Bitdefender-Studie, Smartphone-Nutzer

Bitdefender-Studie: Jeder zweite Smartphone-Nutzer verzichtet auf Schutz

16.01.2026 - 17:05:12

Fast die Hälfte aller Verbraucher schützt ihr Smartphone nicht mit zusätzlicher Software, obwohl sie es für Banking nutzen. Die Studie deckt gefährliche Gewohnheiten und wachsende KI-Bedrohungen auf.

Fast die Hälfte aller Verbraucher schützt ihr Smartphone nicht mit zusätzlicher Sicherheitssoftware – obwohl sie es für Bankgeschäfte und Online-Shopping nutzen. Das zeigt eine neue, alarmierende Analyse des Cybersicherheits-Unternehmens Bitdefender, die eine gefährliche Lücke im digitalen Alltag aufdeckt.

Die Daten stammen aus der umfassenden Bitdefender Consumer Cybersecurity Survey 2025, für die über 7.000 Verbraucher in den USA, Europa und Australien befragt wurden. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Bevölkerung, die zwar finanzielle Verluste und Identitätsdiebstahl fürchtet, aber grundlegende Schutzmaßnahmen oft vernachlässigt.

Die gefährliche Sicherheitslücke: Warum Nutzer auf Schutz verzichten

Warum lassen fast 50 Prozent der Nutzer ihr wichtigstes digitales Gerät ungeschützt? Die Analyse identifiziert mehrere fatale Irrtümer. 32 Prozent der Befragten halten Sicherheits-Apps für zu teuer. Rund ein Fünftel fürchtet, die Software würde die Leistung ihres Geräts beeinträchtigen.

Besonders kritisch: 19 Prozent vertrauen blindlings den eingebauten Sicherheitsfunktionen ihres Betriebssystems – ein Glaube, der gegen gezielte moderne Angriffe kaum standhalten dürfte. Am besorgniserregendsten ist jedoch, dass 32 Prozent derjenigen ohne Schutz-App „keinen Grund“ für ihre Entscheidung angeben. Diese Sorglosigkeit ist bei älteren Nutzern ab 55 Jahren besonders ausgeprägt; fast die Hälfte von ihnen sieht keine Notwendigkeit für zusätzlichen Schutz.

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Ein riskantes Muster: Bequemlichkeit geht vor Sicherheit

Die Nachlässigkeit beim Smartphone ist kein Einzelfall, sondern Teil eines gefährlichen Musters. Die Studie zeigt, dass schlechte Sicherheitsgewohnheiten auch andere Geräte und Online-Praktiken betreffen. So sichern 58 Prozent ihren Computer nicht mit Drittanbieter-Software ab. Bei Tablets sind es sogar 82 Prozent.

Auch beim Passwort-Management gibt es erhebliche Schwachstellen. Über ein Drittel (37 Prozent) schreibt Passwörter noch immer auf Zettel, und 32 Prozent verwenden dasselbe Passwort für mehrere Konten. Ein einziger Datenleck kann so zur Katastrophe für viele Accounts führen.

Die Bequemlichkeit siegt auch beim Surfen: Fast die Hälfte (48 Prozent) akzeptiert alle Web-Cookies standardmäßig, um schneller an Inhalte zu gelangen. Drei Viertel (75 Prozent) geben zu, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nur zu überfliegen oder ganz zu ignorieren.

Im Visier der Kriminellen: Social Media und KI-Scams

Auf diese weit verbreitete Sorglosigkeit trifft eine immer feindseligere Bedrohungslage. Cyberkriminelle passen ihre Methoden an – mit Erfolg. Social Media hat E-Mails als Hauptkanal für erfolgreiche Betrugsversuche abgelöst und ist für 34 Prozent der Vorfälle verantwortlich. Es folgen E-Mails (28 Prozent), Telefonanrufe (25 Prozent) und Textnachrichten (24 Prozent).

Jüngere, aktive Social-Media-Nutzer werden dabei mehr als doppelt so häufig über diese Plattformen betrogen wie Nutzer über 55. Die Sorge vor Künstlicher Intelligenz wächst: 37 Prozent der Verbraucher fürchten am meisten den Einsatz von KI für hochsophistische Betrugsmaschen wie Deepfakes und Sprach-Klone.

Die finanziellen Folgen sind real: Jeder siebte Befragte wurde im vergangenen Jahr Opfer eines Betrugs. Der durchschnittliche geschätzte Schaden lag bei über 500 US-Dollar – ein Betrag, der die Jahreskosten für eine Sicherheitslösung bei weitem übersteigt.

Die entscheidende Lücke: Angst versus Handeln

Die Bitdefender-Ergebnisse sind ein Weckruf. Während das Smartphone zur Schaltzentrale unseres finanziellen und privaten Lebens wird, bleibt sein Schutz das schwächste Glied in der persönlichen Cybersicherheit. Die Kluft zwischen der Angst vor Verlust und den tatsächlichen Gewohnheiten schafft ein vermeidbares Risiko.

Experten betonen, dass die Bewältigung dieser Herausforderung mehr Aufklärung erfordert. Da Kriminelle zunehmend auf KI setzen, um Angriffe zu automatisieren, reichen eingebaute Schutzfunktionen und gesunder Menschenverstand allein nicht mehr aus. Für die fast 50 Prozent der mobilen Nutzer ohne Schutz ist der Schritt zu einer vertrauenswürdigen Sicherheitslösung der effektivste Weg, ihr digitales Leben zu schützen.

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