Betrüger, Polizei

Betrüger geben sich als Polizei aus

17.01.2026 - 13:01:12

Kriminelle täuschen echte Polizeirufnummern vor und fordern Geld per Krypto oder Gutscheinkarten. Behörden warnen vor der Masche und raten Betroffenen, sofort aufzulegen.

So funktioniert der Betrug

Die Anrufer behaupten, ein Familienmitglied sei in Haft oder es liege ein Haftbefehl vor. Um die Forderung zu begleichen, müsse sofort Geld gezahlt werden. Die Betrüger nutzen dabei raffinierte Technik: Sie manipulieren die Rufnummernanzeige. Auf dem Display der Angerufenen erscheint dann tatsächlich die Nummer der örtlichen Polizeiwache oder des Gerichts. Diese Täuschung verleiht den Forderungen anfangs Glaubwürdigkeit.

Im Gespräch werden die Anrufer oft aggressiv. Sie fordern absolute Geheimhaltung und versuchen, die Opfer am Auflegen zu hindern. Ein Rückruf zur Überprüfung der Angaben wird strikt verweigert.

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Diese Zahlungsmethoden sind ein sicheres Alarmsignal

Die Polizei betont einen klaren Punkt: Echte Behörden fordern nie Zahlungen per Telefon, um angebliche Haftbefehle aufzuheben. Die Betrüger verlangen dagegen ausdrücklich nicht nachverfolgbare Zahlungswege:

  • Kryptowährungen wie Bitcoin über spezielle Geldautomaten oder digitale Wallets.
  • Gutscheinkarten von Apple, Google Play oder Amazon.
  • Geldüberweisungen via Western Union oder ähnliche Dienste.
  • Zahlungs-Apps wie Cash App, Venmo oder Zelle.

Die Behörde stellt unmissverständlich klar: Das Sheriff-Büro akzeptiert keine Gutscheinkarten, Kryptowährungen oder Direktüberweisungen – weder für Kautionen noch für Strafen. Wer diese Methoden verlangt, ist ein Betrüger.

So können Sie sich schützen

Die wichtigste Regel lautet: Einfach auflegen. Jede Diskussion mit dem Anrufer erhöht das Risiko, manipuliert zu werden.

Anschließend sollten Betroffene die Behauptungen eigenständig prüfen. Dazu rät die Polizei, die örtliche Wache oder das Gefängnis direkt über eine öffentlich gelistete Nummer anzurufen – nicht über die vom Anrufer genannte Nummer. Auch Online-Gefangenenlisten der Behörden bieten eine schnelle Überprüfungsmöglichkeit.

Wer kontaktiert wurde, sollte den Vorfall unbedingt melden. Zuständig sind die lokale Polizei und die Staatspolizei von Indiana. Zusätzlich kann man den Betrug bei der US-Verbraucherschutzbehörde Federal Trade Commission (FTC) unter ReportFraud.ftc.gov anzeigen.

Ein nationales Problem mit Zukunft

Die Warnung aus Indiana spiegelt einen bundesweiten Trend wider. Cyber-Experten sehen den Grund im einfachen Zugang zu persönlichen Daten und günstiger Internettelefonie-Technik. Selbst echte Namen von Beamten, die auf Webseiten stehen, werden für den Betrug missbraucht.

Die Betrugsmaschen werden sich weiterentwickeln. Während das Wissen über Gutscheinkarten-Tricks wächst, setzen Kriminelle vermehrt auf komplexere Methoden mit Krypto und Apps. Die Aufklärungskampagnen der Behörden werden daher fortgesetzt. Ihre Kernbotschaft: Keine seriöse Regierungsstelle agiert mit Drohungen und fordert sofortige digitale Zahlungen. Diese Information sollte besonders mit älteren Familienmitgliedern geteilt werden, die häufig Ziel dieser Betrüger sind.

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