts Hardware mit leistungsfähigerer KI könnte humanoide Roboter bald aus dem Labor in den praktischen Alltag vieler Branchen führen.
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