Birkenstock verfehlt Umsatzerwartungen trotz starken Wachstums
12.02.2026 - 19:02:12Birkenstock legt gemischte Quartalszahlen vor. Der Schuhhersteller meldet zwar ein robustes währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 18 Prozent, bleibt aber knapp unter den Erwartungen der Analysten. Die Aktie verlor im frühen Handel.
Starker Kern, schwache Währungseffekte
Das Unternehmen erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 402 Millionen Euro. Das entspricht einem Plus von 11 Prozent auf berichteter Basis. Die beeindruckendere Zahl ist jedoch das währungsbereinigte Wachstum von 18 Prozent. Dies übertrifft sogar die eigene Jahresprognose des Unternehmens. Der bereinigte Gewinn pro Aktie lag mit 0,26 bis 0,27 Euro im erwarteten Bereich.
Warum reagierten die Anleger dennoch verhalten? Die Konsensschätzung der Analysten lag bei etwa 410 Millionen Euro. Dieses knappe Verfehlen der Markterwartungen drückte den Aktienkurs im vorbörslichen Handel um rund 2,4 Prozent nach unten. Die Diskrepanz zeigt: Externe Faktoren belasten die Bilanz.
Clogs und Lammfell als Wachstumstreiber
Ein klares Highlight des Berichts ist die außergewöhnliche Nachfrage nach geschlossenen Modellen. Besonders Clogs, Stiefel und mit Shearling gefütterte Schuhe verkauften sich in der Weihnachtszeit hervorragend.
Dieser Erfolg ist strategisch wichtig. Er beweist, dass Birkenstock den Wandel von der reinen Sommermarke zur ganzjährigen Lifestyle-Marke meistert. Die Beliebtheit dieser Komfort-Schuhe spiegelt einen anhaltenden Verbrauchertrend wider und hilft, saisonale Schwankungen auszugleichen.
Zölle und Wechselkurse drücken auf die Marge
Trotz der starken Nachfrage kämpft das Unternehmen mit erheblichen externen Belastungen. Die Bruttogewinnmarge sank auf 55,7 Prozent – ein Minus von 460 Basispunkten.
Die Gründe liegen außerhalb der direkten Kontrolle des Managements:
* Ungünstige Währungseffekte
* Zusätzliche US-Zölle auf europäische Importe
* Kosten aus der Übernahme des australischen Vertriebspartners
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Ohne diese Faktoren hätte die Marge deutlich besser ausfallen können. Sie zeigen die Verwundbarkeit globaler Marken in einem turbulenten wirtschaftlichen Umfeld.
Ausblick: Investitionen in Wachstum
Birkenstock hält trotz der gemischten Quartalszahlen an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem währungsbereinigten Umsatzwachstum von 13 bis 15 Prozent.
Um dieses Ziel zu erreichen, plant der Konzern massive Investitionen:
* 110 bis 130 Millionen Euro für Sachanlagen
* Eröffnung von etwa 40 neuen eigenen Stores weltweit
Diese Investitionen in Produktion und Direktvertrieb sollen die Marke unabhängiger machen. Die kommenden Quartale werden zeigen, ob Birkenstock die externen Margenbelastungen weiter abfedern und den Erfolg seiner neuen Schuhkategorien fortsetzen kann.
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