Bewegung steigert bei Kindern die Intelligenz um bis zu vier Punkte
09.02.2026 - 00:51:12Eine wachsende Zahl wissenschaftlicher Erkenntnisse belegt: Tägliche Bewegung ist fundamental für die Gehirngesundheit von Kindern. Sie fördert Konzentration, Gedächtnis und schulischen Erfolg. Experten sehen in körperlicher Aktivität einen entscheidenden Baustein für die geistige Entwicklung.
Die Forschung ist sich einig: Bewegung wirkt als biologischer Entwicklungsreiz. In den ersten Lebensjahren ist der natürliche Bewegungsdrang besonders ausgeprägt und prägt Reifungsprozesse. Studien zeigen einen direkten Link zu den exekutiven Funktionen – jenen Fähigkeiten, die für Planung und Selbstkontrolle unerlässlich sind.
So verändert Sport das kindliche Gehirn
Neuere Metaanalysen untermauern den klaren Zusammenhang zwischen Aktivität und kognitiver Leistung. Eine Übersichtsarbeit legt nahe: Regelmäßige Bewegung kann den Intelligenzquotienten von Heranwachsenden um bis zu vier Punkte steigern. Profitieren sollen unter anderem:
* Die Verarbeitungsgeschwindigkeit
* Die kognitive Flexibilität
* Das Arbeitsgedächtnis
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Die Effekte sind physiologisch erklärbar. Aktivität setzt Botenstoffe frei, die das Wachstum von Nervenzellen fördern. Fitte Kinder zeigen eine höhere gehirnliche Flexibilität, mobilisieren mehr Aufmerksamkeit und verarbeiten Informationen schneller.
Die Lücke zwischen Empfehlung und Realität
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt für Kinder und Jugendliche mindestens 60 Minuten Bewegung pro Tag. Der Großteil sollte aerob sein. Gemeint ist nicht nur Sport, sondern auch spontanes Toben, Klettern und Rennen.
Die deutsche Realität sieht anders aus. Laut der HBSC-Studie von 2022 erreichen nur 10,8 Prozent der Mädchen und 20,9 Prozent der Jungen (11-15 Jahre) dieses Pensum. Die während der Pandemie gestiegene Mediennutzung verschärft das Problem. Experten fordern dringend mehr bevölkerungsweite Maßnahmen.
Gezielte Hilfe bei ADHS und Lernschwächen
Besonders vielversprechend sind die Erkenntnisse für Kinder mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Gezielte sportliche Betätigung kann hier die kognitive Kontrolle und Flexibilität verbessern. Schon kurze Bewegungseinheiten sollen die Konzentrationsfähigkeit steigern.
Körperlich-kognitive Konzepte, die Bewegung mit Denkaufgaben verbinden, trainieren neuronale Schaltkreise direkt. Die so erlernten Fähigkeiten lassen sich auf schulische Aufgaben übertragen – ein Ansatz, der zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Bewegung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe
Die Förderung ist eine Herausforderung für die ganze Gesellschaft. Schulen und Kitas spielen eine Schlüsselrolle. Das Konzept des „bewegten Lernens“, das Inhalte mit Aktivität verknüpft, maximiert das Lernpotenzial.
Doch es gibt soziale Ungleichheiten. Kinder aus benachteiligten Familien sind seltener in Sportvereinen aktiv. Experten fordern daher bessere Zugänge für alle, um Chancengerechtigkeit zu erhöhen. Bewegungsförderung wird so auch zur Frage der Bildungsgerechtigkeit.
Der Trend: Integration in den Alltag
Die Forschung sucht weiter nach den optimalen Parametern für Trainingsprogramme. Eines steht fest: Jede Aktivität ist besser als keine.
Langfristig muss Bewegung fester in den strukturierten Alltag eingebaut werden – durch bewegte Pausen, aktive Schulwege und bewegungsfreundliche Städte. Die Erkenntnis, dass körperliche und geistige Fitness untrennbar sind, muss sich in konkreten Maßnahmen niederschlagen.
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