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Body Doubling: So besiegt die „Körperdoppel“-Methode Prokrastination

18.01.2026 - 23:06:12

Die Methode des gemeinsamen Arbeitens erlebt einen Boom und hilft gegen Prokrastination. Experten erklären die psychologischen Effekte und zeigen moderne Anwendungen von Co-Working bis KI.

Body Doubling hilft gegen Aufschieberitis und fördert den Fokus. Die Technik, bei der man in Anwesenheit einer anderen Person arbeitet, erlebt derzeit einen Boom – besonders im Homeoffice. Ursprünglich aus der ADHS-Community stammend, nutzen sie heute Studierende, Kreative und Remote-Mitarbeiter, um endlich Dinge anzupacken.

Warum uns ein „Doppelgänger“ produktiver macht

Die bloße Anwesenheit einer anderen Person schafft sanften sozialen Druck. Dieses Prinzip nennt sich soziale Erleichterung (Social Facilitation). Das Gehirn aktiviert Schaltkreise für Verantwortlichkeit, was die Motivation steigert und Ablenkungen reduziert. Für Menschen mit ADHS ist die Methode besonders wertvoll, da sie eine externe Struktur bietet, die hilft, den Fokus zu halten.

Experten der Attention Deficit Disorder Association (ADDA) bestätigen den Effekt: Die Technik erhöht die Motivation und hilft, lästige Aufgaben zu bewältigen.

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Vom Café zum Video-Call: So funktioniert es heute

Früher traf man sich in Bibliotheken, heute vernetzen Apps die Nutzer weltweit:
* Physisch: Gemeinsames Arbeiten mit einem Freund im selben Raum oder in Co-Working-Spaces.
* Virtuell: Plattformen wie Focusmate oder Flown verbinden Nutzer per Video für stille Fokussitzungen. Oft werden zu Beginn Ziele abgesteckt, dann wird konzentriert gearbeitet.
* Asynchron: Sogar „Study with Me“-Videos auf YouTube nutzen den Effekt, indem man jemandem beim Lernen zusieht.

Ein Werkzeug, keine Wunderwaffe: Die Grenzen der Methode

Body Doubling hilft bei Steuererklärung, Haushalt oder kreativen Projekten. Doch die Technik hat auch Tücken. Eine Sitzung kann schnell in ein geselliges Beisammensein abgleiten. Klare Regeln sind daher essenziell.

Experten warnen zudem vor Abhängigkeit. Die Methode sollte ein Werkzeug im Produktivitäts-Baukasten sein, nicht die einzige Strategie. Der richtige Partner muss unterstützend, nicht ablenkend oder wertend sein.

Wird KI zum digitalen Body Double?

Die Zukunft der Methode ist digital und smart. Neue Plattformen integrieren Timer und Fortschritts-Tracker. Sogar KI könnte künftig als „digitaler Beobachter“ fungieren, um Verbindlichkeit zu erzeugen.

Für Unternehmen bietet organisiertes virtuelles Co-Working eine Chance, die Isolation im Homeoffice zu bekämpfen und die Produktivität zu steigern. Body Doubling wandert so aus der Nische in den Mainstream der Arbeitswelt.

@ boerse-global.de