Betrüger nutzen gefälschte Bank-Anrufe für neue Masche
17.01.2026 - 15:31:12Sicherheitsexperten und Polizei melden eine alarmierende Zunahme kombinierter Betrugsattacken. Im Fokus stehen Kunden der Banking-Plattform „George“ sowie eine massive Welle täuschend echter, gefälschter Bankanrufe.
In den vergangenen Tagen hat sich die Sicherheitslage für Bankkunden drastisch verschärft. Die Angreifer kombinieren klassisches Phishing mit psychologisch ausgefeiltem Telefonbetrug. Besonders perfide: Sie nutzen „Call ID Spoofing“. Auf dem Display der Opfer erscheint dann die echte Telefonnummer ihrer Bank oder sogar der Polizei.
„George“-Nutzer im Visier der Kriminellen
Aktuelle Berichte der Erste Bank und Sparkasse bestätigen gezielte Angriffe auf Nutzer der Plattform „George“. Die Vorgehensweise ist hochgradig koordiniert. Oft beginnt der Betrug mit einer SMS oder E-Mail, die einen verdächtigen Zugriff auf das Konto meldet.
Sobald Kunden auf Links klicken oder Daten preisgeben, folgt der zweite Schritt: der Anruf. Ein angeblicher Sicherheitsmitarbeiter kontaktiert das Opfer. Die Täter nutzen die erbeuteten Informationen, um live einen Login im Namen des Kunden zu versuchen.
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Das Ziel? Das Opfer zur Freigabe dieser Login-Versuche in der „s Identity“-App zu drängen. Den Betroffenen wird suggeriert, sie müssten eine betrügerische Überweisung „stornieren“. Technisch autorisieren sie damit jedoch genau den Betrug, vor dem sie angeblich geschützt werden sollen.
Polizei bestätigt massive Welle gefälschter Anrufe
Parallel verzeichnen Polizeidienststellen in Deutschland und Österreich seit Mitte Januar eine breite Welle sogenannter „Falscher Bankmitarbeiter“-Anrufe. Meldungen aus Worms, Buchholz und dem Rhein-Pfalz-Kreis dokumentieren zahlreiche Fälle.
In einem schwerwiegenden Fall verlor eine 59-jährige Frau einen fünfstelligen Betrag. Der Anrufer gab vor, ihr Vermögen vor Zugriffen aus dem Ausland schützen zu müssen, und überredete sie zu Überweisungen auf vermeintliche „Sicherungskonten“.
Die Polizei warnt eindringlich: Echte Bankmitarbeiter fragen am Telefon nie nach PINs oder Passwörtern. Sie fordern keine Testüberweisungen oder Geldtransfers auf fremde Konten. Auch die Aufforderung, Fernwartungssoftware zu installieren, ist ein klares Betrugsindiz.
Wie das „Spoofing“ Vertrauen erschleicht
Der Erfolg der Masche basiert auf der technischen Manipulation. Kriminelle nutzen Software, um die ausgehende Rufnummer zu fälschen. Die Betroffenen sehen dann die Servicenummer ihrer Sparkasse oder sogar die „110“.
Diese Täuschung schafft einen fast unüberwindbaren Vertrauensvorschuss. Sicherheitsexperten betonen jedoch: Die Anzeige bietet keinerlei Garantie für die Echtheit des Anrufers. Selbst Polizeibehörden mussten warnen, da Betrüger im Namen der Exekutive anriefen.
Psychologischer Druck statt technischer Hacks
Branchenbeobachter sehen eine Verschiebung der Täterstrategien. Statt aufwändiger Hacks setzen Kriminelle zunehmend auf „Social Engineering“. Der Mensch wird als schwächstes Glied in der Sicherheitskette attackiert.
Die Qualität dieser Angriffe hat ein neues Niveau erreicht. Die Anrufer sprechen oft akzentfreies Deutsch, kennen persönliche Details und bauen enormen zeitlichen Druck auf. Aussagen wie „Wir müssen sofort handeln, sonst ist Ihr Geld weg“ sollen rationales Denken ausschalten.
Die Kombination aus vorgetäuschter technischer Kompetenz und emotionalem Stress macht diese Angriffe so gefährlich. Technische Sicherheitshürden wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) werden ausgehebelt, indem der Kunde selbst zur Kooperation bewegt wird.
So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen
Für Bankkunden gelten aktuell verschärfte Verhaltensregeln:
- Gesundes Misstrauen: Legen Sie bei unaufgeforderten Anrufen Ihrer Bank sofort auf.
- Rückruf-Regel: Nutzen Sie niemals die Rückruftaste. Wählen Sie die offizielle Nummer von Ihrer Bankkarte manuell.
- Keine Freigaben: Bestätigen Sie niemals eine Push-Nachricht in Ihrer Banking-App, wenn Sie diese nicht selbst initiiert haben.
- Meldung: Leiten Sie verdächtige Nachrichten unverzüglich an Meldestellen der Banken oder Plattformen wie Watchlist Internet weiter.
Die Sicherheitsabteilungen der Banken betonen: Sie setzen Kunden im Zweifelsfall niemals unter Druck. Ein Anrufer, der sofortiges Handeln fordert, ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Betrüger.
PS: Fallen Sie nicht auf gefälschte Anrufe herein — in aktuellen Fällen nutzten Täter vorgetäuschte Banknummern und enormen Zeitdruck, um Betroffene zur falschen Freigabe zu bewegen. Der ergänzende Report des Anti‑Phishing‑Pakets erklärt die psychologischen Tricks der Angreifer, wie Sie Push‑Freigaben, Fernwartungs‑Aufforderungen und angebliche „Sicherungskonten“ sicher bewerten und welche Schritte Sie sofort einleiten sollten. Praktische Handlungsempfehlungen und eine Checkliste helfen Ihnen im Ernstfall. Jetzt Anti-Phishing-Report und Checkliste sichern


