Betrüger nutzen Behörden-Impersonation für SMS-Phishing
22.01.2026 - 21:25:12Cyberkriminelle verschicken in den USA massenhaft gefälschte SMS der Führerscheinbehörde. Die Betrüger nutzen gefälschte Strafzettel und Drohungen, um persönliche Daten abzugreifen. Solche Angriffe könnten auch deutsche Behörden ins Visier nehmen.
Die Nachrichten behaupten, der Empfänger habe unbezahlte Verkehrsstrafen. Sie drohen mit Führerscheinentzug, zusätzlichen Geldstrafen und anderen Sanktionen, wenn nicht sofort gehandelt wird. Sowohl der Generalstaatsanwalt von North Carolina, Jeff Jackson, als auch der Behördenleiter Paul Tine bestätigen: Es handelt sich um einen Betrug. Die echte Behörde fordert niemals Zahlungen per SMS an.
So funktioniert der SMS-Betrug
Die Betrüger setzen auf Druck und Panik. Die Texte sind darauf ausgelegt, den Empfänger zum Klicken auf einen schädlichen Link zu bewegen. Ein entscheidendes Warnsignal ist die Webadresse in den Nachrichten. Sie endet auf „.cc“, die Länderkennung der Kokosinseln – nicht auf die legitime „.gov“-Endung US-amerikanischer Regierungsstellen.
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Die Betrugsnachrichten erfinden zudem Strafen, die es so in North Carolina nicht gibt. Sie drohen etwa mit einer „35% Servicegebühr an Mautstellen“ oder einer Schädigung der Kreditwürdigkeit. Diese erfundenen Konsequenzen sollen Opfer einschüchtern, damit sie unüberlegt handeln.
So schützen Sie sich vor Phishing-SMS
Die staatlichen Stellen sind sich einig: Reagieren Sie nicht auf diese betrügerischen Nachrichten. Behördenleiter Tine stellt klar: „Wir fordern niemals eine Zahlung per Textnachricht an.“
Experten raten zu diesen Schritten bei verdächtigen Nachrichten:
* Nicht klicken: Klicken Sie sofort auf keine Links in der SMS.
* Betrug melden: Leiten Sie die Nachricht an die Strafverfolgungsbehörden weiter, um die Ermittlungen zu unterstützen.
* Blockieren und löschen: Melden Sie die Nummer als Spam und löschen Sie die Nachricht.
* Direkt prüfen: Bei echten Zweifeln an Strafen oder dem Führerscheinstatus kontaktieren Sie die Behörde immer direkt über deren offizielle Website oder Telefonnummer.
Behörden-Impersonation: Ein wachsendes globales Problem
Dieser Angriff ist Teil eines besorgniserregenden Trends: Kriminelle geben sich als staatliche Stellen aus und nutzen Pflichtbewusstsein und Angst vor rechtlichen Konsequenzen aus. Die Angriffe werden immer raffinierter – weg von simplen E-Mails hin zu gezielten und überzeugenden SMS-Kampagnen.
Smishing, also Phishing per SMS, ist besonders effektiv. Menschen öffnen und beantworten Textnachrichten eher als E-Mails. Das gibt Kriminellen eine direkte Verbindung zu ihren potenziellen Opfern. Der Erfolg basiert auf Masse: Selbst wenn nur ein kleiner Prozentsatz der Empfänger auf den Betrug hereinfällt, lohnt es sich für die Täter.
Wachsamkeit ist der beste Schutz
Da Betrüger ihre Methoden stetig verfeinern, sind Aufklärung und gesundes Misstrauen die wirksamste Verteidigung. Es ist zu erwarten, dass Kriminelle weiter Führerscheinstellen und andere Behörden als Deckmantel nutzen werden. Varianten des Betrugs mit anderen Gebühren oder Vergehen sind wahrscheinlich.
Die wichtigste Erkenntnis für Verbraucher: Seien Sie skeptisch bei jeder unaufgeforderten Kommunikation, die sofortige Zahlungen oder persönliche Daten verlangt. Behörden kommunizieren typischerweise per offiziellem Postweg und haben sichere Online-Portale für Zahlungen. Diese sollten direkt aufgerufen werden – nie über Links aus unerwünschten Nachrichten.
Die Strafverfolgungsbehörden arbeiten mit Telekommunikationsanbietern zusammen, um solche Betrugsoperationen zu unterbinden. Bürger sollten sich über offizielle Kanäle informieren und Warnungen vor solchen Betrugsmaschen mit Freunden und Familie teilen – besonders mit denen, die anfälliger für solche Tricks sein könnten.
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