Betrüger, Banking-Apps

Betrüger nutzen Banking-Apps für sechsstellige Beute

13.01.2026 - 16:30:12

Eine neue Welle von Betrugsanrufen bringt Mobile-Banking-Nutzer in Gefahr. Kriminelle geben sich als Bankmitarbeiter aus und manipulieren ihre Opfer, selbst Überweisungen über die eigene App freizugeben. Die Polizei meldet eine deutliche Zunahme der Fälle – mit teils verheerenden finanziellen Verlusten.

Erst heute warnte die Polizei Offenbach vor einer besonders dreisten Masche. Ein Mann verlor 98.000 Euro, nachdem er am Telefon zur Freigabe von Transaktionen in seiner Banking-App verleitet wurde. Ähnliche Warnungen gab es in der vergangenen Woche aus Worms, Basel und der Region Tirol. Die Täter agieren professionell und setzen ihre Opfer gezielt unter Druck.

Die Betrüger nutzen eine Technik namens „Call ID Spoofing“. Dabei erscheint auf dem Display des Opfers die offizielle Rufnummer der Hausbank. Das schafft sofort Vertrauen.

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Im Gespräch wird dann eine dringende Situation vorgetäuscht. Beliebte Vorwände sind:
* Eine angebliche unautorisierte Abbuchung, die sofort gestoppt werden muss.
* Ein dringend notwendiges Sicherheitsupdate für das Online-Banking.

Die Täter leiten das Opfer präzise an, welche Schritte in der Banking-App auszuführen sind. Der Nutzer soll eine Push-TAN oder eine andere Zwei-Faktor-Bestätigung freigeben. In Wahrheit autorisiert er damit eine Überweisung der Kriminellen auf ein Fremdkonto.

Warum die Masche so erfolgreich ist

Die Angreifer kombinieren ihre Methoden geschickt. Oft gehen den Anrufen Phishing-SMS oder -E-Mails voraus. Die dort abgegriffenen Daten nutzen sie im Telefonat, um besonders überzeugend zu wirken.

„Banken rufen ihre Kunden niemals unaufgefordert an und fordern zur Freigabe von Transaktionen auf“, betont die Polizei. Die Anrufe finden zudem oft außerhalb der Geschäftszeiten statt. So soll eine schnelle Rückfrage bei der echten Bank erschwert werden.

Das Wettrüsten um die Sicherheit

Die aktuelle Betrugswelle zeigt ein klares Muster: Während Banken ihre technischen Sicherungen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung verbessern, verlagern Kriminelle ihren Angriff auf den Faktor Mensch. Diese Taktik heißt Social Engineering.

Experten sehen die Aufklärung der Nutzer als entscheidenden Schlüssel. Solange Kunden bereit sind, am Telefon Transaktionsfreigaben zu bestätigen, bleiben selbst die besten technischen Schutzmaßnahmen wirkungslos.

So schützen Sie sich vor den Betrugsanrufen

Die Polizei und Verbraucherschützer geben klare Handlungsempfehlungen:
* Legen Sie sofort auf, wenn Sie unaufgefordert von Ihrer „Bank“ angerufen werden.
* Geben Sie niemals PINs, Passwörter, TANs oder andere Zugangsdaten am Telefon preis.
* Bestätigen Sie keine Aktionen in Ihrer Banking-App, die Sie nicht selbst auslösen.
* Rufen Sie im Zweifel Ihre Bank über die Nummer auf der offiziellen Webseite oder Ihrer Bankkarte zurück.

Die Gefahr bleibt akut. Die Täter werden ihre Methoden voraussichtlich weiter verfeinern – möglicherweise sogar mit Hilfe Künstlicher Intelligenz. Grundlegende Skepsis ist der beste Schutz.

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